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Bis jetzt haben die Kinder und Eltern des Spielhauses in Linden-Nord schon einiges an Ausdauer gezeigt. Mit der Demo ("Solidaritätspicknik") setzten sie einen vorläufigen Höhepunkt, um mit Nachdruck die Beibehaltung der Leistungen im Spielhaus zu erreichen. Bei der letzten Sitzung des Bezirksrates hatten sie bereits einen großen Auftritt. In der Bürgerfragestunde protestierten sie dagegen, dass durch Mittelkürzungen bei dem Betreiber des Spielhauses, die Caritas, die Arbeit stark eingeschränkt werden soll. Seit 25 Jahren ist
das Spielhaus in der Walter-Ballhause-Straße für viele Eltern und Kinder eine wichtige Anlaufstelle in Linden-Nord. Für Familien mit Migrationshintergrund sind Mittagstisch, Hausaufgabenhilfe, Sprachförderung und Freizeitangebote aus ihrem Alltag kaum wegzudenken. Sozialpädagoge Matthias Wenzel ist seit 25 Jahren die Seele des Projektes.
Mütter betonten im Bezirksrat, dass er nicht zu ersetzen sei, wenn er jetzt zu einer Schuldnerberatungsstelle versetzt werden soll. Der Caritas-Verband ist in einer misslichen Lage, weil er keine Möglichkeit sieht, die Mittel von bisher ungedeckten 67.000 € aufzubringen. Der Bezirksrat Linden-Limmer sprach sich zuvor in einem einstimmig beschlossenen Antrag dafür aus den Betrieb des Spielhauses zu erhalten. Text/Fotos: Klaus Öllerer Letzte Aktualisierung: 21.05.2010
Aufruf zur Demo: Wir brauchen das Spielhaus! Der Caritasverband hat angekündigt, zum 1. August 2010 die derzeitige Arbeitszeit der beiden Spielhausmitarbeiter Renate Kaiser und Mathias
Wenzel von insgesamt 69,5 Stunden auf 38,5 Stunden nahezu zu halbieren. Matthias Wenzel mit seiner 31-Stunden-Stelle soll in die Schuldnerberatung versetzt und Renate Kaiser soll nur eine halbe Stelle im Spielhaus behalten und die übrige Zeit in Vahrenheide arbeiten. Matthias Wenzel soll durch einen Berufsanfänger auf einer 19,25-Stunden-Stelle ersetzt werden. Derzeit sind die Spielhaus-Mitarbeiter auch Anleiter für weitere Praktikanten, Honorarkräfte und Ehrenamtliche, ohne die das Angebot im Spielhaus nicht aufrecht erhalten werden kann. Der angekündigte Stellenabbau gefährdet die Elternarbeit, die Väter-Abende, das Sommerferienprogramm und die gute Vernetzung im Stadtteil und schwächt das Gernie-Pojekt (Gewaltprävention mit der IGS Linden). Das Spielhaus ist das zweite Zuhause für viele Kinder in Linden-Nord. Und
das soll es bleiben! Das Spielhaus beherbergt neben dem Caritasverband, der Kindern von 6-13 Jahren eine Offene Tür bietet, die Arbeiterwohlfahrt mit einem Angebot für 3 – 6jährige und den Kinderladen „Drachenkinder", der zur Kinderladeninitiative gehört. Seit 2007 sind diese drei Jugendhilfeträger organisatorisch als Familienzentrum
verbunden. Wenn der Caritasverband nun das Stundenkontingent der Mitarbeiter fast halbiert, ist es mit der Qualität des derzeitigen Angebots vorbei. Statt der vielfältigen Angebote und der über Jahrzehnte gewachsenen vertrauensvollen Beziehungen zu Kindern und Eltern könnte die Tür nur noch geöffnet werden, eine echte Betreuung bliebe auf der
Strecke. Die Stadt Hannover hat Bildung und Integration zu ihrem wichtigsten politischen Ziel erklärt. Das Spielhaus in Linden erfüllt diese Aufgabe vorbildlich. Lindener Kinder und Familien können darauf nicht verzichten! Wir fordern den Caritasverband auf, für notwendige Umstrukturierungen mehr Zeit zur Verfügung zu stellen, um Lösungen gemeinsam mit der Stadt und den anderen Beteiligten zu finden. Renate Kaiser und Matthias Wenzel müssen mit voller Stundenzahl im Spielhaus bleiben! Wir protestieren gegen die Streichungspläne
mit einem Solidaritätspicknick am Donnerstag, den 20. Mai 2010 ab 14.00 Uhr vor der Caritas Hannover Leibnizufer 13 - 15, 30159 Hannover Wir sind engagierte BürgerInnen des Stadtbezirks, MitarbeiterInnen anderer Kinder- und Jugendeinrichtungen und sozialer Dienste und natürlich die Kinder, Jugendlichen und Familien aus Linden v.i.S.d.P Anne Barkhoff, Plaza de Rosalia 4, 30449 Hannover für Rückfragen auch Gesellschaft zur Förderung Ausländischer Jugendlicher e.V. GFA – Gunda Puls, Tel. 0511- 123 65 66 Zum Ausdrucken und mehr |