Bericht 16-12

 

 

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So, 15.04.2012, Beobachtungen - links, rechts, religiös:
Extremismus in Linden

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Bezirksrat gegen Rechtsradikale

Auf seiner letzten Sitzung beschloss der Bezirksrat Linden-Limmer umfangreiche „Aktionen gegen den Rechtsradikalismus" durchzuführen. In diesem Extremismus sieht der Bezirksrat eine starke Bedrohung der Demokratie in Hannover und möchte eine Vorreiterrolle in der Kommunalpolitik einnehmen.

Wir haben das zum Anlass genommen einmal die Frage nach den anderen Extremen zu stellen, die die Demokratie hier im Stadtbezirk vielleicht auch bedrohen könnten.

Der religiöse Extremismus

Gegenwärtig ist viel von den Salafisten die Rede, die durch kostenlose Koranverteilungen auf sich aufmerksam machen.

Es ist wenig bekannt, dass diese sich bereits schon mindestens einmal in Linden geäußert hatten.

Im letzten Jahr fand eine gut besuchte Veranstaltung im Freizeitheim Linden statt, die sich gegen muslimische Extremisten wie die Salafisten wandte. Sie war veranstaltet von Muslimen und wurde vom Verfassungsschutz in einer Ansprache begrüßt.  Anwesend waren auch Salafisten. Muslimische Redner betonten das gerade Muslime deren Opfer seien.

Im anschließenden direkten Gespräch erzählte ein aus der Nordstadt stammender  Salafist, dass „Wer vom Islam abfällt, dem gebührt die Todesstrafe.".

Was würde geschehen, wenn die Salafisten auf der Limmerstraße stehen würden, um für ihre Ziele zu werben? Was wäre, wenn es ihnen gelänge eine nennenswerte Zahl von Anhängern hier zu gewinnen? Denn die Salafisten könnten von einem gewissen religiösen Nährboden profitieren, den es im Stadtbezirk gibt und der sich auch immer wieder zeigt (siehe weiter unten).

Würde unser heutiges Linden-Limmer dann so liebenswert bleiben können, wie es ist? Einen Eindruck vom Wirken der Salafisten vermittelt Spiegel TV aus Mönchen-Gladbach.

Was wollen die Salafisten?

Nach ihren eigenen Äußerungen wollen Salafisten den Gottesstaat und entsprechend talibanähnliche Verhältnisse in Deutschland. Das „Handabhacken" wäre normal, Steinigung bei Ehebruch, Schwule und Lesben müssen mit dem Tod rechnen, Frauen werden unter die "Burka" verbannt und unter die vollständige Vormundschaft von Männern gestellt.

Derzeit erleben die Salafisten in Deutschland einen Aufschwung und sie fühlen sich in der Offensive. Gerade deshalb fand auch diese Veranstaltung im Freizeitheim Linden im letzten Jahr statt.

Bundesweit führen sie derzeit Straßenstände durch und wollen insgesamt 25 Millionen Korane kostenlos verteilen. Für den Verfassungsschutz führen Wege von den Salafisten zu den Terroristen, da alle islamistischen Terrorverdächtigen der letzten Jahre vorher bei den Salafisten waren.

Es ist zu beobachten, wie islamistische Aktivitäten in den letzten Jahren zu mehr Einschüchterung führen. War es in den Jahrzehnten vorher eine Errungenschaft gegenüber den christlichen Kirchen Witz, Satire und Abfälligkeiten gefahrlos veröffentlichen zu können, so hat sich dieses Klima gegenüber dem Islam inzwischen gewandelt. Es gehören nun Mut und große Risikobereitschaft dazu sich über diese Religion lustig zu machen. Hat hier ein Stück Demokratie bereits den Rückzug angetreten?

Journalisten, die kritisch berichten, wurden inzwischen per Video im Internet als "Affen und Schweine" zu Freiwild erklärt (jetzt vom Netz genommen). In der Süddeutschen Zeitung beschreibt ein Islamwissenschaftler den Fundamentalismus der Salafisten in einem Video. Der Initiator der Koranverteilungen, Ibrahim Abou Nagie, betreibt Agitation gegen "Ungläubige" an einer deutschen Schule wie hier im Video zu sehen ist und die Bild zitiert ihn, dass er sich für Steinigungen ausspricht. Die FAZ zieht einen Vergleich zu arabischen Salafisten.

"Allahs deutsche Schwerter" ist ein sehr informatives 27 minütiges Video der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen über den Salafismus und sein Spielarten.

Islamisten wie die Salafisten sind nur eine Minderheit

Moderate Muslime sehen all dieses mit großer Sorge, wie man in Gesprächen leicht feststellen kann. Sie müssen darunter leiden, dass ihrem Glauben oft mit Negativurteilen begegnet wird für die sie sich selbst nicht verantwortlich fühlen. Denn für diese sind die Extremisten eigentlich keine Muslime, da sie  den Glauben nur für politische Zwecke missbrauchen würden.

Der nationale und ethnische Extremismus

Der Sportverein SV Linden 07 am Lindener Berg hatte jahrelang Probleme mit einigen türkischstämmigen Trainern und Spielern, die sich abkapselten und schließlich nicht mehr gegen Deutsche spielen wollten.

