Bericht 74-09

 

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16.11.2009, Limmer
"f I had a hammer ..."- heißt es in einem populären Lied.
Das Hammermuseum von Georg Peters in Limmer hat über 3000 davon.
www.hammermuseum.de

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Das Hammermuseum mit Hämmern aus den verschiedensten Ecken der Welt zählt zu den größten in Deutschland. Dabei hat alles einmal aus einer kleinen Marotte heraus angefangen. Anstatt kaputte Hämmer seiner Autowerkstatt zu entsorgen, wurden sie über Jahre hinweg immer nur auf einen Haufen geworfen. Irgendwann kam dann Anfang der 1980er die Idee: "Mensch, da kannst'de auch eine Hammersammlung daraus machen.", wie Georg Peters mit gewitztem Gesichtsausdruck erzählt..

Seitdem wird jede eigene Urlaubsreise auch zu einer Entdeckungsfahrt nach neuen Hämmern. Freunde und Bekannte kommen immer wieder mit Tipps oder schleppen gleich etwas Neues an. Als Anfang der 90er die Stückzahl von 5-600 Exemplaren erreicht wurde, begann Peters mit dem Sortieren und baute Regale auf.

Der Quartiersfond Limmer unterstützte vorletztes Jahr die Anschaffung von Vitrinen mit 2.500 €. Seitdem sind die Hämmer dort auch gegen die allgegenwärtige Verstaubung geschützt.

Inzwischen ist das Internetauktionshaus Ebay eine wichtige Quelle für neue Hämmer geworden. Immer wieder werden dort besondere Exemplare angeboten und manchmal auch zu überhöhten Preisen, wie Peters sofort mit Kennerblick erkennt.

Eine Führung durch ihn macht Spaß, da er ein humoriger Mensch ist und einen Sinn für das Besondere hat.

So ist der kleinste Hammer mit 29 Milligramm gerade noch gut auf einer 1-Pfennigmünze zu erkennen. Demgegenüber nehmen sich Uhrmacherhämmer geradezu riesig aus. Der mit  18 kg schwerste Hammer ist aus Holz. Er wurde in den Osten nach Dresden ausgeliehen und kommt im nächsten April  wieder.
Wer die Hämmer besichtigen möchte, braucht sich nur vorher anzumelden.

Das Hammermuseum zu Hannover
Weidestr. 22/24 in Limmer
Tel. 0511 / 210 20 25
www.hammermuseum.de

 

Fotos/Text: Klaus Öllerer
Letzte Aktualisierung: 21.11.2009

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Georg Peters freut sich über jeden neuen möglichst ausgefallenen Hammer.

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Hammer mit besonders handgerechtem Griff, entdeckt auf dem Flohmarkt von Hannover. Er liegt ungewöhnlich gut in der Hand, ergibt einen festen Griff und dürfte ein Einzelexemplar sein.

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Über 3000 Hämmer für die unterschiedlichsten Zwecke hat Georg Peters in langen Regalen und Schränken gesammelt.

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Dieser Hammer hat eine besondere Funktion. Er arbeitet rückschlagfrei, federt also auf Metall nicht zurück. Made in USA.

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Geologenhammer aus einer Titanlegierung: leicht und sehr hart, um Gesteinsbrocken zu lösen. Neupreis: 200 Dollar

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Der älteste Hammer der Sammlung: ein Steinzeithammer aus Nordafrika. Er liegt gut in der Hand, wenn man vergleichsweise kleine Hände hat, wie das damals wohl der Fall gewesen sein dürfte. Das Alter liegt zwischen 5.000 und 12.000 Jahren. Der Stein ist ein Geschenk eines Geologen an Georg Peters.

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Nach harter Arbeit: Feierabendhammer mit Flaschenöffner

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Von der Reeperbahn: Notfall-VIAGRA, wenn's mal nicht so richtig klappt.

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Der eventuell kleinste Hammer der Welt.