Bericht 11-15

 

 

© Copyright    Die Inhalte angeführter Links und Quellen werden von diesen selbst verantwortet.

Mi, 25.02.2015, Gastwirtschaft Rackebrandt
40. Wirtschaftsforum Lebendiges Linden
Einladung/Tagesordnung

Beitrag kommentieren
Nach dem ersten Beitrag wird ein Diskussionsforum eingerichtet.

Beim 40. Wirtschaftsforum erschienen beinahe 50 Besucher, was als überdurchschnittlich bezeichnet werden kann. Durch das Treffen führte Peter Hoffmann-Schoenborn. Er ist im Vorstand der Faust-Stiftung und im Netzwerk Archive Linden-Limmer e.V. engagiert.

Ihme-Zentrum

Angesichts der erfolgreichen Versteigerung vom selben Tag wurde dieses Thema kurzfristig aufgenommen.

Thomas Ganskow von der Bürgerinitiative BLIZ äußerte sich positiv zum Ergebnis. Immerhin habe der Investor als alleiniger Bieter 60% mehr ausgegeben, als unbedingt notwendig gewesen wäre.

Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube äußerte sein Misstrauen, da über den Anbieter nichts weiter im Internet zu finden sei.

Inzwischen wurde jedoch bekannt, dass der erfolgreiche Bieter sich persönlich vorher bei OB Schostok vorgestellt und einen eher positiven Eindruck hinterlassen hatte.

TOP Handel und Dienstleistung - Schwerpunkt des Abends

In einer Eingangspräsentation stellte Peter Hoffmann-Schoenborn die Entwicklung von Einzelhandelsgeschäften in Linden dar. Gab es früher an jeder Ecke irgendeinen Laden, so werden diese heute für andere Zwecke genutzt (Kindergruppe, Wohnung, Gewerbe).

Einzelhandelskonzept der Stadt Hannover

Wolfgang Mues, Sachgebietsleiter Flächennutzungsplanung, stellte das 2011 beschlossenen Konzept in einer umfangreichen Präsentation vor.

Wesentliche Bestandteile des Konzeptes sind:
* die Einführung einer Zentrenhierarchie für die Einkaufsstandorte in Hannover,
* die Abgrenzung der Zentralen Versorgungsbereiche (mit Ergänzungs- und Entwicklungsbereichen),
* die „Hannoversche Liste“ der zentrenrelevanten und nicht zentrenrelevanten Sortimente,
* die Abgrenzung von Sonderstandorten für Einzelhandel außerhalb der Zentralen Versorgungsbereiche,
* die Formulierung von Zielen und Grundsätzen für die räumliche Einzelhandelsentwicklung.

Das Konzept beinhaltet detaillierte Regelungen zur Ansiedlung von Einzelhandel, um zu starke Konkurrenz von außerhalb des Citybereiches zu vermeiden. Mehr gibt es hier mit umfangreichen Plänen und Zuweisungen.

Es wurde ein Gutachter aus Hamburg zitiert, der die Ansicht vertrat, dass zwei zusätzliche Zentren im Westen und Osten von Hannover die Innenstadt “überflüssig” machen würden.

Gewerbekatalog Deisterstraße

Der Vorsitzende der Standortgemeinschaft Deisterkiez e.V., Erol Slowy, präsentierte den in großer Fleißarbeit erstellten Gewerbekatalog. Dort sind akribisch alle relevanten Daten der Geschäfte vor Ort aufgelistet. Das soll dazu dienen, um Veränderungsprozesse rechtzeitig zu erkennen und begegnen zu können. Mehr gibt es hier.

Standortgemeinschaften/-management, Grenzen des Ehrenamtes

Die anwesenden Vertreter der drei Standortgemeinschaften aus Linden-Süd, -Mitte und -Nord schilderten Ihre Entwicklung und die große Belastung, die bei der Ausübung der Ehrenämter auftreten. Dabei sind in der Regel einige wenige Aktive oft bis an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit im Einsatz. Das Einwerben von Geldern zur Finanzierung anstehender Aktivitäten sind immer wieder ein großes Problem.

“Bitte ein BID”

Hans-Herrmann Buhr von der IHK-Hannover stellte dieses neue Konzept zur Entwicklung des Einzelhandels vor. Doch leider war der Laptop zu diesem Zeitpunkt ausgefallen. So musste er in reinen Worten versuchen darzustellen, um was es eigentlich ging. Viele Anwesende waren dabei überfordert. Klar wurde aber, dass es ein Mittel sein kann gegen Trittbrettfahrer unter den Gewerbetreibenden. So nehmen bspw. am Limmerstraßenfest viele Geschäfte teil, ohne einen entsprechenden Beitrag für die Durchführung des Festes zu leisten.

Hier zum besseren Verständnisses ein Auszug aus der Homepage der IHK:

“Bundesweit wird die Einrichtung sogenannter Business Improvement Districts diskutiert. Dies sind räumlich klar umrissene Areale in Stadtzentren oder Stadtteilen, in denen von Immobilieneigentümern (und ggf. Gewerbebetreibenden) Maßnahmen zur Stärkung des Standortes durchgeführt werden.

Finanziert werden die Maßnahmen durch eine verpflichtende Abgabe der Eigentümer im Areal, wenn eine bestimmte Zustimmungsquote erreicht oder einer bestimmte Ablehnungsquote nicht überschritten wird. Einzelne Bundesländer haben ein entsprechendes Gesetz verabschiedet, in anderen Ländern wird intensiv über den Vorzug von Gesetz oder Freiwilligkeit diskutiert. Die IHK informiert über das Instrument BID selbst und gibt beratende Hinweise bei konkreten Projekten.” Kontakt gibt es hier.

TOP Aktuelle bauliche Entwicklungen im Stadtteil

Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube stellte aktuelle Entwicklungen bei Bau- und Sanierungsvorhaben vor.

 

TOPs “Lindener Wurzeln” und “Süß Sauer” ...

... fielen wegen Ausfall des Laptops aus.

 

Standortgemeinschaften

Linden-Nord - Aktion Limmerstraße e.V.

Linden-Mitte - LindenGut e.V.

Linden-Süd, Deisterkiez e.V.

 

Das nächste, 40. Wirtschaftsforum, wird am 17.06.2015 stattfinden

 

Fotos/Text: Klaus Öllerer
Letzte Aktualisierung: 01.02.2015

2015.02.25_P2250819_1

Das Verschwinden der Einzelhandelsgeschäfte in Linden am Beispiel rund um die Rampenstraße zeigt Peter Hoffmann-Schoenborn in einer Präsentation.

2015.02.25_P2250811_1

Beinahe 50 Teilnehmer waren erschienen.

2015.02.25_P2250887_1

Der Vorsitzende der Standortgemeinschaft Deisterkiez e.V., Erol Slowy, präsentierte den in großer Fleißarbeit erstellten Gewerbekatalog.

2015.02.25_P2250913_1

Hans-Herrmann Buhr von der IHK-Hannover stellte das neue Konzept BID zur Entwicklung des Einzelhandels vor.

2015.02.25_P2250836_1

IWolfgang Mues, Sachgebietsleiter Flächennutzungsplanung, stellte das 2011 beschlossenen Konzept in einer umfangreichen Präsentation vor.