Bericht 43-14

 

 

© Copyright    Die Inhalte angeführter Links und Quellen werden von diesen selbst verantwortet.

Do., 10.07.2014, Bürgerbeteiligung Wasserstadt
Jeden Tag eine gute Stadt

Beitrag kommentieren
Nach dem ersten Beitrag wird ein Diskussionsforum eingerichtet.

Bürgerbeteiligung geht anders. Dies war der Eindruck am 15. September auf der Sitzung der Sanierungskommission Limmer. Die Auslegung des Bebauungsplans für die „Pferdewiese" sollte beschlossen werden. Der Spar- und Bauverein möchte hier zweigeschossige Gebäude mit 45 Wohnungen errichten. Doch die Verwaltung hatte den Mitgliedern der Kommission unvollständige Unterlagen zugesandt. „Wir sollen hier über einen Phantomplan abstimmen", ärgerte sich SPD-Vertreter Eike Geffers. Besonders peinlich, dass die anwesenden städtischen Planer auf den Abend schlecht vorbereitet waren: Leinwand, Beamer und Notebook standen bereit, aber es gab keinen USB-Stick, um die vorhandenen Pläne auch den zahlreich erschienenen BürgerInnen vorzustellen. Ein ganz schlechter Auftakt für die Diskussion über die zukünftige Wasserstadt. Im Ergebnis wurde die Entscheidung auf eine gemeinsame Sitzung mit dem Stadtbezirksrat Linden-Limmer vertagt.

Besonders sauer reagierte das Publikum auf die lapidare Ankündigung des Planers Hans-Heiner Schlesier zum lange angekündigten Konzept der Stadt zum Thema Bürgerbeteiligung: „Es wird am 14. Oktober hierzu eine Bürgerversammlung mit dem Oberbürgermeister Stefan Schostok geben. Inhaltlich möchte ich dem OB nicht vorgreifen". Alle weiteren Fragen wie zum Beispiel nach einer Anwaltsplanung, die das Vertrauen der Initiativen vor Ort genießt, blieben unbeantwortet. „Eine Bürgerbeteiligung, die nur dazu dient, dass sich die Stadtverwaltung in Szene setzt um anschließend ihre Planung durchzudrücken, ist eine Farce", lautete das Fazit der Bürgerinitiative Wasserstadt.

Drei Aktivisten übergaben dem Oberbürgermeister am 17. September im Rathaus eine entsprechende Pressemitteilung. Am Rande eines Pressegesprächs zum geplanten Stadtdialog  „Mein Hannover 2030" mit dem Slogan „Jeden Tag eine gute Stadt". Diese am 29. September beginnende Debatte zur Stadtentwicklung – Gesamtkosten 1,2 Millionen € - soll sich bis Anfang 2016 hinziehen. Spannend also auch für die weitere Diskussion zur Wasserstadt Limmer auf dem ehemaligen Conti-Gelände mit nach den aktuellen Plänen über zweitausend neuen Wohnungen. Ob die Stadtverwaltung bereit und in der Lage ist, hierzu einen „ergebnisoffenen Dialog" mit den Bürgern zu führen, bleibt abzuwarten.

 

Text: Wolfgang Becker

Bilder: Wolfgang Becker/Evelyn Schaefer/Klaus Öllerer
Letzte Aktualisierung: 20.09.2014

2014.09.17_OB_Stefan_Schostok_im Dialog_1_1

OB Stefan Schostok im Dialog mit Aktivisten der BI Wasserstadt am anderen Ende des Tisches am 17. September bei einem Pressegespräch zum geplanten Stadtdialog im Rathaus.

2014.09.15_IMG_3558_1

Sanierungskommission Limmer am 15. September im Gemeindehaus St. Nikolai

2014.09.17_OB_Stefan_Schostok_und  Baudezernenten_Uwe Bodemann_1_1

Vorstellung von OB Stefan Schostok und  Baudezernent Uwe Bodemann beim Pressegespräch zum Stadtteildialog.

2014.09.02_007_hll_Bus_1

Die Stadt hatte einen Bus für die Rundfahrt zur Verfügung gestellt.