Bericht 52-13

 

 

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Sa, 06.08.2013, Linden-Süd
Das Teilhabezentrum Linden

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Nach dem ersten Beitrag wird ein Diskussionsforum eingerichtet.

Inklusion bedeutet, dass alle Menschen vollständig und gleichberechtigt an allen gesellschaftlichen Prozessen teilhaben und sie mitgestalten können. Das hat Auswirkungen auf alle Beteiligten, auf die Angehörigen und auf die Gesamtgesellschaft. Rechtliche Betreuerinnen und / oder pflegenden Angehörigen sind insofern sehr mit eingebunden, weil sie dafür Sorge tragen, dass dem Willen der Menschen, um die es geht, entsprochen wird.

Dafür setzt sich dass das Teilhabezentrum-Linden (THL) ein. Seit der Eröffnung im November 2010 ist es zu einem festen Bestandteil im Quartiersleben geworden. Hier treffen sich Menschen und kommen „einfach" in Kontakt. Darüber hinaus bieten wir fachliche Beratung und pädagogische Begleitung durch die Angebote „Ambulant Betreutes Wohnen", „Tagestrukturierende Maßnahmen", „Mobile Unterstützungsdienste", „Kunstatelier Charlotte" und „Sozialpädagogische Familienhilfe". Nach Absprache besuchen wir die Menschen zu Hause oder laden sie zu uns ein und besprechen individuell ihre Anliegen. Wir unterstützen bei Behördengängen und bei der Beantragung von Leistungen.

„Wir haben bewusst diesen Standort in der Charlottenstraße 1 gewählt, denn hier in Linden ist es normal, wenn Menschen mit verschiedenen Fähigkeiten und Begabungen und aus unterschiedlichen Kulturen zusammenleben." So beschreibt Ingrid Lichtenberg, Leiterin des THL, ihr Aufgabengebiet. „Wir haben gelernt, dass wir zu den Menschen gehen müssen, wenn wir sie erreichen wollen". Dazu gehören die Feste Lindens, wie das „Fährmannsfest", „Lust auf Linden-Süd" oder das „Scilla-Blüten-Fest" genauso dazu, wie Veranstaltungen, die wir für unseren Stadtteil organisieren. Dies gelingt nur, wenn Menschen mit und ohne Behinderung zusammenarbeiten. Ohne das ehrenamtliche Engagement wäre das nicht mehr zu schaffen: Kaffeezeiten am Wochenende, Kunst und Kultur, Musik und Trommeln, Nähkurse und andere Veranstaltungen.

Am 09. Mai 2014 werden wir zum 4. Mal ein Familienfest auf der für den Autoverkehr gesperrten Charlottenstraße feiern. Unbeschwert fröhlich sein, steht dabei im Vordergrund, jedoch nicht, ohne die Anliegen der Menschen mit Beeinträchtigung aus dem Blick zu verlieren: Leichte Sprache, inklusive Veranstaltungen, ausreichend Wohnraum für Menschen mit wenig Einkommen, Barrierefreiheit (auch in den Köpfen) und Begleitung im Alltäglichen.

Herr Bernd Strauch, Schirmherr des THL, ist dieser Idee sehr verbunden und ist ein wichtiges Sprachrohr zur Politik. Im Herbst veröffentlicht die Lebenshilfe Hannover ihren „Aktionsplan Inklusion" und stellt diesen im Niedersächsischen Landtag vor.

Wir wünschen uns, dass das Teilhabezentrum „Normal in Linden" wird, das wir weiterhin auf ehrenamtliches Engagement zählen dürfen und das Barrieren in unserer Gesellschaft keine Chancen mehr haben.

Regelmäßig geöffnet ist das Teilhabezentrum am Wochenende (Samstag und Sonntag von 15:00 bis 18:00) mit wechselndem Programm, s. Aushang Charlottenstraße 1 oder mehr unter www.lebenshilfe-hannover.de (Teilhabezentrum-Linden) oder telefonisch: 0511 213 38 79, Frau Lichtenberg.

 

www.lebenshilfe-hannover.de

 

Text: Teilhabezentrum Linden/Fotos Evi Schaefer
Letzte Aktualisierung: 25.08.2013

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Das Teilhabezentrum lädt beim „Scillablütenfest" zu Kaffee und Kuchen ein.

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Kreativ beim Sommerfest: das Atelier Charlotte mal auf der autofreien Charlottenstraße.

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Arnold Schnittger (weißes Hemd) von „Nicos Farm e.V. , macht am 06.08.2013 Station im Teilhabezentrum Linden. Herr Schnittger wandert gemeinsam mit seinem behinderten Sohn Nico, der durch eine spastische Lähmung  auf den Rollstuhl angewiesen ist, von Flensburg an den Bodensee.

www.inwendig-warm.de

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Mittendrin: Musikbühne vor dem Teilhabezentrum. Stadtteilfest beim „Lust auf Linden-Süd".