Bericht 35-13

 

 

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Fr, 03.05.2013, Straßenfest vor dem Teilhabezentrum Linden
Inklusion verwirklichen

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v.li. Schirmherr Bürgermeister Bernd Strauch (SPD), Ingrid Lichtenberg, Teilhabezentrum der Lebenshilfe-Hannover, Moderator Klaus Riedel und der stellvertretende Bezirkbürgermeister Stefan Müller (DIE LINKE).

„Ich bin entscheidend" selbst entscheiden wo man wohnt und vor allem eine bezahlbare Wohnung in Linden finden, das war am 3.05.2013 das Motto und Kernthema des 3. Straßenfestes im Teilhabezentrum (THL) in der Charlottenstraße. Nicht nebeneinander, sondern miteinander: Behinderte und nichtbehinderte Anwohner von Linden-Süd feierten gemeinsam auf der autofreien Charlottenstraße. Strahlender Sonnenschein, ein buntes Bühnenprogramm, Clowns, Mitmachaktionen und viele Informationen zum Thema Inklusion sorgten für ein fröhliches Fest.

Alle Menschen wollen an der Gesellschaft teilhaben, gleichberechtigt und barrierefrei leben zu können ist ein Menschenrecht. Das Teilhabezentrum Linden realisiert den Inklusionsgedanken, es bietet Unterstützung bei der Suche nach Wohnraum und Begleitung im Alltag. Das Teilhabezentrum hilft bei der Gründung von Wohngemeinschaften und steht seinen Klienten beratend zur Seite.

Auf der Bühne vor dem Teilhabezentrum kommen Politiker und die Leiterin des THL zu Wort. Ingrid Lichtenberg berichtet über die Situation vieler behinderter Menschen „Es ist sehr schwierig Wohnungen für unsere Klienten zu finden, obwohl die Bedingungen gar so nicht schlecht sind. Wir begleiten die Menschen, sie sind versorgt und sie werden unterstützt, die Miete wird regelmäßig bezahlt."

Der Schirmherr des Teilhabezentrums, Bürgermeister Bernd Strauch (SPD) sieht Handlungsbedarf „Unsere Wohnungsbaugesellschaft GBH soll Wohnraum schaffen, damit die Menschen, die nicht so viel haben, die Miete bezahlen können", so der Bürgermeister. Außerdem sollten Unternehmen und Medien Menschen mit Behinderung akzeptieren und in Arbeit bringen, „Dann klappt das auch mit den Mietzahlungen!"

Der Bezirksrat Stefan Müller (DIE LINKE) ist von Beruf Straßenbahnfahrer auf der Linie 10. Ihm ist aufgefallen, dass es in Linden-Mitte und –Nord noch einiges zu tun gibt, was die Barrierefreiheit angeht. Mit dem Straßenfest des Teilhabezentrums solle man ein Zeichen setzen, „...dass die Menschen, die in Linden wohnen, sich das morgen und in den nächsten Jahren auch noch leisten können," so Müller.

Das Teilhabezentrum Linden der Lebenshilfe Hannover leistet seit der Eröffnung am 26. November 2010 einen wesentlichen Beitrag zur Inklusion und findet dabei viel Unterstützung von Ehrenamtlichen aus dem Stadtteil. Menschen mit und ohne Behinderung finden Begleitung und Unterstützung. durch das „Ambulant Betreute Wohnen", die „Sozialpädagogische Familienhilfe", die „Tagesstrukturierende Maßnahmen" oder dem „Mobilen Unterstützungsdienst".

www.lebenshilfe-hannover.de

 

 

Text/Fotos: Evi Schaefer

Letzte Aktualisierung: 23.05.2013

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