Bericht 26-13

 

 

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So, 21.04.2013, eine Polemik
"Freispruch für Klaus Öllerer" oder "Hilfe - Demokratie geht 'ja' gar nicht!"

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Eine Polemik

Dieses Ereignis hat mir den größten Lacher seit Langem beschert. Da hat sich doch Jemand wirklich die Mühe gemacht in meiner Vergangenheit zu wühlen, etwas zu finden, vielfach alte Zeitungen zu besorgen, zu kopieren und als Plakate des nachts - um nicht gesehen zu werden - in hoher Zahl rund um die Limmerstraße anzukleben. Da haben sich vermutlich einige Leute eines bestimmten Netzwerkes zuerst ihre Köpfe zusammengesteckt, um dann mehr oder weniger arbeitsteilig und aufwendig zur Tat zu schreiten. Und das alles natürlich anonym. Wo kommen wir denn da hin, wenn man gerade in Linden sich zu seinen Aktionen bekennen muss? Und eine dieser Taten war dann wohl auch das Verfassen eines - natürlich - anonymen Artikels im Lindenspiegel, der mit "ja" gekennzeichnet war, so dass "ja" niemand auf die Idee käme, er sei von dessen Eigentümer (hew) verfasst, der diesbezüglich  "ja" schon sehr einschlägig bekannt ist.

Als dann dieser Artikel erschien, konnte ich das wirklich nur noch mit Humor nehmen.

Aber der Reihe nach.

Solidarische Lindener

Als mich die Nachricht von den Plakaten an meinem fernen Urlaubsort zu Ostern erreichte, war sie auch mit einer echten Überraschung gekoppelt. Denn überraschend viele empörte Anwohner hatten in Eigeninitiative spontan alle Plakate abgerissen, die sie finden konnten. Für sie war vor allem das Denunziatorische und Anonyme der Plakate das Empörende und man zog Nazivergleiche. Als dann der Artikel erschien, war den meisten klar, das die Plakate nur geklebt wurden, um dazu diesen Artikel veröffentlichen zu können. Denn die Wirkung der Plakate allein dürfte ziemlich gegen Null gegangen sein. Wer liest sich diese Bleiwüste schon durch?

Was will der Artikel sagen?

oder die Feigheit vor dem Argument

In der Attitüde eines Beobachters geschrieben wird schnell klar, worum es im Text geht: Es ist meine Berichterstattung*, die der Kampagne Ahoi, Steffen Mallast und dem übrigen Netzwerk auf den Senkel geht. Ich hätte die Aktionen von Ahoi mehrfach verurteilt und Steffen Mallast "verbal" angegriffen - heißt es dort.

Och nö, Leute. Wo lebt Ihr eigentlich? Wollt Ihr die Presse und Linden-Limmer gleichschalten - auf dass Ahoi und Steffen Mallast sich besser fühlen? Sollen die entsprechenden Fakten unter die Omerta Eures Schweigens gestellt werden wie bei der Mafia?

Als altem Kölner kommt mir das "ja" wie Karneval vor - Täterätätä und Tusch!

In Wirklichkeit ist es wohl viel banaler:

Die Plakatierer haben keine Sachargumente gegen meine faktenstarke Berichterstattung und fühlen sich getroffen. Sie sind hilflos, denn Fakten sind Fakten. Und das macht Frust. Und das ist das Gegenteil von Lust. So einfach und billig ist das.

Mein Angebot zur Hilfe

Liebe Leute, Ihr habt die Demokratie immer noch nicht verstanden oder verstehen wollen. Um Euch aus dem Frust zu helfen, hier nun eine kleine Handreichung zum Verständnis der Demokratie.

Die Demokratie ist u.a. durch den freien Diskurs gekennzeichnet. Dabei wird zwischen den Personen und den Sachargumenten unterschieden. Angriffe auf die Person (ad hominem Attacken) sind dabei nicht erlaubt.

Der Diskurs besteht nun darin, dass die Personen frei sind die Sachargumente ihrer Wahl für Ihre Sichtweise zu nennen. Das hatte ich nun in meinen Artikeln* auch so gemacht. Und so müsst Ihr es auch machen. Dann könnten wir themenorientiert versuchen zu klären, was wie ist, woran es liegt und was gemacht werden kann, und jeder kann sich - wieder ganz frei - seine eigene Meinung dazu bilden. So kommen wir in einen Prozess der Erkenntnis, der allen helfen kann.

Also - ist doch gar nicht so schwer.

Das Thema könnten wir auch noch sehr schön weiter vertiefen.

Mein Angebot zum Gespräch

Ich kann mir gut vorstellen, wer Ihr seid und welchem relativ kleinen Netzwerk Ihr angehört.

Natürlich mache ich Euch ein Gesprächsangebot und empfehle es anzunehmen, wenn Ihr Euch nicht noch mehr blamieren wollt. Ihr seid doch auch sonst nicht so feige.

Also: Ruft mich an, wenn Ihr - wie gesagt - nicht zu feige dazu seid und nennt artig Euren richtigen Namen: 0170 92 60 771

Aber wahrscheinlich traut sich mal wieder keiner.

Oder sollte ich mich irren?

Klaus Öllerer

Letzte Änderung: 22.04.2013

 

* Quellen zur Berichterstattung:

Limmerstraße 98: Die Besetzung und die Gewaltfrage
>> mehr

Ziviler Ungehorsam - Was ist das? >> mehr

Gewaltfreiheit oder Beteiligungskultur? >> mehr

Gentrifizierung – eine Legende? - oder „Zuerst schießen - dann fragen" >> mehr
Spezial: Gentrifizierung >> mehr
 

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Plakatierung am Schmuckplatzplatz in Linden-Nord

Kämpfende Jugend Nr. 16, v. 13.09.1974

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Artikel im Lindenspiegel 04-13, S 4

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Durch empörte Anwohner abgerissenes Plakat.