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BI Pressemeldung v. 20.09.2001

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Bürgerinitiative "Linden-Gilde"
c/o Henry Arlit
Rampenstr. 1
30449 Hannover
Tel. 0511-714957
 
An alle
Lokalredaktionen
Hannover

Pressemitteilung

Als Anlage übersenden wir Ihnen den Offenen Brief an den Landtagspräsidenten Rolf Wernstedt. Wir beziehen uns in dem Brief auf den Artikel "Selbstamputation der Demokratie" vom 10.09 in der Neuen Presse.
Warum wird das Wählen gehen oder die Arbeit in einer Bürgerinitiatve sofort als Gegensatz
verstanden? Warum schließt denn das eine das andere aus?
 
Desweiteren als Anlage:
Pressemitteilung der BI Linden-Gilde vom 3.9.01
Neue Presse Artikel vom 10.9.01
 
 
Mit freundlichen Grüßen
BI "Linden-Gilde"

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Pressemitteilung

Die BI "Linden-Gilde" ist weiterhin aktiv! Wir hatten am samstag einen Infostand auf dem Marktfest Limmerstraße. Auch hier konnten wir wieder reges Interesse und große Zustimmung erfahren

Nach Abgabe der Unterschriftenlisten am 27.06.01 an den OB Schmalstieg im Rathaus, baten wir alle einzelnen Ratsfraktionen den Bezirksratsbeschluß vom 20.06.01 zu übernehmen. Der Stadtbezirksrat Linden-Limmer hatte am 20.06 einen Beschluß gefaßt, der inhaltlich unseren Forderungen und Vorstellungen im wesentlichen entspricht. Wir baten um Stellungnahme, bis zum 30.08.01.

Bis auf SPD und WfH haben alle Parteien schriftliche Stellungnahmen abgegeben.

In Auszügen:

Bündnis90/DieGrünen erklärten sich mit den Forderungen der BI solidarisch und brachten bereits als einzige Fraktion einen ensprechenden Ratsantrag ein.

Die PDS bedankt sich für die Arbeit der BI und sagt weitere Unterstützung zu.

Die Alternative Liste will auf einer der nächsten Fraktionssitzungen überlegen, wie die Idee der BI auch durch die Stadt umgesetzt werden kann.

Die CDU begrüßt ebenfalls das Anliegen der BI und hält deren Forderungen nach Grünfläche für begründet, aus Kostengründen sei eine Realisierung des Projektes aber ausgeschlossen.

Die FDP bevorzugt eine städtebauliche Erschließung des Geländes und hält das Projekt in Anbetracht der Haushaltslage der LHH für inakzeptabel.

Bei Bedarf können wir Ihnen die Schreiben der Parteien gerne zur Verfügung stellen.
Abschließend möchten wir nochmals hinweisen auf unser

"Kleines Fest am großen Gelände"
Die BI linden-Gilde feiert den Erfolg Ihrer Unterschriftensammlung und gibt aktuelle Informationen zum Stand der Dinge.
Im und am Mescalero, am 8.9 um 16-20.00


Mit freundlichen Grüßen
BI "Linden-Gilde"
2.September 2001
 

Neue Presse
10.09.2001

Selbstamputation der Demokratie"

Wahlbeteiligung sackt auf Rekordtief - Landtagspräsident:
Wahlrecht ist auch Wahlpflicht

HANNOVER. Die Wahllokale waren noch nicht geschlossen, da stand der "Sieger" der
Kommunalwahlen in Niedersachsen am Sonntag bereit.s fest die Partei der Nichtwähler.

Noch nicht einmal jeder zweite der 6,34 Millionen Wahlberechtigten hat gestern Seine Stimme abgegeben. Oenau 43,4 Prozent waren es um 1630 Uhr. Das verhieß für die endgültige Zahl Schlimmes. "Wenn wir am Ende bei 55 Prozent landcn, haben wir Glück", sagte Landeswahleiter Karl-Ludwig Strelen. In Hannover' wurden gerade einmal 48,1 Prozent - ein historischer Tiefstand.

Landtagspräsident Rolf Wernstedt (SPD) kritisierte im Gespräch mit der NP die Partei der
Nichtwähler mit harten Worten: "Wer den in den Kommunen ehrenamtlich arbeitenden PolitIkern durch Desinteresse die Legitimation ahspricht, macht. sich mitschuldig an der Selbstamputation der Demokratie." Wahlrecht bedeute auch Wahlpflicht. mahnte Wernstedt. "Erst nicht wählen, aber dann, wenn einem die Politik nicht passt, schreien - das hat sich leider eingebürgert." Statt zu Wahlen zu gehen, würden sich viele lieber in Bürgerinitiativen engagieren. Der SPD-Politiker machte für die "katastrophale Wahlbeteiligung" auch die oft undurchschaubare Politik' verantwortlich:
'Europa, der Bund, das Land und die Kommunen - das ist eine Einheit. Das muss wieder stärker so wahrgenommen werden,.'

CDU-Landeschef Friedbert Pflüger erinnerte daran, 'dass in vielen anderen Ländern der Welt die Leute um das Wahlrecht kämpfen". Nun müsse das Bürgerrecht in Deutschland auch wieder als Pflicht verstanden werden. Beobachter waren davon ausgegangen. dass vor allem die Sozialdemokraten unter einer niedrigen Wahlbeteiligung leiden würden Die Affäre um den
Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) sei "die totale Scheiße gewesen". betonte
Umweltminister Wolfgang Jüttner. Ministerpräsident Sigmar Gabriel pflichtete ihm bei.

Im landesweiten Trend lag die CDU um Mitternacht nach der Auszählung von 22 Landkreisen und einigen Städten vorn Schlusslicht waren die Grünen (6,6 Prozent, als dritte Kraft abgelöst von der FDP (8.1).
 dpa/dl