Wer heute von stadteinwärts kommend nach Limmer fährt, erlebt gleich hinter der Stadtteilgrenze einen unschönen Anblick. Hinter einer transparenten Bauabsperrung liegt die Brachfläche einer
Industrieruine zwischen Uni-Gelände und Färberstraße. Inzwischen hat die anliegende Firma Stichweh das Gelände gekauft und detaiillerte Bebauungspläne erstellt. Ein attraktiver Name wurde mit „Stichweh Leinepark" auch gefunden. Eine Mischung aus Einkaufen, Gastronomie und Kommunikation soll entstehen. Ein Ort, der auf die Umgebung attraktiv wirkt und zum Kommen und Verweilen einlädt. So jedenfalls wünscht es sich der Bauherr die „Stichweh Leinepark GbR", für die Herr Ziem, Urenkel des Stichweh-Firmgründers, steht.
Herzstück wird der „Dr. Wilhelm Stichweh Platz" (Arbeitstitel), der ebenerdig von der Straße aus begehbar ist. Bäume und Bänke sollen eine angenehme Aufenthaltsqualität bewirken. Eine Gastronomie mitten auf dem Platz mit Außenbewirtung könnte sich an schönen Sommertagen als Publikumsmagnet erweisen. Der geplante Supermarkt soll die
Nahversorgung in Limmer verbessern und dürfte das stärkste Argument werden, zum Leinepark zu kommen. Wie verlautet, ist die Idee zum Supermarkt auch durch das Bedürfnis der Stichweh-Mitarbeiter nach einer nahen Einkaufsmöglichkeit bestimmt worden. Der Radgeber wird von seiner jetzigen Lage einige Meter weiter in neue Räume umziehen. Medizinnahe Themen werden nach jetziger Planung stark vertreten sein. Neben der schon vorhandenen und zu erweiternden Dialyse, werden wohl Arztpraxen dazu kommen. Eine Drogerie passt da auch ins Umfeld. Für die benachbarte Limmer-Apotheke dürfte das neue Kunden bedeuten. Besucher und Mitarbeiter können ihre PKWs auf zwei Ebenen und mit kurzen Wegen abstellen. Das angrenzende grüne Gelände an der Fösse steigert die Attraktivität. Der Stichweh Leinepark wird in drei Bauabschnitten erstellt. Die Aufnahme der PI-West steht in Aussicht. Erhaltenswerte und historisch bedeutsame Gebäude sollen bleiben. Der Baubeginn ist für den Frühsommer geplant und die Anlage wird in Abschnitten 2011, 2012 und 2013 fertig werden. Bis Mitte der 50er Jahre gab es die Bettenfederreinigung Künzemüller auf dem Gelände, gefolgt von Labor- und Werkstattbauten der Universität. Vor dem jetzigen Besitzer hatte die Manus AG Pläne für Gewerbeflächen und Wohnen dort verfolgt, diese aber aufgegeben. Fotos/Text: Klaus Öllerer Letzte Aktualisierung: 30.03.2010 |