Einladung zum 31. Wirtschaftsforum des Vereins
"Lebendiges Linden e.V."
Am Mittwoch den 14. März 2012 um
19.00 Uhr findet das 30. Wirtschaftsforum
des Vereins „Lebendiges Linden e.V.“ in der Gaststätte
Rackebrandt, Brauhofstraße 11, 30449 Hannover-Linden statt.
Die Initiatoren des Vereins „Lebendiges Linden e.V." freuen sich
auf Ihre Teilnahme und eine interessante Veranstaltung.
Beim 30. Wirtschaftsforum erschienen, wie bei den letzten
Veranstaltungen auch, überwiegend Geschäftsleute aus Linden. Viele
Interessierte waren zusätzlich erschienen, um zum Thema
Limmerstraße 3-5 mehr zu erfahren. Insgesamt versammelten sich etwa
40 Personen. Durch das Treffen führte wie immer Gisbert Fuchs aus
dem Vorstand der Hannoverschen Volksbank.
TOP Bauliche Veränderungen in Linden
Baustelle Schwarzer Bär, Hochbahnsteige Limmerstraße und die
Stellungnahme von Prof. Schnüller zu Niederflur wurden kurz
angesprochen. Verwunderung herrschte über die Pressemeldung, dass
die Einführung der Niederflurtechnik zu teuer sei. Niemandem war
bisher eine entsprechende Äußerung der untersuchenden Stelle
bekannt.
TOP Neue Methadonausgabestellen in Linden
Es gibt drei Methadonausgabestellen in Linden: im alten
Lindener
Rathaus am Schwarzen Bären (Dr. Cimander), Dunkelberggang in
Linden-Süd (Dr. Grewe) und am Lindener Markt (Dr.
Lautenschlager).
Herr Lessing vom Jugend- und Sozialdienst der Stadt schilderte
den aktuellen Stand. Alles über 100-150 Patienten pro Ausgabestelle
wäre nicht mehr sozialverträglich und man bemühe sich dieses
einzuhalten. So hat die Ausgabestelle im alten Rathaus 120 von 300
möglichen Patienten und will aber reduzieren. Am Lindener Markt
dürfen bis zu 50 Patienten versorgt werden.
Die Stadt hat eine Interventionsmöglichkeit, aber keine Rechte.
Zuständig sind die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachen und die
durchführenden Ärzte. Allgemein verschlechtert sich die Situation,
da die Versorgung immer mehr in geballter Form in Städten abläuft.
Man bemühe sich in Niedersachsen andere Konzepte der Versorgung als
über die niedergelassenen Ärzte zu finden. Darüber könne man aber
noch nicht sprechen. Wenn Ergebnisse vorliegen, würden die
Einrichtungen im Stadtteil informiert werden.
Grundsätzlich wäre die Methadonbehandlung ein Erfolg, um den
Betroffenen zu helfen und weitaus billiger, als die Kosten, die
durch Nichtbehandlung entstehen würden wie Diebstähle, etc.. Es
wären nur Wenige, die in der Öffentlichkeit noch auffallen.
TOP Durchgängige Buslinie in Linden-Limmer
"Quartierbus"
Winfried Hadasch von der ASH ("Aktive für ein Soziales
Hannover") stellte das Konzept für eine Linie zwischen den Lindener
Stadtteilen vor. Dabei fand er überraschende Unterstützung durch
Herrn Büchner vom Verkehrsclub Deutschland (VCD). Das Konzept wurde
auch als Antrag in den Bezirksrat eingebracht und kann hier nachgelesen werden. der Bedarf für so eine
Linie müsste noch erforscht werden.
TOP Wohn- und Geschäftshaus Limmerstraße 3-5
Herr Fuchs schilderte in seiner Einleitung, dass er sich in
einem Interview zunächst auch kritisch zur Auflösung der kleinen
Läden dort geäußert hätte, weil er diese für zukunftsfähig ansah.
Inzwischen kenne er jedoch das Konzept der neuen Eigentümer.
Herr Fries und Herr Kindler von Wohnwert Hannover stellten
anschließend als Eigentümer ihr Konzept vor und beantworteten
Fragen.
Zur Limmerstraße 56, deren Eigentümer sie auch sind, schilderten
sie zunächst den verfallenen Zustand der Immobilie in der man nur
noch hausen konnte. Sie mussten tragende Teile erneuern und haben
inzwischen beispielsweise große Wohnungen für Familien
geschaffen. Diese würden auch von jungen Leuten nachgefragt. Von
daher täten sie etwas für den Standort. Es wäre auch klar, dass
nach Sanierung der Mietpreis ansteigen muss. Sie würden keine
Luxussanierung durchführen. Es wäre ein Bestandsgeschäft und soll
langfristig in ihrer Hand bleiben.
