Bericht 21-10

 

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So, 16.05.2009, Fallen ist alles
Judo Club Linden

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Judo – Der sanfte Weg
Björn Marek (auf dem Foto rechts) war gerade mal sechs Jahre alt, als er anfing, beim Judo-Club Linden (JCL) Judo zu trainieren. Das war vor 17 Jahren. Seitdem hat er viele Stunden mit seinen Sportkameraden im Übungsraum (Dojo)  verbracht und mit ihnen an vielen Wettkämpfen teilgenommen. Sein Werdegang beim JCL ist durchaus exemplarisch für viele Judoka beim JC Linden.
Der Wettkampfsport Judo wurde von dem japanischen Professor Jigoro Kano aus dem Jiujitsu entwickelt, einer Form der Selbstverteidigung. Kano legte den Schwerpunkt auf das körperliche Training (bestmöglicher Gebrauch von Körper und Geist) und auf die Selbstbeherrschung. Beim Judo geht es darum, die Kraft des Gegners auszunutzen, sein Gleichgewicht zu brechen und die eigene Kraft auf den schwächsten Punkt des Gegners zu richten. Kurz gesagt: siegen durch nachgeben. Es gibt keine Schlag-, Stoß- oder Tritttechniken, wie sie aus anderen asiatischen Kampfsportarten bekannt sind. Judo ist eine Zweikampfsportart und seit 1964 bei den Olympischen Spielen vertreten.

Raufen nach Regeln
Judo ist ein idealer Sport für Kinder und Jugendliche. Unter Anleitung von qualifizierten Trainern wird ihr natürlicher Bewegungsdrang gefördert. Motorische und koordinative Fähigkeiten werden ausgebaut. Sie lernen außerdem Regeln einzuhalten und üben sich in sozialem Verhalten. Der beste Zeitpunkt, um mit dem Judotraining zu beginnen, liegt bei 6 Jahren. Björn hat damals also den richtigen Zeitpunkt für seinen Einstieg erwischt.
Das Training bei den jungen Judoka hat stark spielerischen Charakter, auch wenn das Ziel in der wettkampfmäßigen Ausübung von Judo liegt. Neben den körperlichen Fähigkeiten werden durch das Judotraining auch Charaktereigenschaften wie Mut, Selbstdisziplin, Kontaktfreudigkeit, Selbstsicherheit und Friedfertigkeit gestärkt und entwickelt.

Am Anfang steht die Fallschule
Um sich bei den Würfen nicht zu verletzen, müssen alle Judoka Falltechniken erlernen. Es wird geübt, so zu fallen, dass man sich dabei nicht verletzt, und das nach allen Seiten, also seitwärts nach rechts und links, rückwärts und nach vorn (Judorolle). Träger höherer Gürtelgrade trainieren die Falltechniken auch als Fall über ein Hindernis und dann als freien Fall in der Luft. Richtiges Fallen kann auch im alltäglichen Leben sehr hilfreich sein.

Judo-Club Linden
Der 1962 gegründete Judo-Club Linden (JCL) hat seinen Übungsraum (Dojo) in der Sporthalle der Fössefeldschule. Bei den über 100 Mitgliedern stellen die 6- bis 14jährigen Jungen und Mädchen die größte Gruppe im JCL. Neben dem wöchentlichen Training gibt es jedes Jahr Feierlichkeiten im Sommer und zu Weihnachten. Sportliche Wettkämpfe werden mit viel Engagement seitens der Judoka und durch tatkräftige Unterstützung von Eltern und Freunden gemeistert. Dieses Jahr wird zum 14. Mal das Fösse Pokal Turnier ausgetragen. In der Turnhalle der IGS Linden gibt es am 12. und 13. Juni Gelegenheit zum Zuschauen. An diesen beiden Tagen werden über 300 Judoka aus ganz Norddeutschland erwartet.
Ein besonderer Höhepunkt im Jahr ist die alljährliche Herbstfreizeit in Kirchheim. Dann sind acht Tage der Herbstferien angefüllt mit den unterschiedlichsten Freizeitaktivitäten. Auch heute noch sitzt Björn Marek dann begeistert am Lagerfeuer, geht auf Nachtwanderungen und gibt so als Betreuer mit viel Liebe und Spaß etwas von dem, was er selbst dort erfahren hat, an die Kinder weiter. Genau wie seine inzwischen erwachsenen SportkameradInnen. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit zum Judotraining, auch als Schnupperkurs für Judounerfahrene.
Tragende Kraft bei diesem alljährlichen Ereignis, auf das die Judokids immer schon wieder hinfiebern, wenn sie gerade müde und glücklich zum Ende der Freizeit wieder zurück in Linden sind, ist der Sportwart und Trainingsleiter Dr. Mario Bachmann. Er ist seit 34 Jahren Mitglied. Auf eine noch längere Vereinszugehörigkeit zurückblicken kann der 1. Vorsitzende und Trainer im JCL Dirk Bolm, der seit 40 Jahren dazugehört. Seine Tochter Svenja hat mit ihren sieben Jahren im Dezember letzten Jahres beim Vereinsturnier gekämpft. Sie trainiert seit zwei Jahren mit Begeisterung beim JCL.

Björn Marek - Großgeworden beim JCL
Inzwischen hat Björn Marek eine Ausbildung zum Bezirkskampfrichter absolviert und kämpft in der Männermannschaft des JCL.
Hannover für eine Ausbildung zu verlassen, kam für ihn nicht in Frage. Auch seinen Studienplatz hat er in Hannover und kann so weiter bei seinem Verein, dem JCL, trainieren.
Es sind Freundschaften entstanden, die über das Vereinsleben hinausgehen. Bei der alljährlichen Herbstfreizeit in Kirchheim sind er und seine Freunde natürlich auch wieder dabei - zum 16. Mal!
Weitere Informationen über den JCL gibt es auf der Internetseite:
www.judo-club-linden.de
 

Text/Fotos: Meity Fresemann (Pressewart)
Letzte Aktualisierung: 24.05.2010

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Äußeres Einrollen (Soto-Maki-Kami)

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Alexander Tiede und Sascha Wolters zeigen den Schulterwurf (Seoi Nage).  Foto Klaas Leideck

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Herbstfreizeit in Kirchheim Foto Dr. Mario Bachmann

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Lagerfeuer in Kirchheim  Foto Dr. Mario Bachmann

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Weihnachtsvergnügen: Tobias Fresemann und Alexander Tiede. Foto Dr. Mario Bachmann

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Oliver Domröse und Klaas Leideck beim Rückwurf ((Ura-Nage). Foto Sascha Wolters

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Thomas Reimann (bis 60kg), Tobias Fresemann (bis 66kg), Nick Dreyhaupt (bis 73kg), Dennis Günther (bis 81kg), Hannes Meischner (bis 90kg), Alexander Tiede (bis 100kg), Björn Marek (über 100 kg) Hannes Meischner kämpft im Kader des Niedersächsischen Judoverbandes.  Alexander Tiede ist ausgebildeter Trainer im JCL. Als Trainerassistent engagieren sich Nick Dreyhaupt und Tobias Fresemann. Foto Klaas Leideck