Bericht 17-10

 

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Do, 15.04.2010, Belebung = Belastung?
Nachbarn der Hanomag treffen Planer und Investor

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Nach dem ersten Beitrag wird ein Diskussionsforum eingerichtet.

Ein wenig skeptisch sind sie schon. Die Nachbarn von der Göttinger Straße und der Hanomagstraße. Ihnen geht so einiges durch den Kopf, wenn sie an den Autoverkehr zum wiederbelebten Hanomaggelände denken. Die Telekom arbeitet dort bereits seit März rund um die Uhr und am 1. Mai wird das Fahrradkontor Stadler in der U-Boot Halle eröffnen. Wenn dann der Autowäscher Mr. Wash, die neue Großtanke und das Windenergieunternehmen auch noch am Laufen sind, meine Güte, es ist doch ohnehin schon laut genug hier! Kann man den Verkehr nicht umlenken? Geht nicht, bedauert die Stadtplanerin, die Göttinger Straße ist Bundesstraße und Teil des Westschnellweges, die Verkehrsbelastung wird vorest so bleiben müssen. Dieses Thema ist noch lange nicht vom Tisch. Wir arbeiten dran.

Das Interesse der Anwohner war überwältigend, als die DIBAG (Industriebau AG) am 15.05. zu einem Nachbarschaftsdialog in das Foyer der Hanomag einlud. An diesem Abend konnten viele der brennenden Fragen direkt an die Stadtplanerin Frau Hoff und den Vertreter des Architekturbüros agsta, Herrn Petersen gerichtet werden. Herr Bogner von der DIBAG moderierte die Veranstaltung und stellte sich ebenfalls den Fragen des Publikums.

Der Innenhof des Areals heißt jetzt offiziell „Hanomag Hof". Hier sind die Parkplätze für die Mitarbeiter gerade fertig gestellt worden. Der erste Baum für die Begrünung der Fläche wurde zum Auftakt des Nachbarschaftsdialoges eingepflanzt. Die Esche soll mit ihren 49 Schwestern für ein grünes Baumdach auf der Parkfläche sorgen. Öffentlich sind die Parkplätze nicht, wie zukünftig unerlaubte Parker aus Linden-Süd abgewimmelt werden, ist noch noch geklärt.
Die Baumreihe, die vor OBI die Elfriede-Paul-Allee säumt, wird an der neuen Verbindungsstraße über das Gelände bis zur Hanomagstraße weitergeführt.
Mit Blick auf OBI nisten auch einige Falkenpaare in den Streben der U-Boot-Halle. Da die Fassade originalgetreu erhalten bleibt, werden die nützlichen Raubvögel auch weiterhin in Linden-Süd brüten können.

Die Öffinutzer aus der Nachbarschaft sind erleichtert. Die abgehängte Bushaltestelle der Linie 300 an der Göttinger Straße rückt dahin, wo die Menschen wohnen. Sie wird nach Norden verlegt. Die Bushaltestelle kommt ungefähr an die Ampel zu OBI und ist somit sicher und ohne waghalsigen Schnellstraßenkontakt zu erreichen. Selbstverständlich wird es entlang des Hanomaggeländes einen breiten Fuß- und Radweg geben.
Die Anwohner aus den oberen Stockwerken kommen zu Wort: Das Telekom „T" leuchtet nachts in die Fenster. Kann man das nicht dimmen? Herr Bogner will das mal prüfen lassen.

Als letzter Baustein sind bis zum Jahr 2013 in direkter Nachbarschaft von Windwärts an der Göttinger Allee an die 70 Loftwohnungen geplant.
Wird es einen Kinderspielplatz im neuen Hanomagviertel geben? Vorläufig nicht. Die Hanomag soll in erster Linie ein Arbeitsstandort sein. Erst wenn die Lofts bewohnt sind, wird sich die Spielplatzfrage klären. Für die Planer ist ohnhin klar, dass das neue Quartier kein Familienstandort sein wird.
Eine Disco ist auf dem Hanomag Gelände nicht geplant.
Die „Weiße Villa" (Hausnummer 23) wird ganz zu letzt drankommen. Sie steht unter Denkmalschutz und muss erhalten werden. Die andere Villa (Nr. 16) gehört zu Komatzu und ist von den Baumaßnahmen nicht betroffen.
Um alle Fragen zu beantworten reichte die Zeit an diesem Abend nicht aus, unter Info_hanomag@dibag.de können sie gestellt werden.

siehe auch: Hanomag-Rundgang v. 09.03.2010
 

 

Fotos/Text: Evi Schaefer
Letzte Aktualisierung: 19.04.2010

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Nachbarn und Stadtteilpolitiker im Foyer der Hanomag

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 Die Bezirksbürgermeisterin, ihr Stellvertreter und die Macher des Quartiers pflanzen die erste Esche.