Bericht 75b-13

 

 

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01.02.2014, Teil III: Große Überraschung in Limmer:
Inflationsbereinigt: Mietpreise immer billiger
Teil I: Einführung/Linden-Nord + Teil II: Linden-Mitte + Teil III: Limmer

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2013.11.19_Angebotsmieten-Trends_Limmer_inflationsbereinigt_empirica_2004_K_1

Eine sensationelle Überraschung: Mietpreisentwicklung (Neuvermietungen) inflationsbereinigt von Anfang 2004 bis Mitte 2012: Mietpreise immer billiger, um -0,53 %/Jahr bei empirica. Erst seit 2010 steigen die Angebotsmieten wieder. >> Grafik, groß

Limmer

Seit 2004 sind die Mietpreise bei Neuvermietungen gesunken. Erst ab 2010 ziehen sie wieder an.

Das wirft Fragen auf.

Kann es sein, dass auch die anderen Stadtteile im Stadtbezirk, ja vielleicht sogar in ganz Hannover ein Sinken zeigen würde, wenn man sie über einen längeren Zeitraum betrachtet?

Der Autor weiß es nicht, da diese Daten ihm nicht zur Verfügung stehen, aber der Verdacht liegt nahe. Denn auch Linden-Nord zeigt vor 2010 ein Absinken und Linden-Mitte sogar über einen längeren Zeitraum bei den Daten von empirica (siehe Grafiken nebenan).

Leider liegen nur für Limmer die Daten seit 2004 des Anbieters empirica vor. Bei den anderen Stadtteilen des Stadtbezirkes beginnen diese erst ab 2007.

Eine Analyse des Immobilienverbandes Deutschland (IVD) über die Kaltmieten seit 1992 über verschiedene Großstädte fügt sich in dieses Bild ein (siehe Grafik rechts).

Fazit

Angesichts dieser hier vorgelegten Untersuchnungsergebnisse liegt es nahe das emotionale Thema "Gentrifizierung" einer Neubetrachtung zu unterziehen.

Hinweis:

Da alles Durchschnittswerte sind, können die persönlichen Erfahrungen von Wohnungssuchenden im Einzelnen stark davon abweichen. Das sollte man dabei immer bedenken.

Wer mehr über die Daten und ihre Auswertung erfahren möchte, kann gerne mit dem Autor Kontakt aufnehmen.

 

Siehe auch:

Teil I: Einführung/Linden-Nord

Teil II: Linden-Mitte

Spezial: Gentrifizierung

 

Fotos/Text: Klaus Öllerer, 0170 92 60 771

Letzte Aktualisierung: 01.02.2014

 

Erläuterung

Viel wird über die Mietpreisentwicklung debattiert. Bisher wurde die Inflation nicht mit in die Mietpreisbetrachtungen einbezogen. Doch dieses erscheint notwendig, um ein realistisches Bild zu gewinnen.

Denn für Vermieter bedeutet eine stabile Miete einen ständigen Kaufkraftverlust. Während das für den Mieter mit Inflationsanpassung in der Einkommensentwicklung einen ständigen Kauftkraftgewinn bedeutet. Dem Autor sind Fälle bekannt wo ausgebliebene Mieterhöhungen über einen Zeitraum von 10 oder 20 Jahren bis zu über 20.000 € Gewinn für den Mieter bedeuteten. In diesen Fällen blieben allerdings auch entsprechende Sanierungen durch den Vermieter aus.

Fälle in denen Vermieter übertrieben hohe Mieterhöhungen verlangen sind dem Autor nicht bekannt. Eine frühere Aufforderung an Leser entsprechende Hinweise zu geben, blieben bisher ohne Ergebnis. Wer entsprechende Hinweise kennt, den bittet der Autor um Mitteilung.

 

2013.11.19_Angebotsmieten-Trends_Limmer_inflationsbereinigt_2007_K_1

Limmer: Ab 2007 zeigen beide Datenanbieter im Durchschnitt einen Anstieg von 1,0 %/Jahr (Immobilienscout24) und 0,73%/Jahr (empirica) >> Grafik, groß

2013.11.08_Angebotsmieten-Trends_1_Linden-Nord_2007-2010_2010-2013_1_1_1_1_1_K

Auch in Linden-Nord: Bis 2010 sanken die Mietpreise (-0,33% pro Jahr). >> Grafik, groß

2013.11.08_Angebotsmieten-Trends_Linden-Mitte_inflationsbereinigt_1_K_2

Auch in Linden-Mitte: Mietpreissenkung -0,3%/Jahr bei empirica, während Immobilienscout24 einen Anstieg von +1,6%/Jahr zeigt.

>> Grafik, groß

2013.05.04_Kaltmietenab1992_preisbereinigt_FAZ_2669191752_K_1_1

Billiger als Anfang der 90er: Inflationsbereinigte Entwicklung der Kaltmieten in München, Hamburg und Berlin nach Daten des Immobilienverbandes Deutschland (IVD).

FAZ v. 25.04.2013