Bericht 30-15

 

 

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29.05.2015,Veranstaltung - Dialog an Deck
Ihme-Zentrum: Monumentale Bausünde oder urbanes Wahrzeichen?

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Nach dem ersten Beitrag wird ein Diskussionsforum eingerichtet.

Der Ablehnungskult könnte out sein. Dominierten in der jüngeren Vergangenheit in der Öffentlicheit noch die Vernichtungsfantasien über das Ihme-Zentrum, so scheint sich das inzwischen geändert zu haben.

Zunehmend sind Stimmen zu vernehmen, die die Zukunftschancen betonen. Inzwischen wird dem Ihme-Zentrum  zugetraut ein urbanes Wahrzeichen zu sein mit einem großen Potential an Kultfähigkeit. Das erinnert an die populären und benachbarten Drei Warmen Brüder.

Die zahlreich erschienenen Bewohner haben es aufmunternd zur Kenntnis genommen, denn sie leben gerne dort. Sie leiden immer darunter, wenn schlecht über ihre Heimstatt geredet wird. Hundertvierzig Zuhörer waren gekommen, um die wohl interessanteste Diskussion der letzten Jahre zu diesem Thema zu verfolgen.

Durch die Veranstaltung führte kurzweilig Jan Sedelies von der HAZ. Leider war der neue  Investor zwar eingeladen, aber nicht erschienen. Er wird demnächst den fälligen Schritt in die Öffentlichkeit antreten, wenn sein Konzept ausreichend erarbeitet ist. So war es jedenfalls zu vernehmen.

So konnten die Anwesenden auch nur mehr oder weniger Einzelideen und die wichtige Frage des Images andiskutieren.

Hotel, Theater, Kleingewerbe, Durchbruch für Sichtkontakt im EG oder ein altengerechtes Wohnzentrum waren einige der angesprochenen Vorstellungen.

Der immer wieder erwähnten Idee, dass doch die Stadt das Problemkind übernehmen sollte, erteilte SPD-Ratsmitglied Hanske gleich zu Anfang eine Absage: die dafür benötigten 200-250.000 € wären einfach nicht da.

Der Interessanteste auf dem Podium dürfte der Journalist und Ihme-Zentrumsblogger Alexander gewesen sein.

Er ist als persönliches Experiment in das Ihme-Zentrum gezogen, hat es mögen gelernt und bloggt seit dem Erstaunliches im Internet. Der Titel “Ein neues Wahrzeichen für Hannover” drückt bereits seine optimistische Sichtweise auf das Bauwerk aus. Er berichtete, dass es weltweit ein eher positives Echo auf Bilder vom Ihme-Zentrum geben würde, was sich in “Likes” in sozialen Netzwerken und in Kommentaren widerspiegeln würde.

Alexander veranstaltet selbst öffentliche Spaziergänge dort und veröffentlicht fleißig umfangreiche Informationen und Sichtweisen über dieses unübersehbare Bauwerk.

Als ersten Einstieg zum Lesen dort sei der Beitrag ““Eine unvergleichlich hohe Lebensqualität” empfohlen.

Die Teilnehmer dürften die Veranstaltung mit einem doch irgendwie neuartigen optimistischen Eindruck verlassen haben.

>> Blogg experimentihmezentrum.wordpress.com

>> Veranstaltungsplakat

 

Text/Fotos: Klaus Öllerer

Letzte Änderung: 30.05.2015

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Hundertvierzig Anwesende verfolgten gebannt die Beiträge und einige beteiligten sich auch selbst an der Diskussion.

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Das Ihme-Zentrum von seiner schönen Seite.

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V.l.n.r: Moderator Jan Sedelies (HAZ),  Martin Hanske (Ratsherr, SPD), Dr. Elisabeth Clausen-Muradian (Ratsfrau, Grüne), Constantin Costa Alexander (Journalist, Blogger), Prof. Dr. Christine Heinemann (Uni Stuttgart)  >> Veranstaltungsplakat

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Veranstaltungsort: Die MS Wissenschaft am Mittellandkanal an der Vahrenwalderstr..   >> Veranstaltungsplakat