Bericht 12-15

 

 

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Mi, 04.03.2015, Wasserstadt: Bürgerdialog geht weiter
„Man kann den Sack jetzt nicht zumachen ...“

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„Man kann den Sack jetzt nicht zumachen ...“

… meinte Uwe Bodemann nach Ablauf der „Planungswerkstatt“ zur Wasserstadt Limmer am 4. März im Freizeitheim: „Wir wurden von vielen Anregungen beflügelt und es war Wert, die Diskussion noch einmal zu eröffnen.“ Die kommende Präsentation am 14. April (18 Uhr Freizeitheim Linden) soll nicht die letzte sein, ein weiterer Termin zur Bürgerbeteiligung ist für den Mai geplant.

Vorstellen will die Stadt dann einen sogenannten „Themenplan“ für die geplante Großsiedlung. Einen neuen städtebaulichen Entwurf – nach dem umstrittenen „Spengler-Plan“ vom Februar 2014 - soll es laut Bodemann nicht mehr geben. Dem Vernehmen nach gibt es aber bereits eine Verständigung darüber, dass die moderierte Bürgerbeteiligung auch bei der anschließenden Aufstellung eines Bebauungsplans fortgesetzt werden soll.

Im Saal des Freizeitheims hatten sich rund 90 Menschen versammelt: viele BürgerInnen aus Limmer aber wie auch bei den vorangegangenen „Werkstätten“ Vertreter von Bauwirtschaft, Verwaltung und lokaler Politik. Die Moderatoren Kirsten Klehn und Klaus Habermann-Nieße vom Büro „planzwei“ führten in den Abend ein und kündigten die Erarbeitung eines gemeinsamen Votums zu den strittigen Themen Einwohnerzielzahl und soziale Durchmischung an.

Doch zunächst gab es einleitende Kurzstatements: Auf der Bühne standen u.a. Projektentwickler Bernd Hermann: „Wir wollen ein Angebot machen, aber niemanden zwingen“, Grünen-Baupolitiker Michael Dette“ „Urban, lebendig und sozial durchmischt, bis zu 2.000 Wohneinheiten“, Anwaltsplaner Sid Auffarth: „Höchstens 25% Sozialwohnungen“ und VertreterInnen der Stadtteilinitiativen. Den meisten Beifall bekam Thomas Berus von der BI Wasserstadt, der – entsprechend dem Kronsberg – als maximale Dichte 100 Einwohner pro Hektar bei etwa 1000 Wohneinheiten forderte: „Die vorgelegten Pläne müssen massiv verändert werden.“

Anschließend ging es in Kleinst- und Untergruppen an die „Meinungsbildproduktion“, deren Ergebnisse in der Schlussrunde vorgestellt wurden. Danach möchte die Mehrheit der Anwesenheit tatsächlich eine Halbierung der von Stadt und Investor Papenburg anvisierten Einwohnerzahl von 5000. Ob sich mit der Hälfte – also den mehrheitlich favorisierten 2.500 Neu-Limmerianern – eine funktionsfähige Siedlung mit intakter Infrastruktur gestalten lässt, bleibt abzuwarten. Konsens bestand in der Frage der sozialen Durchmischung: Der Anteil der geförderten Wohnungen soll bei etwa 25 Prozent liegen.

 

Wolfgang Becker

 

Infos zum Thema im Internet:
wasserstadt-dialog.info
hannover.de/wasserstadt  (Stadt)
wasserstadt-limmer.org  (BI)
wasserstadt-limmer.de  (Investoren)

 

Text/Fotos: Wolfgang Becker / Klaus Öllerer
Letzte Aktualisierung: 06.03.2015

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Planzwei-Moderatoren: Kirsten Klehn und Klaus Habermann-Nieße