Bericht 69-12

 

 

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So, 09.12.2012, Zehn Jahre Quartier e.V.
Ein kleiner Verein mit großem Erfolg

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Auf dem Lindener Bergfriedhof rieselte der Schnee und im barocken Küchengartenpavillon wurde auf den Tag genau das Zehnjährige Bestehen des Vereins Quartier gefeiert. Am 09. Dezember lud der Verein zu einem Empfang.
Zahlreiche FreundInnen aus dem kulturellen Umfeld des Küchengartenpavillons nahmen an der Feier teil.

Zehn Jahre sind nun wahrlich kein Alter für einen Verein, aber was Quartier e.V. in diesen  Jahren ehrenamtlich und mit privaten Mitteln auf die Beine gestellt hat, ist enorm. Der Lindener Berg mit seinem Jazz-Club, dem Mittwoch:Theater, der Sternwarte, dem Lindener Turmgarten, die Kleingärten, die Scillablüte und der Küchengartenpavillon: Quartier e.V. hat das alles nicht erfunden, jedoch zusammen geführt. All das gab es dort oben schon seit Jahrzehnten - die Institutionen und Vereine wirtschafteten lediglich für sich alleine. Vor 10 Jahren haben sich die „Bergleute" in Quartier e.V. zusammengetan und daran gearbeitet, die Besonderheiten des Berges hervorzuheben und der Öffentlichkeit vorzustellen. „Dieser Verein ist jung, arbeitseffektiv und breitenwirksam, er ist nicht wie andere Vereine, die kaum noch eine Jahreshauptversammlung auf die Beine gestellt bekommen. Ich möchte dem Verein für sein langjähriges Engagement für den Stadtteil Linden danken, für die Publikationen, Ideen und Aktionen, die viele Menschen informieren und auf den Berg gezogen haben." So  Bürgermeister Rainer Grube bei seiner Festrede.

Als Phänomen sei der jährliche Ansturm auf die Scillablüte genannt, dem „Geheimtipp", der längst keiner mehr ist. Begleitet durch einen "medialen Hype" lockt das Scillablütenfest Tausende Besucher nach Linden – auch als Kunden in die Geschäfte in Linden-Mitte und -Süd. Kritik übte Rainer Grube an den anliegenden Standortvereinen der Geschäftsleute. Diese profitieren zwar von den Aktivitäten auf dem Berg, jedoch ohne den Verein durch Spenden zu unterstützen.

Ein Verein bietet statt weiter Reisen bezahlte Führungen zu den Sehenswürdigkeiten unter anderem auf den Lindener Berg an. Zahlreiche Unternehmen verdienen an der ehrenamtlichen Arbeit des Vereins. „Wir haben einfach Glück gehabt.", sagte Vereinsvorstand Jonny Peter, „Ohne den Küchengartenpavillon hätte es den Verein Quartier in dieser Form nicht gegeben." Dieser Standort mache es leicht, kulturelle Veranstaltungen anzubieten. Eine Lesung unter der Kuppel des Küchengartenpavillons: das passt einfach zueinander.

„Zehn Jahre Einsatz für ein selbstloses Projekt, dass heute nicht mehr aus Linden weg zu denken ist". Der Stadtbauhistoriker Sid Auffarth lobte die fantasiereichen und rastlosen Begründer des Vereins auf dem Lindener Berg. „Der Verein hat den Ort und das Gebäude aus seiner Abgeschiedenheit in das rechte Licht gerückt". Der Küchengartenpavillon im Industrie- Arbeiterstandort Linden sei ein Barockgebäude mit Echtheitszertifikat, „...ein proletarisches Herrenhausen in Linden."

www.quartier-ev.de

Neue Broschüre "Der Lindener Bergfriedhof"
 

Fotos/Text: Evi Schaefer
Letzte Änderung: 14.12.2012

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Die Ausstellung im Küchengartenpavillon informiert über die Arbeit des Vereins Quartier e.V...

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Bezirksbürgermeister Rainer Grube (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) überreicht die Glückwünsche des Bezirksrates und ein großes Dankeschön für das langjährige Engagement der Mitglieder von Quartier e.V.