Bericht 49-14

 

 

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Mi, 22.10.2014, Gastwirtschaft Rackebrandt
39. Wirtschaftsforum Lebendiges Linden
Einladung/Tagesordnung

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Nach dem ersten Beitrag wird ein Diskussionsforum eingerichtet.

Beim 39. Wirtschaftsforum erschienen angesichts des Hauptthemas Kultur Interessierte und Aktive in großer Zahl. Insgesamt versammelten sich etwa 80 Personen. Durch das Treffen führte Peter Hoffmann-Schoenborn. Er ist im Vorstand der Faust-Stiftung und im Netzwerk Archive Linden-Limmer e.V. engagiert.

TOP Kultur - Schwerpunkt des Abends

In einer Eingangspräsentation stellte Peter Hoffmann-Schoenborn zuerst die Außensicht auf Hannover und Linden dar, gefolgt von der Binnensicht der Lindener auf ihren Stadtteil selbst. Die Außensicht auf Linden wird vielleicht am typischsten durch folgenden Satz aus einer Merian-Schrift wiedergegeben:

"Linden ist anders - Bis 1920 war es eine eigene Stadt mit eigenem Selbstverständnis. Heute versprühen Künstler und andere Kreative dieses Geist von Eigenheit. Moderne in alten Gemäuern. Das zieht magisch an."

Die Lindener selbst sind da viel pragmatischer. Ihnen gefällt besonders die vertrauliche Nachbarschaft und die vielfältige Kommunikation im Stadtteil, wie verschiedenen gezeigten Interviews zu entnehmen war.

Medienwerkstatt Linden

Wolfgang Becker von der Medienwerkstatt Linden zeigte vorab Ausschnitte aus dem Film "Schmelztiegel Lindener Markt" aus der Filmreihe "Filmgeschichten zum 900. Geburtstag von Linden".

"Der schillernde Begriff Kultur"

Hans-Jörg Giesecke gab eine unterhaltsame Zusammenstellung verschiedener Sichtweisen auf die Kultur zum Besten. Angefangen von "Kultur ist alles, was der Mensch geschaffen hat" arbeitete er sich zu einer Definition durch, die bereits Friedrich Schiller so formulierte:

"Die bildende Funktion der Kultur kann zwischen Stoff und Form, zwischen Sinnlichkeit und Geistigkeit vermitteln und ermöglicht somit die Konstitution des <schönen>."

Kultur im Stadtteil

Kultur- und Schuldezernentin Marlis Drevermann sprach in ihrem Vortrag über die Kultur, die aus dem Arbeiterstandort Linden entstand. Ein Aspekt sei, das die Kulturschaffenden im Stadtteil leben und arbeiten. Besonders die Kulturstätten Faust und das Freizeitheim sind hier wichtig. Die Freizeitheime sollten umbenannt werden in Kulturstätten. Faust sei ein Beispiel, das Künstler hier gebraucht werden.

Kunstverein Kunsthalle e.V.

Anna Grunemann vom Kunstverein Kunsthalle e.V bei Faust berichtete über Konzept, Umsetzung und die zahl- und weitreichenden Künstlerkontakte. Ihr Vortrag endete mit der Aufforderung: "Kunsthalle Hannover e.V. ist das Salz in der Suppe! Werden Sie Mitglied!"

Kunst und Wirtschaft - Lindener Galeristen berichten

Achim Leseberg von der Galerie Falkenberg in der Falkenstr. berichtet von Besuchen der Ausstellungen, die von weit her kommen. Die Galerie sei unabhängig. Durch eine neue EU-Regelung zur Mehrwertsteuer wird diese von 7% auf 19% erhöht. Das führe zu eine Absenkung "von 12% unseres Eigentums" so Achim Leseberg.

M. Wolfstein von der Galeria Luna ist auch von der Erhöhung der Mehrwertsteuer betroffen und sieht es auch so wie sein Vorredner Achim Leseberg. Die Galeria Luna vermisst die Kinder von der Albert-Schweitzer-Schule, die nach ihrem Umzug als Besucher ausbleiben.