Bei der Limmerstraße 3-5 hätten sie viele Mängel entdeckt, die
abgearbeitet werden. Treppenhäuser wurden saniert, der Müllplatz
wurde geändert. Als Mieter sind ihnen junge Leute, auch WGs und
Familien, die große Wohnungen brauchen, willkommen.
Sie hätten beim Einzelhandel eine Anordnung vorgefunden, die
derzeit nicht marktfähig sei. Die Läden sind gewachsen und haben
Zuschnitte, die bei verlassen der Mieter nicht mehr neu vermietet
werden könnten. Es gab auch Anzeichen, dass einzelne Mieter nicht
auf Dauer dort bleiben würden. Es wäre aber wichtig dort
langfristig eine gesunde Basis zu finden. Sie wären auch abhängig
von den Mieteinnahmen. Ohne Wirtschaftlichkeit könne man nicht
investieren und bspw. Gebäude in Ordnung halten.
Die Frage nach der großflächigen Vermietung dort an einen
Biosupermarkt könne nicht beantwortet werden, da Stillschweigen
vertraglich vereinbart wurde. In ungefähr vier Monaten wäre damit
zu rechnen, dass der neue Mieter selbst an die Öffentlichkeit
ginge.
Mehrere Teilnehmer äußerten ihr Unverständnis, dass freiwerdende
Läden nicht wieder neu vermietet werden könnten. Diese wären das,
was den Charme dort ausmachen würde. Eine anwesende Bewohnerin der
Limmerstraße 3-5 fragte nach der Umkehrbarkeit der bisherigen
Entscheidungen. Dieses wurde verneint, da die Verträge zu der
Ladenfläche alle unterschrieben seien.
Herr Fuchs bedankte sich bei den Herren Fries und Kindler, dass
sie sich der Diskussion gestellt haben. Es sei auch wichtig für die
Limmerstraße, dass durch ein attraktives Angebot Kaufkraftbindung
geschaffen würde.
TOP Verschiedene Aktivitäten
Linden-Nord - Aktion Limmerstr. e.V.
Ingo Pfautsch schilderte die Erfahrungen zum Limmerstraßenfest
mit Volkslauf und Schützenfest. 2012 soll die ganze Limmerstraße zu
einem Platz werden ohne öffentliche Verkehrsmittel.
Linden-Mitte - LindenGut e.V.
Claus Huchthausen wies auf das "Himmlische Vergnügen" hin, das
am 03.12. in Linden-Mitte stattfindet.
Linden-Süd - Deisterkiez e.V.
Olaf Töpelmann berichtete vom Deisterdinner und von der nun
hängenden Weihnachtsbeleuchtung.
Herr Fuchs berichtete von der Auflösung des Vereins "Schwarzer
Bär e.V." und die Übergabe der finanziellen Mittel an "Lebendiges
Linden e.V."
Gunnar Werner stellte seinen neuen Kalender 2012 vor.
Fotos/Text: Klaus Öllerer
Letzte Aktualisierung: 02.12.2011

Das Wirtschaftsforum des
Vereins "Lebendiges Linden e.V." stellt das Bindeglied zwischen
unserem Verein und der Wirtschaft in allen drei Stadtteilen von
Linden dar. Das Wirtschaftsforum erfreut sich ständig wachsender
Teilnehmerzahlen und ist damit eine feste Größe im Wirtschaftsleben
von Linden.
Viermal im Jahr treffen sich
die Teilnehmer in der Gaststätte Rackebrandt in der Brauhofstraße
11. Unter der Leitung von Herrn Gisbert Fuchs und unter Begleitung
seiner Projektgruppenmitglieder setzt sich das Wirtschaftsforum für
die Verbesserung von Standortbedingungen für Gewerbetreibende und
der Bündelung von Interessen der einzelnen Aktionsgemeinschaften in
den Lindener Stadtteilen ein. „Gemeinsam sind wir stärker" ist das
erklärte Motto.
Ein herausragendes Ergebnis
des Wirtschaftsforums ist das veröffentlichte und sehr gut
nach-gefragte Buch: „Im Lebendigen Linden - Begegnungen zwischen Kunst,
Kultur und Shopping", welches über die Grenzen Lindens hinaus
große Anerkennung gefunden hat.
Eines der Hauptprojekte, mit
der sich das Wirtschaftsforum derzeit erfolgreich beschäftigt, ist
der „Lindenpol". Übernommen von der Südstadt, soll über die
Geschäftsleute von Linden Kindern und Senioren, die spontan Hilfe
benötigen, eine Anlaufstelle geboten werden. Lindenpol, der sich
aus den Begriffen Linden und Ruhepol zusammensetzt, spiegelt das
Motto wider: "Menschlichkeit kostet nichts, ist aber
unbezahlbar."
