Bericht 75a-13

 

 

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31.12.2013, Teil II: Überraschung in Linden-Mitte:
Teurer oder billiger? - Mietpreise inflationsbereinigt
Teil I: Einführung/Linden-Nord + Teil II: Linden-Mitte + Teil III: Limmer

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Eine echte Überraschung: Teurer oder billiger? Mietpreisentwicklung (Neuvermietungen) inflationsbereinigt von Anfang 2007 bis Mitte 2013: Gegensätzliche Ergebnisse zwischen billiger und teurer. >> Grafik, groß, aktualisiert 14.02.2014

Linden-Mitte

Die obige Grafik zeigt die inflationsbereinigte Mietpreisentwicklung bei Neuvermietungen (1) in Linden-Mitte von Anfang 2007 bis Mitte 2013.

Das Ergebnis irritiert.

Beide Datenlieferanten zeigen stark unterschiedliche Resultate.

Während empirica eine Mietpreissenkung (-0,3%/Jahr) anzeigt ist bei Immobilienscout24 (+1,8%/Jahr) das Gegenteil zu sehen

Hierfür gibt es bisher auch noch keine Erklärung. Auf eine Rückfrage des Autors entgegneten beide Datenlieferanten, dass ihre Zahlen in Ordnung seien. Einen Rechenfehler bei sich kann der Autor allerdings auch weitgehend ausschließen.

Was als mögliche Ursache bleibt ist eine unterschiedliche Datenerhebung. So zählt Immobilienscout24 nur die Angebote auf ihrer Internetseite, während empirica ein breiteres Spektrum sowohl im Internet, als auch in Zeitungen auswertet. Von daher sollte das Ergebnis bei empirica eigentlich repräsentativer sein.

Beiden Datensätzen ist gemeinsam, dass sie ohne Inflationsausgleich einen Anstieg der Mietpreise zeigen.

Fazit

Niemand kann derzeit mit Sicherheit sagen, ob im Durchschnitt die Mietpreise bei Neuvermietungen in Linden-Mitte inflationsbereinigt gestiegen oder gesunken sind und um wie viel.

In Linden-Nord sahen die Ergebnisse noch anders aus. Dort passten die Daten beider Anbieter recht gut zusammen, wie hier gesehen werden kann.

Da alles Durchschnittswerte sind, können die persönlichen Erfahrungen von Wohnungssuchenden im Einzelnen stark davon abweichen. Das sollte man dabei immer bedenken.

 

Wer mehr über die Daten und ihre Auswertung erfahren möchte, kann gerne mit dem Autor Kontakt aufnehmen.

 

Siehe auch:

Teil I: Einführung/Linden-Nord

Teil III: Limmer

Spezial: Gentrifizierung

 

Fotos/Text: Klaus Öllerer, 0170 92 60 771

Letzte Aktualisierung: 14.02.2014

 

Erläuterung

Viel wird über die Mietpreisentwicklung debattiert. Bisher wurde die Inflation nicht mit in die Mietpreisbetrachtungen einbezogen. Doch dieses erscheint notwendig, um ein realistisches Bild zu gewinnen.

Denn für Vermieter bedeutet eine stabile Miete einen ständigen Kaufkraftverlust. Während das für den Mieter mit Inflationsanpassung in der Einkommensentwicklung einen ständigen Kauftkraftgewinn bedeutet. Dem Autor sind Fälle bekannt wo ausgebliebene Mieterhöhungen über einen Zeitraum von 10 oder 20 Jahren bis zu über 20.000 € Gewinn für den Mieter bedeuteten. In diesen Fällen blieben allerdings auch entsprechende Sanierungen durch den Vermieter aus.

Fälle in denen Vermieter übertrieben hohe Mieterhöhungen verlangen sind dem Autor nicht bekannt. Eine frühere Aufforderung an Leser entsprechende Hinweise zu geben, blieben bisher ohne Ergebnis. Wer entsprechende Hinweise kennt, den bittet der Autor um Mitteilung.

 

2013.06.24_Zimmer2_Falkenstr_21A_K_1

Wohnungsknappheit in Linden-Mitte?

Diese Wohnung in der Falkenstr. fand 2013 über ein halbes Jahr lang keinen Mieter - trotz Mieterlass für die ersten drei Monate: 3 Zimmer, 100 qm, 6 €/qm, Dachgeschoss, kein Fahrstuhl, sonst guter Zustand. Möglicherweise war diese Wohnung den Interessenten nur nicht attraktiv genug.