Bericht 33-14

 

 

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Sa, 28.06.2014, AGLV und Freunde bei:
"Bier, Kultur und Lindener Geschichten"

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Fröhliche Klänge vom Schifferklavier und lecker Matjes, literarische Beiträge und ein Plausch mit den Tischnachbarn. Das traditionelle Matjesessen im „Stern" ist in jedem Jahr ein fester Punkt im Terminkalender der AGLV. Am 28. Juni servierten die Wirte Claudia und Andreas Klitz wieder Pellkartoffeln und Matjes in verschiedenen Variationen. Die 50 Anwesenden ließen es sich schmecken. Als Dessert kredenzten Rolf Harre und Horst Bohne Geschichten aus ihrer Kinderzeit im kriegsgebeutelten Linden.

Im alten Linden-Süd war Harre zuhause. Er erzählte von der „Rue de Charlotte", Ruinen als Abenteuerspielplatz und dem Klo auf halber Treppe, wo sich manchmal die halbe Nachbarschaft traf. Undenkbar ist „Bier, Kultur und Lindener Geschichten" ohne den „Lindemann" von Hans-Jörg Hennecke. Rolf Harre las eine kleine Geschichte aus der Feder des kürzlich verstorbenen Autors vor: Zwei Halbstarke Entenküken im Lindener Kleingarten und Lindemann als Oberente, na da war was los!

Horst Bohne, der in Linden-Nord aufgewachsene Stadtteilhistoriker, berichtete interessante Details aus seiner Lindener Schulzeit. Bohne las aus dem wohl letzten Werk von Hennecke vor, in dem Lindemann die Entstehungsgeschichte des 900-jährigen Linden rekapituliert: Was im Jahr 1115 gut gegen Blitzeinschläge war, ist anscheinend auch gut für ein schönes Zuhause. Nahe dem Lindener Berg wurde Graf Wittekind von einem Gewitter überrascht. Wittekind war gerade auf der Suche nach einer neuen Wirkungsstätte, angesichts der drohenden Gefahr erinnerte er sich an den weisen Rat seiner Oma: "Eichen muss man weichen, Buchen muss man suchen, Linden muss man finden. Und er  fand sie, genau hier, wo wir nun alle leben. Linden hatte seine Geburtsurkunde."

Hans-Jörg Hennecke trug seine Werke viele Jahre lang persönlich vor. Mit der charakteristisch knarzig-rauhen Stimme hat der den Geschichten eine unvergessene Lebendigkeit verliehen.
 

 

Text/Bilder: Evi Schaefer
Letzte Aktualisierung: 29.06.2014

 

 

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Im „Stern" haben sich Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft, Stadtteilpolitiker und Freunde zum Matjesessen getroffen.

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Musikalische Untermalung von Achim Meichow, nachher gibt's ein Verdauungsliedchen zum Mitsingen...

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... und ein Prösterchen auf das Leben in Linden!