Bericht 39-14

 

 

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Do., 10.07.2014, Ein Park für Alle in Linden-Süd
Vorentwurf zeigt gelungene Umsetzung

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Das westliche Ihmeufer zwischen der Benno-Ohnesorg-Brücke und der Legionsbrücke erfreut sich generations- und milieuübergreifend großer Beliebtheit. Nun wird es zu einem Stadtteilpark umgestaltet. Am 10.07.2014 präsentierte die Stadt Hannover, unterstützt vom Moderationsbüro „mensch und region", einen Vorentwurf für den ersten Bauabschnitt des neuen Parks. Der städtische Fachbereich Umwelt und Stadtgrün beteiligte seit Ende letzten Jahres Nutzerinnen und Nutzer aus Linden-Süd an der Planung des Stadtteilparks. In zwei Workshops wurden die Wünsche und Vorstellungen der Beteiligten aufgenommen und Fachleute machten sich daran, die Ideen in die Pläne einfließen zu lassen. Bald wird der Entwurf den politischen Gremien vorgelegt und Ende diesen Jahres wird der Ratsbeschluss erwartet. Wenn alles glatt geht, wird Ende 2015 mit dem Umbau begonnen.

Der neue Park wird einen gelungenen Mix zwischen Action und Erholung bieten, er soll barrierefrei, behindertengerecht und für junge und alte Menschen nutzbar sein. Nicht ganz in der Mitte der Grünanlage befindet sich ein Bolzplatz. Er wird abgebaut und in der neu entstandenen aktiven Zone wird es einen Basketballplatz, eine Skater- und Inlinerbahn sowie einen Stangen-Fitnesswald geben. Ein Fitnessparcours für alle Altersklassen rundet das Sportangebot ab.  Eine barrierefreie Rampe wird ans Wasser führen, ähnlich der neuen Pontons am Ihmepark. Hierbei soll es keinen direkten Zugang ins Wasser geben, eine Aussteigestelle für Kanuwanderer ist in Planung. Alle Wege werden verbreitert und an der Legionsbrücke wird die Treppe durch eine breite Rampe ersetzt, gilt es doch den Höhenunterschied von vier Metern bis zum Ihmeufer barrierefrei auszugleichen.

Nördlich und südlich der Sportplätze ist viel Platz für Ruhe und Erholung zwischen Auestraße und Ihme. Die großen Bäume des Parks bleiben erhalten, einige Weiden sind allerdings so krank, dass sie nächstes Jahr verschwinden müssen. Es werden neue gepflanzt. Im nördlichen Bereich laden ein großer Platz mit vielen Sitzmöglichkeiten zum Verweilen am Wasser ein.

Das Quartiersmanagement unterstützt ein begehbares Kunstprojekt für den Stadtteilpark, es soll von Lindenern mit eigener Hand gestaltet werden. Bemalte Bodenplatten oder vielleicht welche mit Mosaiken oder aber mit Buchstaben, die ein nettes Wort bilden. Alles ist noch offen. 

Entlang der vorhandenen Wege wuchern Sträucher und Gestrüpp und der Blick auf die dahinter liegenden Wiesen bleibt versperrt. So entstehen geheime Plätze an denen oft nichts Gutes geschieht. Die Büsche werden bei den Umbaumaßnahmen ausgelichtet. Der Stadtteilpark Linden-Süd soll insgesamt weitläufiger und übersichtlicher werden. Viel mehr Menschen als jetzt halten sich zukünftig dort auf. Und die Sportmöglichkeiten, die es in dieser Art bislang in Hannover noch nicht gibt, werden sicher viele Trendsportler anlocken. Familien, Senioren, junge und alte Menschen werden den Park beleben. Ob das veränderte Publikum die soziale Kontrolle an diesem Ort unterstützen wird, soll sich zeigen - die kritisch beäugten Dauernutzer samt (holzverkleideten) Dixiklo bleiben, der Park ist für alle Menschen da.

 

Text/Bilder: Evelyn Schaefer
Letzte Aktualisierung: 25.07.2014

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Bürger und Vertreter der Stadt im Gemeindesaal der Erlöserkirche

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Blick von der Legionsbrücke in Richtung Ihmezentrum: hier wird der Stadtteilpark nach den Ideen der Anwohner umgestaltet.

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Die schöne Ahornallee an der Auestraße bleibt erhalten.

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Der Vorentwurf wird vorgestellt