Bericht 50-12

 

 

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So.,16.09.2012, Wasserstadt Limmer
Die „25m² Minimalisten"

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Geplantes Wohnprojekt „25m² Minimalisten" von Transition Town auf dem ehemaligen Contigelände

Auf dem zukünftigen Gelände der Wasserstadt Limmer hat die Transition Town Initiative seit Anfang diesen Jahres ihren Sitz.  Mit der Hannover Region Grundstücksgesellschaft (HRG) hat Transition Town damals einen Vertrag abgeschlossen, in dem die kostenlose Nutzung der Fläche hinter der ehemaligen Feuerwehr genehmigt ist. Nun planen die Transition Town Betreiber und die Wohnungsgenossenschaft Gartenheim ein Wohnprojekt für „Existenzminimalisten".

Zentrales Element des Wohnprojekts ist es eine energiesparende Wohnform zu erschaffen, so Felix Kostrzewa  von Transition Town. Die ersten architektonischen Entwürfe zeigen den geplanten Umbau des ehemaligen Feuerwehrgebäudes. Dieses sollte komplett grundsaniert werden.

Erste Entwürfe für das Projekt der minimalistischen und energiesparenden Wohnform enthalten die Grundidee, dass jedem zukünftigem Bewohner ein Wohnbereich von 25 m² zusteht.  Felix Kostrzewa  betitelt die möglichen zukünftigen Bewohner in diesem Kontext deshalb als „25m²-Minimalisten".

Der vor erste Modellbau des KügäLi (Küchengärten Limmer) stellt neben den Wohnflächen auch einen Markt da, der für die BürgerInnen zugänglich sein soll. Dort sollen Produkte aus dem Eigenanbau des KügäLi  verkauft werden können. Wenn die Bürger sich bei dem Projekt beteiligen, können auch sie sich somit etwas dazu verdienen, erklärt Thomas Köhler von der Transition Town Initiative, beim Erläutern des Baukonzepts. Genaue Pläne für das Bauvorhaben sollen in den nächsten Wochen vorgelegt werden, damit diese in der kommenden Sitzung der Sanierungskomission Limmer, die Mitte Oktober stattfindet, besprochen werden können. Die Bürgerwerkstatt von Transition Town gab heute mehrere Workshops mit Themen wie Recycling, erneuerbare Energien und Selbstversorgung. Henning Marder gab einen Workshop, passend zum Anlass, indem die mögliche zukünftige Raumsituation für die praktische Umsetzung simuliert wurde. Dafür wurden 25 m² eines Raumes abgesteckt und mit Möbelstücken versehen, um auch die Lichtsituation nachzuahmen. Dabei stellen auch die Workshop Teilnehmer fest, dass so ein Wohnraum knapp werden könnte. Die Wohnprojektinvolvierten müssen bei der Konzepterstellung ihre Ansprüche, die Wohnkonstellation von Familien und alleinstehenden Bewohnern, die Einfluss auf die Raumaufteilung nimmt, berücksichtigen. Zudem steht auch noch nicht fest, inwieweit der geplante Ausbau der Wasserstadt Limmer Einfluss auf die vor ersten Baupläne hat. Möglicherweise wird das Gebäude oder Gebäudeteile abgerissen oder umgebaut. Ein Hindernis könnte außerdem sein, dass der Investor der Wasserstadt Limmer Papenburg der HRG schon ein Kaufangebot vorgelegt hat. Thomas Köhler geht dennoch davon aus, in dem „Kopf an Kopf Rennen" vorne zu liegen. Er meint, dass die Entscheidung letztendlich bei der Stadt und beim Bürger liegen werde.

 

Text: Vanessa Fenn / Bilder aus Präsentation bei der Kommission Sanierung Limmer am 10.09.2012
Letzte Änderung: 09.10.2012

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Gar nicht minimalistisch: Grünanlage

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„Wohnungen für den Existenzminimalismus" - ein Umbauprojekt für die Wasserstadt von Transition Town Hannover e.V. und Gartenheim eG.

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