Bericht 43-10

 

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Sa., 28.08.2010, Volksbad Limmer
Die neue Gelbe Rutsche
www.volksbad-limmer.de

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Die Entwicklung des Volksbades Limmer

Im Jahr 1925 verließ der damalige Verein "Freier Wassersportverein e.V. Hannover Linden" (heute: Waspo-Hannover) seine alte Sportstätte und siedelte nach Limmer um. Hier befand sich eine alte, stillgelegte Kiesgrube, die das erste Schwimmbecken des Volksbades in Limmer werden sollte.  Jahr für Jahr wurde hier mit eigener Muskelkraft eine mustergültige Schwimmanlage geschaffen. Herzstück der Anlage war das 100m lange Schwimmbecken inmitten großzügig gestalteter Grünanlagen. Schnell entdeckten Lindener und Limmeraner das Bad für sich, welches sich in den darauffolgenden Jahren zu einer der beliebtesten Freizeitstätten entwickelte. Der Name Volksbad war der richtige Name für eine Sportstätte mitten im Grünen, fernab des Stadtlärms und zugänglich für jedermann. 1933 wurde der "Freie Wassersportverein" vor die entscheidende Frage gestellt: Auflösung oder Gleichschaltung? Nach harten inneren Kämpfen entschied sich die Vereinsführung dem Druck der Nationalsozialisten nachzugeben, um die ans Herz gewachsene Badeanstalt zu retten. Während des Krieges lichteten sich mehr und mehr die Vereinsreihen, und auch die Besucherzahlen gingen stark zurück. 1945 schließlich gelang es der Vereinsführung dort anzuknüpfen, wo 1933 der Faden abgerissen war. Das Vereinsbad war zwar fast völlig zerstört durch die Bombenangriffe auf die Conti, dennoch entschied man sich, das weniger stark beschädigte Nichtschwimmerbecken auszubauen.

Im Winter 1946/47 jedoch machte das Jahrhundert-Hochwasser alle bisher geleistete Arbeit wieder zunichte. Es war der damalige 1. Vorsitzende Ludwig Lohmann, der sein gesamtes persönliches Engagement in die Rettung des Bades steckte. Durch ihn und die vielen freiwilligen Helfer konnte 1950 das Bad der Öffentlichkeit erneut übergeben werden.
1971 fusionierte Waspo Hannover mit dem Kneipp-Verein, der damals 13.000 Mitglieder zählte. Diese hohe Mitgliederzahl und das Engagement des damaligen Abteilungsleiters Jörg Reiner Alves machten es dann möglich, dass 1974 mit dem kompletten Neubau des Bades begonnen werden konnte. Im Frühjahr 1975 wurde das Volksbad Limmer in seiner heutigen Form eröffnet. Mit der Beantragung der Insolvenz des Kneipvereins stand der Fortbestand des Bades Anfang der 80er Jahre erneut auf der Kippe. Nach zähem Ringen mit dem Sport- und Bäderamt gelang es dem damaligen Vorstand, das Bad wieder zu übernehmen. Von hieran begann die Partnerschaft mit dem Hannoverschen Schwimmverein. Der HSV von 1892 hatte ein Jahr zuvor sein eigenes Bad aufgeben müssen, da er keine Zuschüsse mehr dafür erhielt. Noch heute wird das Volksbad Limmer von Waspo Hannover und dem HSV von1892 getragen. Modernste Technik ermöglicht heute beste Wasserqualität und eine Wassertemperatur von ca. 23°C.
Heute wie damals ist das größste Kapipal das das Volksbad Limmer besitzt, die vielen freiwilligen Helfer beider Vereine.
Jahr für Jahr opfern sie ihre Freizeit, damit pünktlich Anfang Mai die Freiwassersaison eingeläutet werden kann und das schon über 84 mal.


Quelle:

Willkommen im Volksbad Limmer - Broschüre in 2. Auflage

 

Fotos/Text: Klaus Öllerer
Letzte Aktualisierung: 29.08.2010

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Fusion: Zwei Vereine werden sich zusammenschließen zu "Wassersportfreunde von 1898 Hannover e.V.": SV Wasserfreunde von 1898 Hannover e.V (W98) und Wassersport Hannover e.V (WASPO). Bernd Seidensticker spricht über die Vorteile des Zusammenschlusses.

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Das neue Schmückstück ist nach vielen Jahren aus eigener Kraft und mit Hilfe von Sponsoren Wirklichkeit geworden: die Gelbe Rutsche.
Foto: Volksbad Limmer

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Bernd Seidensticker, Vorsitzender des Klubs Waspo-Hannover, schildert den langen Weg zur Gelben Rutsche und ist stolz darauf es mit eigener Vereinskraft und der Hilfe von Sponsoren geschafft zu haben.
Vorne rechts: Robin Witte von der Badleitung (gemeinsam mit Simone Werner)

Dank an Sponsoren:
Linden Limmer Stiftung für ihre finanzielle Unterstützung,
Firma Braunholz für die Konstruktion des Untergestells,
Planungsbüro Bade für die Berechnung der Statik,
E.ON Kraftwerke GmbH in Hannover für die finanzielle Unterstützung der ehrenamlichen Tätigkeiten,
weitere Sponsoren und die Rentnertruppe

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Das "Grünflächenamt" Volksbad Limmer wird geehrt. Sechs rüstige Rentner bringen weiterhin ihre Berufserfahrung ein und kümmern sich regelmäßig um Funktion und Ordnung im Bad. Simone Werner von der Badleitung überreicht Arbeitshandschuhe mit "Inhalt" zum Genießen.
V.l.n.r.: Karl-Heinz Huhn, Achim Schütt, Volker Kirmaier, Gerd Stecher, Fritz Perlitz, Simone Werner, fehlen: Karl-Wilhelm Fischer

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Bild von Marianne Rörbein (87), die noch jeden Tag zum Schwimmen ins Volksbad kommt. -> Bild in Groß

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Der Aufbau der Gelben Rutsche im Frühjahr 2010. Foto: Volksbad Limmer