Bericht 29-10

 

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So,13.06.2010, In Linden-Süd kümmert man sich
Wir können auch sauber

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Nach dem ersten Beitrag wird ein Diskussionsforum eingerichtet.

Am 10.06.2010 setzten sich Anwohner und Profis mit dem Thema Sauberkeit im Stadtteil auseinander. Moderiert wurde der Gedankenaustausch von Alke Warnken, Quartiermanagement Linden-Süd und Uwe Horstmann, Stadtteilforum Linden-Süd.. Das Treffen fand im Gemeindesaal der Erlösergemeinde statt.

„Heute blühen Blumen auf den Baumscheiben, die früher als Mini-Müllkippe herhalten mussten", Uwe Horstmann sieht die Entwicklung im Stadtteil positiv.

Die AG Wohnumfeld (engagierte BewohnerInnen, GBH, Polizei, Pico Bello und das Quartiermanagement) arbeitet in unterschiedlichen Projekten an der weiteren Verbesserung der Gesamtsituation. Doch bei Weitem lebt nicht  jeder Mitmensch in Linden-Süd im Bewusstsein für die Umwelt und seinen Stadtteil.

Und wer räumt den Dreck weg? Die altbekannte Problematik: Gelbe Säcke-Abholung nur alle 14 Tage, dadurch Müllsäcke, die vor den Häusern liegen und Ratten anlocken, wilde Sperrmüllecken, die täglich wachsen, Reklame und Wochenblätter, die auf dem Bürgersteig herumflattern, Glas- und Kleidercontainer, vor denen sich ein Abfallhaufen ausbreitet, Hundehaufen auf dem Spielrasen und rege frequentierten Treffpunkten auf  dem Stadtteilplatz. Wer kümmert sich um diese oder jene Fläche? Selbst die Fachleute unter den Anwesenden haben Schwierigkeiten, die Verantwortlichen zuzuordnen. Koordination: Fehlanzeige. Ob das Tiefbauamt, der Zweckverband Abfallwirtschaft Hannover (aha), das Grünflächenamt oder private Reinigungsunternehmen: Jeder hat seinen eigenen Plan, danach wird gearbeitet, wer jenseits der „Mähgrenze" verantwortlich ist, ist nicht bekannt. Die Eigentumsverhältnisse sind undurchsichtig.

Wochenblätter und Wurfsendungen sorgen für Unmut. Hier ist das Problem die schlechte Zugänglichkeit der Briefkästen, die oft innerhalb der Häuser liegen. Sonntags ist es ganz schlimm, da macht oft bis Mittag niemand auf.  „Außerdem schmeißen viele Mieter die Blätter vom Briefkasten in die Treppenhäuser, dann kriegen wir den Ärger dafür." Frau Voitke, Zeitungsvertrieb Wochenblätter, erklärt die engmaschigen Kontrollen und die oft vertrackten Situationen im Verteileralltag. Diese Problematiken wurden in den letzten Jahren immer wieder auch öffentlich diskutiert, ohne dass eine wirklich funktionierende Lösung gefunden wurde.
Die Mitarbeiter von Pico Bello wollen die Aufgabe übernehmen, eine Liste der Zuständigkeitsbereiche zu erstellen und ein Gespräch aller Beteiligten mit aha anzubahnen. Ein Sachverständiger von aha war an diesem Abend nicht erschienen. Sehr schade: Drehte sich doch alles um die Müllentsorgung in Linden-Süd.

Ansprechpartner

ha Service
Hauptbetrieb 0800 999 11 99
Pico Bello 0511 26 29 473
Fax 0511 26 17 912
E-Mail: PicoBelloMSV@web.de
Fiedler Fußwegreinigung GmbH, 0511 41 10 00, Service nach Geschäftsschluss 0171 744 25 16
Quartiermanagement 0511 123 77 75

 

Fotos/Text: Evi Schaefer
Letzte Aktualisierung: 21.06.2010

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Herr Ickler (rechts) ist Pate für drei „Hundeboxen" und versorgt sie ein- bis zweimal wöchentlich mit einigen hundert neuen Tüten. Die Nachfrage ist enorm. Der Rückgang von Hundehäufchen im Stadtteil fällt auf. Hund Pascha – eine Mischung aus Dackel und Rehpinscher – hat natürlich nichts dagegen einzuwenden, wie man sich denken kann. Die gefüllten Tüten landen anschließend in einem normalen Mülleimer. Herr Stelzer leitet das Projekt Pico Bello und unterstützt  die weitere Einführung von Hundeboxen. Weitere Paten werden gesucht. Bisher werden die Hundebeutel überwiegend durch die AWO finanziert.

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Diese Aufkleber sieht man überall: Sie sind keine schnöde Werbung, sondern der direkte Draht zur Fußwegreinigungsfirma dieses Bereiches.

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Baumscheibe in der Deisterstraße. Hier ist die Hemmschwelle, seinen Müll drauf zu werfen, schon ziemlich hoch.

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Linden-Süd ist ein vergleichsweise sauberer Stadtteil. Marcus, Wolfgang und Rainer von Pico Bello zeigen wie sie hier für Sauberkeit sorgen.

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Die Aktiven im Stadtteil trafen sich am 10.06.2010 in der Erlösergemeinde in Linden-Süd.

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Mit dieser Tagesordnung wurde der Diskussionsabend strukturiert.

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"Ich war mal viele Hundebeutel!" - gesehen an der Rampenstraße in Linden-Mitte zur Grenze nach Linen-Nord.

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An diesem Abend wurde eine lange Problemliste aufgestellt.