Schließlich gelang es dem Verein in beherzter Herangehensweise das Problem zu lösen und seine erfolgreiche Integrationsarbeit fortzusetzen. Wir berichteten darüber und das kann hier noch gelesen werden: "Wir spielen nicht mit Deutschen!"

Andere Extreme

Die früher stark vertretenen Anhänger einer marxistischen "Diktatur des Proletariats" sind heute eher integriert und zahm geworden, als dass sie eine noch extreme Rolle gegen die Demokratie spielen könnten.

Ein militanter Extremismus einer demokratiefernen alternativen Lebensart zeigte sich bei drei Hausbesetzungen im letzten Jahr. Dort wurde  - allerdings erfolglos - versucht durch mehrere Hausbesetzungen der Stadt ein "selbstverwaltetes Zentrum" abzutrotzen. Der Hausbesitzer der Limmerstraße 98 - ein ganz normaler ehemaliger Lindener mit Migrationshintergrund - wurde dabei mit seiner Familie einem immensen Druck ausgesetzt. Es war der Versuch ihn gewaltsam zu enteignen und er hat es mit erheblichen Folgeschäden überstanden. Der Bezirksrat verurteilte damals diese Besetzung.

Jede Art von Extremismus kann die Demokratie gefährden. Allerdings können Extremisten In geringer Zahl sogar eine Bereicherung von demokratischen Diskursen sein und alle können davon lernen. In größerer Zahl allerdings leidet die Demokratie und die lebensnotwendige Freiheit jedes Einzelnen würde mehr oder weniger stark eingeschränkt werden.

 

Text/Fotos: Klaus Öllerer
Letzte Aktualisierung: 26.06.2012

 

Islamistischer Nährboden in Linden?
Einige bezeugte Beobachtungen

Muslimische Mädchen ohne Kopftuch wurden vor einigen Jahren öffentlich gemobbt, was auch die Politik intern beschäftigte.

Eine islamistische, frauendiskriminierende und die westliche Demokratie verachtende Broschüre wurde auf einem Küchengartenfest angeboten, was zu einer Anfrage des Präventionsrates Linden-Limmer beim damaligen Bezirksrat führte.

Eine Frau in Linden-Nord wurde von ihrem muslimischen Nachbarn gemobbt, damit seine Tochter nicht sieht,  dass eine Frau auch alleine wohnen kann.

Ein Christ aus Linden-Nord wurde von einem muslimischen Fahrgast verbal mit dem Tode bedroht, als er in der Stadtbahn über seinen Glauben sprach, wie er berichtete.

In einem Interview für eine Zeitung durfte über die Religionsfreiheit nicht geschrieben werden, dass auch Muslime zu Christen werden können, da das die Nachbarn dieser Mitbürgerin in Linden empören würde. Es ist vielleicht nur wenigen bekannt, das zum Christentum konvertierte Muslime ihre Gottesdienste oft nur heimlich begehen können. Sie fürchten um ihr Leben. Und das in Deutschland.

Immer wieder ist von Frauen im strenggläubigen muslimischen Milieu zu hören, die von ihren männlichen Angehörigen u.a. an eigenständigen Kontakten nach außerhalb der Familie gehindert werden.

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Ein „Deutschsprachiger Islamkreis" ist Sitz der Salafisten in der Nordstadt, in der Kornstr. 25. Direkt schräg gegenüber befindet sich das "Unabhängige Jugendzentrum Kornstraße".

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SV Linden 07: Alles wieder im Lot - sportlich und stimmungsmäßig ist die Jugendarbeit wieder erfolgreich. >> mehr

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Auch zwei Salafisten waren auf der Veranstaltung erschienen und beteiligten sich an der Diskussion am 09.06.2011 im Freizeitheim Linden.

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Hausbesetzung der Limmerstraße 98 am 12.06.2011.

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Vertreter einer "Diktatur des Proletariats" marschieren von Linden   aus gegen Neonazis und für Demokratie am 01. Mai 2009 zusammen mit einem breiten Bündnis "bunt statt braun".

Infos über Salafisten

Salafisten auf einer Veranstaltung in Linden ("Wer vom Islam abfällt, dem gebührt die Todesstrafe").

Journalisten, die kritisch berichten, wurden inzwischen per Video im Internet als "Affen und Schweine" zu Freiwild erklärt (jetzt vom Netz genommen). In der Süddeutschen Zeitung beschreibt ein Islamwissenschaftler den Fundamentalismus der Salafisten in einem Video. Der Initiator der Koranverteilungen, Ibrahim Abou Nagie, betreibt Agitation gegen "Ungläubige" an einer deutschen Schule wie hier im Video zu sehen ist und die Bild zitiert ihn, dass er sich für Steinigungen ausspricht. Die FAZ zieht einen Vergleich zu arabischen Salafisten.

Spiegel TV schildert die Salafisten in Mönchen-Gladbach: "Salafisten-Vorschlag: Köpfen, Steinigen, Handabschlagen".

"Allahs deutsche Schwerter" ist ein sehr informatives 27 minütiges Video der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen über den Salafismus und seine Spielarten.

WDR3: Verführer im Namen des Propheten
Undercover in einer Berliner Salafisten-Moschee

heute-show im ZDF v. 21.04.2012:
"Salafisten, ein finsterer Verein"