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Die vorerst letzte Ausstellung des LINDENER KULTURFORUMS
widmet sich dem Calenberger Land.
Wer dieser Tage in der Lindener Volksbankfiliale an
der Minister-Stüve-Straße 22 vorbeischaut, findet sich im
„Calenberger Land“ wieder. So betitelt das Kulturforum des Vereins
„Lebendiges Linden“ seine 20. Kunstausstellung. Der Vereinschef und
Lindener Künstler Hans- Jürgen Giesecke stellt 34 Werke aus, die
den Landstrich zwischen Hannover und dem Deister zum Thema haben.
Noch bis zum 26. Mai sind die fotorealistischen Bilder, Skulpturen
sowie aus Naturmaterialien bestehenden Exponate zu sehen.
Was Giesecke dem Besucher bietet, ist eine
Liebeserklärung an das Calenberger Land. Da gibt es Ansichten vom
Gehrdener Berg oder von Herrensitzen, die einem Fotoalbum
entstammen könnten. Künstliche Zuckerrüben, in den Farben Schwarz,
Rot und Gold bemalt, nehmen ironisch die Subventionspolitik in der
Landwirtschaft aufs Korn. Andere Bilder hat Giesecke aus
Strohresten oder Erde gestaltet. Material und Eindrücke sammelt der
Künstler bei seinen Streifzügen durch die Kulturlandschaft. „Das
Gebiet ist schon lange eines meiner Hauptthemen“, sagt
Giesecke.
Geboren 1936 in einem Flecken im arz, zog Giesecke
einst nach Hannover, m Lehrer für Mathematik und port zu werden. Er
unterrichtete auf em Land und lebte in Großgoltern. Dort, mitten im
Calenberger Land, entdeckte Giesecke auch seine Liebe zur Malerei.
Ansichten von Feld und Wald fanden sich in ersten Arbeiten wieder.
Aus dem Hobby wurde Profession: Giesecke studierte noch einmal –
diesmal an der Werkkunstschule Hannover. Ein Lehrer blieb Giesecke
auch danach noch, als Kunstdozent an der Universität. Seit 2000
lebt Giesecke – längst nach Linden gezogen – als freischaffender
Künstler.

Seit zehn Jahren zieht er zudem beim Kulturforum
als Ausstellungskurator die Fäden. Dem Verein steht er seit sechs
Jahren vor. Immer im Frühjahr und im Herbst organisierte er eine
Ausstellung in der Volksbank. Das helle Foyer des Gebäudes und die
Wandelgänge um den Lichtschacht brächten die Exponate so schön zur
Geltung, schwärmt Giesecke.
Die Werke von rund 50 Künstlern aus ganz
Niedersachsen stellte das Kulturforum bislang aus. Die 20.
Ausstellung ist nun Gieseckes Werk gewidmet. „Damit wollen wir ihm
Danke sagen für seine Arbeit“, sagt Gisbert Fuchs, Mitbegründer des
Vereins „Lebendiges Linden“ und Vorstandsmitglied der Volksbank.
Gieseckes Schau ist zugleich Schlusspunkt der
Kulturforum-Ausstellungen in ihrer bisherigen Form. Nicht, dass es
nun in der Zukunft keine mehr gäbe. „Aber wir wollen etwas Neues
wagen“, sagt Fuchs. Ein neues Programmkonzept sei derzeit in
Arbeit. „Wir legen nicht mehr den Schwerpunkt alleine auf Exponate
der Bildenden Kunst legen. Wir wollen auch Musikalisches anbieten“,
ergänzt Giesecke. Voraussichtlich im Herbst werde es ein erstes
Konzert geben. „Das wird dann ein Testballon, ob wir mit der
Neuerung richtig liegen“, sagt Giesecke. Mit welcher Art Musik der
Verein ein neues Publikum gewinnen will, verrät der Vorsitzende
noch nicht.
Öffnungszeiten der Ausstellung: Montags bis
freitags von 8.30 bis 13 Uhr sowie montags, dienstags und
donnerstags von 14.30 bis 18 Uhr
Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher
Genehmigung der © Hannoversche Allgemeine Zeitung
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