Akademie Fahmoda verbindet den Modedesigner mit dem Maßschneider 120 Studenten aus ganz Deutschland lernen derzeit bei Fahmoda in Limmer Modedesign und Maßschneiderei. Normalerweise sind im deutschen Berufsausbildungssystem die Grenzen ziemlich klar gesetzt. Ein Maßschneider ist handwerklich orientiert und legt seine Prüfung bei der Innung der Bekleidungshandwerke Hannover ab. Der staatlich geprüfte Modedesigner ist mehr „schulisch" orientiert und daher wird die Prüfung auch von der Schulbehörde abgenommen. Die Fahmoda
(www.fahmoda.de), die einzige staatlich anerkannte Akademie dieser Fachrichtung in Deutschland, hat es nun geschafft diese normalerweise ziemlich klar getrennten Welten miteinander zu verbinden. Dauert das Absolvieren beider Ausbildungen hintereinander sonst sieben Jahre, so ist es bei Fahmoda in 3,5 Jahren zu schaffen. Mit der Kooperation der zuständigen Stellen sind sie zufrieden, wie man von der Direktorin Karin Lilienthal hören kann. Als Abschlussarbeit für Modedesign muss jede Studentin ein marktfähiges ModeKonzept vorlegen, fertigen und präsentieren. Erreicht wird dadurch, dass die Absolventen leicht einen Arbeitsplatz in der Modebranche finden oder sich selbstständig machen können. Tatjana Blecker beispielsweise betitelte ihre 38-seitige Abschlussarbeit mit „URBAN FRICTION". Darin schildert sie ausführlich alles, was zur Realisierung ihres Projekts notwendig ist. Geradewegs so, als ob es auch gilt, Investoren zu überzeugen – so wie es oft im Berufsleben der Fall ist. Text: Klaus Öllerer Fotos: bxp bureaux propaganda, Tom Figiel, Klaus Öllerer Letzte Aktualisierung: 05.05.2010 |