Bericht 09-11

 

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Mi, 02.03.2010, Int
Festakt 20 Jahre FAUST
www.faustev.de

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„Früher mussten wir drei Paar Handschuhe übereinander anziehen, um im Winter überhaupt malen zu können," erinnert sich der Künstler Harro Schmidt an das ungeheizte Atelier in der Zinsserhalle, „...ach, mit dieser Technik bist du also zur abstrakten Malerei gekommen." kontert Henning Chadde beim Podiumsgespräch. Die Faustianer blicken gut gelaunt in die Zukunft.

Am 2. März wurde bei FAUST das 20 jährige Bestehen des Kulturzentrums mit prominenten Gästen und langjährigen Mitstreitern gefeiert. Die Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanka zeigte sich beeindruckt: „Es imponiert mir, wie dieses denkmalgeschützte Areal genutzt wird. In Linden leben Akademiker, Studenten, Arbeiter und Migranten auf engem Raum zusammen. Dieser Mikrokosmos spiegelt sich im FAUST wieder." Das Land hat eifrig investiert. 1,4 Millionen Euro sind bisher in das Kulturzentrum geflossen. „Das Land steht zu diesem Zentrum und wird es weiterhin unterstützen!" versicherte die Ministerin.

OB Stephan Weil stellte schmunzelnd fest, dass sich FAUST etabliert hat. Das alternative Kulturzentrum musste sich mit einem stockbürgerlichen Insolvenzverfahren abgeben, um zu überleben.
 „FAUST ist im  Establishment gelandet und wir sind unsere Sorgen für die nächsten 20 Jahre  los! Der Stadtverwaltung ist ein Stein vom Herzen gefallen.", gestand der OB.

Für Vorstandsmitglied  Jürgen Liedtke waren 20 Jahre FAUST gefühlte 40 Jahre FAUST. Es standen geringe Mittel zur Verfügung und der Arbeitseinsatz war immens hoch. Liedtke betonte noch einmal, dass ohne die ehrenamtliche Arbeit unglaublich vieler Menschen FAUST nicht das geworden wäre, was es heute ist.
„So eine urige Liegenschaft wie FAUST erlebt man auch nicht alle Tage." Peter Hoffmann-Schoenborn von der FAUST Stiftung erklärt, wie er an Mittel für die nötige Sanierung kommen will: Angedacht ist ein Ideenwettbewerb der Uni Hannover, um die denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Bettenfedernfabrik in Schuss zu halten. „Wir werden einen 10-Jahresplan erstellen und auf die wohlwollende Unterstützung durch Politik, Wirtschaft und Verwaltung hoffen." 

Die Aussichten für die nächsten 20 Jahre scheinen perfekt. Moderator Henning Chadde schaut in die Zukunft und auf den Kurator der Kunsthalle „40 Jahre FAUST wärn' doch 'ne tolle Perspektive, Harro, dann kannste dein letztes Paar Handschuhe endlich auch noch auszieh'n.!"

 

Text: Evi Schaefer, Fotos: Evi Schaefer, Klaus Öllerer
Letzte Aktualisierung: 05.03.2011
 

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Ausschließlich geladene Gäste verfolgen die Ansprachen in der Warenannahme bei FAUST.

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Fröhliche Faustianer. V.li. Harro Schmidt, Kurator der Kunsthalle, Hans-Michael Krüger, Veranstaltungsleiter, Jörg Smotlacha und Henning Chadde, Öffentlichkeitsarbeit FAUST

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Die Warenannahme ist vom Fußboden bis unters Dach mit Federn dekoriert

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Es gibt Sekt, Selters und prickelnde Erinnerungen

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Auf der Promi-Bank ist Bürgermeistertreff.

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FAUST konsequent: Feder-Deko bis ins stille Örtchen