Bericht 20-15

 

 

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Fr, 10.04.2015, Arbeitskreis “Ein Mahnmal für das Frauen KZ in Limmer”
Informationstafel enthüllt

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Nach dem ersten Beitrag wird ein Diskussionsforum eingerichtet.

Sanieren. Planieren. Neubeginn. Auf dem Gelände der ehemaligen Continental AG wird die Wasserstadt Limmer gebaut. Auf dem Gelände der Continental Gummiwerke befand sich von Juni 1944 bis Anfang April 1945 ein Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme.

Der Arbeitskreis »Ein Mahnmal für das Frauen-KZ in Limmer« ist seit seiner Gründung im Jahr 2008 bestrebt, einen angemessenen Ort des Gedenkens zu schaffen. Siebzig Jahre nach Befreiung der hannoverschen Konzentrationslager wurde eine Informationstafel am Gedenkstein für das Frauen-KZ in Limmer, Ecke Stockhardtweg / Sackmannstraße enthüllt.

Bei der Gestaltung  der Tafel wurde Wert darauf gelegt, neben aktuellen Recherchen die ehemaligen Lagerinsassinnen zu Wort kommen zu lassen - gezielt wurde mit Zitaten gearbeitet. Auf der Tafel nehmen diese persönlichen Berichte einen großen Raum ein. 
Am 10.04.2015 wurde die Conti zur festlichen Übergabe der Infotafel eingeladen. „Ein Vertreter der Conti Tech A.G. war anwesend und er will sich in der kommenden Woche telefonisch mit mir in Verbindung setzen,“ berichtet Horst Dralle vom Arbeitskreis. „Das ist der erste persönliche Kontakt mit einem Conti-Vertreter in den sieben Jahren seit Bestehen der Arbeitskreises gewesen und wir sind gespannt, wie er sich weiter entwickeln wird.“

Der Arbeitskreis arbeitet weiter daran einen Erinnerungsort zu schaffen. Möglich ist, dass die Gedenkstätte eine Lagerecke des KZ einbezieht - wahrscheinlich diejenige, die dem Kanal am Nächsten ist. Dieses Gelände befindet sich nicht im Eigentum der Wasserstadt Limmer GmbH & Co. KG, sondern es ist nach wie vor städtisches Gelände.

 

www.kz-limmer.de
 

 

Text/Fotos: Evelyn Schaefer

Letzte Änderung: 12.04.2015

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Mitarbeiterinnen des Arbeitskreises präsentieren die Infotafel. Sie entstand in Zusammenarbeit der Stadt Hannover.

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Die Enthüllung der Informationstafel bildet den Abschluss einer Bustour im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Facetten der Befreiung“.

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Persönliche Texte machen betroffen.