Bericht 29-15

 

 

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07.05.2015, „LimmerixX“ gewinnt Drachenboot-Meisterschaft
Ein Tag auf dem “Meer”

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Die Anreise zur Deutschen Drachenboot Langstrecken-Meisterschaft 2015 im Osten des Freistaats Thüringen erfolgte schon am Vorabend. Nach einer Übernachtung im Seehotel am Zeulenrodaer Meer beginnt der Renntag schon sehr früh am Morgen. Uns erwartet ein straffer Zeitplan. Um 7:00 klingelt der Wecker, ein kurzer Blick aus dem Fenster auf den Stausee. In der Ferne lassen sich schon die Bojen für die 2. Wende erkennen.

Die Landschaft spiegelt sich an der Oberfläche des “Meeres”. Weit und breit noch kein Drachenboot in Sicht, wir sind die Ersten, die diese Idylle stören. Morgens 8:30 Uhr, auf geht's zu einer kurzen Trainingseinheit. Das Wasser kennenlernen und einmal den Rundkurs abfahren, um die optimale Fahrlinie zu ermitteln (…). „Paddel voraus … und Schlag“, das Kommando vom Steuermann. Und los geht’s, erst mal eine kleine Runde direkt zum Anleger für die Team-Kontrolle. Inzwischen ist auch schon, wie vom Wetterbericht vorhergesagt, ganz gut Wind aufgekommen und die spiegelglatte Fläche vom Morgen hat sich in ein tosendes Wellenmeer verwandelt...

Pünktlich 12:30 wird gestartet... Die Start-/Ziellinie befindet sich vor der Landzunge am Hotel. Jetzt nur keinen Fehler machen. Vorzeitiges Überfahren wird mit zehn Sekunden Zeitstrafe geahndet. Der Countdown läuft: „9, 8, … 2, 1, GO“ tönt es vom Band. Auf in die erste von drei Runden. Mit mehreren Zwischenspurts können wir uns an das vorausfahrende Boot heranarbeiten und es kommt zum ersten Schlagabtausch.

Noch einmal das Tempo anziehen, und wir haben die Nase vorn in der Wende. Wer vorn liegt, hat das Wegerecht. Jetzt müssen wir es irgendwie schaffen, etwas Abstand zu gewinnen. Weiter zurück zur dritten Wende, eher eine 90 Grad Kurve, kurz vor Start/Ziel, dann ist die erste Runde geschafft (...). Auf zur letzten Runde, immer noch die Nummer 6 „Undine Saarlouis“ vor Augen. So folgen immer wieder Zwischenspurts, bis wir wieder gleichauf sind. Trotz Aktivierung der letzten Kraftreserven können wir die Saarländer nicht abschütteln. So geht es zu zweit in die letzte Wende und fast zeitgleich über die Ziellinie.

Es ist geschafft, wir haben die insgesamt elf Kilometer gut überstanden. Es lässt sich schwer einschätzen, wie das Rennen ausgegangen ist, auch wenn es nach uns eine größere Lücke bis zur Zieleinfahrt der nächsten Teams gibt.

14:48, die Ergebnisse werden bekannt gegeben. Jubel-Schreie gehen durch das Team. Wir haben es geschafft, Platz 1 mit 30 Sekunden Vorsprung. Um 17:00 ist Siegerehrung. Schon ein tolles Gefühl, ganz oben auf dem Podest zu stehen, einfach unbeschreiblich. Das ist der Moment, der die ganzen Anstrengungen und Schmerzen des Trainings vergessen lässt. Was für ein „Tag am Meer“!

 

 

Text/Fotos: Jan Heinecke

Letzte Änderung: 26.05.2015

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LimmerixX liegt klar vorn!

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... und so jubeln Sieger auch.

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So jubeln Sieger – Sieger jubeln so …

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Siegespokal

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