Bericht 78-09

 

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So, 29.11.2009, gEMiDe in Linden-Nord
Islamisches Opferfest trifft Ersten Advent
www.gemide.org

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Bei gEMiDe wurden gleich zwei Feste gemeinsam gefeiert:

Das Opferfest zwei Monate und zehn Tage nach Ende des Fastenmonats Ramadan und der Erste Advent, der im traditionellen Christentum erster Tag der Buß- und Fastenzeit bis zum Tage der Geburt Christi ist. Mit dem ersten Adventssonntag beginnt das Kirchenjahr und zugleich die Vorbereitungszeit auf das Fest der Geburt Jesu – daher auch der Name: das lateinische "adventus" heißt "Ankunft" und bezieht sich die Ankunft Christi. Die Adventszeit umfasst die vier Sonntage vor Weihnachten. 

Das Opferfest bezieht sich auf eine Geschichte, die auch im Alten Testament steht: Abraham und seine Frau Sara hatten bis ins hohe Alter keine eigenen Kinder. Deshalb zeugt Abraham mit einer Sklavin einen Sohn, Ismael. Sara wird dann aber doch noch schwanger und bringt Isaak zur Welt.

Gott testet Abrahams Glauben, indem er ihm befiehlt, seinen eigenen Sohn Isaak zu opfern. Abraham ist schweren Herzens dazu bereit. In letzter Sekunde aber erscheint ein Engel Gottes und hält Abrahams Hand fest; Abraham hat den „Test" Gottes „bestanden" und soll nun einen Widder opfern.

Im Koran heißt Abraham Ibrahim und der Sohn, der geopfert werden soll, ist nicht Isaak, sondern der Sohn der Sklavin, Ismael. Ismael gilt den Muslimen als Stammvater. Das Opfer Abrahams/Ibrahims dient als Vorbild für das rituelle Opfern von Schlachtvieh am Opferfest.

Bei den Muslimen ist das Opferfest ein Fest der Versöhnung und der Brüderlichkeit!

In den Räumlichkeiten im 1. OG der Elisenstr. 10 lasen sich junge und ältere Menschen gegenseitig Geschichten nicht nur aus den islamischen oder christlichen Büchern vor. Sie erzählten auch ganz unweihnachtliche Parabeln oder Metaphern aus dem Buddhismus oder Geschichten, die sie noch von ihren Eltern oder Großeltern kannten. Sie stellten fest, dass Juden, Christen und Muslime gemeinsame Wurzeln und viel mehr Gemeinsames als Trennendes haben.

Wie glücklich Kinder früher ein Fest erwarteten, auch ohne auf Geschenke zu schauen, wichtig war nur, dass die Familie zusammenkam, alle wünschten sich nur Frieden und Gerechtigkeit auf der Welt, erzählten die Älteren.

Jede und jeder, der oder dem etwas einfiel, egal ob zum Lachen oder zum Nachdenken, konnte erzählen oder vorlesen. Es war ein nicht nur besinnlicher, nein auch fröhlicher Spätnachmittag mit Selbstgebackenem und Tanzvorführungen (indischer Tanz und HipHop) junger Mädchen, die für ihre Familienmitglieder und die geladenen Gästen, die sie vorher selbst einluden, extra etwas einstudiert hatten. Die Kleinen bekamen Adventskalender und Süßigkeiten fürs Opferfest.

Es war eine Feier von Menschen für Menschen, egal welchen Alters, welcher Herkunft oder welcher Religion! 

gEMiDe
Elisenstr.10, 30451 Hannover
Tel. 0 511 / 89 73 540

Letzte Aktualisierung: 07.12.2009

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Rabia, Selina, Sümeyye, Dulaxy, Makina, Samet, Berkan, Joy, Melisa, Montasar, Ammar, Meikel, Islim, Yusuf, Serhat, Ferhat, Gonca, Gökce, Gamze, Gamze, Askin, Funda, Arzu, Saba, Baha, Eric, Hülya, Gül, Murat, Fatma, Cagla, Müyese, Jena, Yilmaz, Zeynep, Umut, Annie, Tugce, Gülay, Alla, Yena, Samih, Albert, Nicole

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