TOP Gessner & Jacobi

Geschäftsführer Heinrich Jacobi von Gessner & Jacobi stellte die weiteren baulichen Planungen am Standort Falkenstr./Jacobsstr. vor und schilderte die Entwicklungsgeschichte des Autohauses. Die Gründung erfolgte 1820 (!) als "Heinrich Jacobi Wagenbau" am selben Standort. Heinrich Jacobi sieht sich mit dem Stadtteil verbunden und findet, dass die Vorteile als Standort überwiegen. Linden geht nach vorne und prosperiert mit der Stadt.

TOP Verschiedene Aktivitäten

900 Jahr Linden

Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube stellte den Verlauf des Logowettbewerbes vor. Außerem teilte er mit, dass es eine Spende von 10.000 € von Madsack/HAZ gebe, die für eine zentrale Veranstaltung am 03.05.2015 mit Moderation am Lindener Markt vorgesehen sei. Außerdem wird es dazu eine Beilage der HAZ geben.

Siehe auch 900Linden.de und 900jahrelinden.de

Zettelbox

Gert Schmidt stellte das Projekt Zettelbox vor.

Dabei wird Altpapier zu einem Veranstaltungskalender mit integrierter Zettelbox aufgewertet. Dafür wird noch einseitig  bedruckbares Altpapier gesucht, um daraus Zettelboxen herzustellen.

Kalender 2015

Zwei Kalender für 2015 wurden vorgestellt bzw. angekündigt von Gunnar Werner und Ralf Hansen

Der Weihnachtsmarkt am Küchengarten

findet diesjährig vom 12.12. bis 21.12, von 12:00 bis 21:00 statt.

Das Himmlische Vergnügen

am 06.12, rund um den Lindener Markt

Linden süß-sauer

Peter Hoffmann-Schoenborn schloss die Veranstaltung ab mit einem Blick auf ein Problemhaus am Schwarzen Bär. Dort befindet sich seit längerer Zeit ein Baugerüst mit Planen an einem Haus als Schutz vor bröckelnder Bausubstanz. Von Bauarbeiten gibt es jedoch keine Spur. Die Ursachen liegen vermutlich in Uneinigkeiten der Eigentümer, einer Erbengemeinschaft. Für die Bewohner ist das sehr belastend  Wie die Fotos (unten) zeigen, kann man sich damit jedoch teilweise sogar arrangieren.

 

Standortgemeinschaften

Linden-Nord - Aktion Limmerstraße e.V.

Linden-Mitte - LindenGut e.V.

Linden-Süd, Deisterkiez e.V.

 

 

Der Termin für das 40. Wirtschaftsforum wird am 25.02.2015 stattfinden

 

Fotos/Text: Klaus Öllerer
Letzte Aktualisierung: 27.10.2014

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Irgendwie zutreffend: aus der Präsentation von Peter Hoffmann-Schoenborn zur Sichtweise auf Linden.

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Besucherrekord: etwa 80 Teilnehmer waren erschienen.

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... des Films "Schmelztiegel Lindener Markt".

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"Der schillernde Begriff Kultur" von und mit Hans-Jörg Giesecke.

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Kultur- und Schuldezernentin Marlis Drevermann spricht über "Kultur im Stadtteil".

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IWolfgang Becker von der Medienwerkstatt Linden zeigt vorab Ausschnitte aus der Filmreihe "Filmgeschichten zum 900. Geburtstag von Linden" am Beispiel ...

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Achim Leseberg von der Galerie Falkenberg und M. Wolfstein von der Galeria Luna berichten über ihre Situation.

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Anna Grunemann vom Kunstverein Kunsthalle e.V. bei Faust berichtet über Konzept, Umsetzung und die zahl- und weitreichenden Künstlerkontakte.

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Geschäftsführer Heinrich Jacobi von Gessner & Jacobi stellt die weiteren baulichen Planungen am Standort Falkenstr./Jacobsstr. vor.

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Dauergerüst am Schwarzen Bär und ...

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... so sieht es teilweise dahinter aus.