Das Hammermuseum mit Hämmern aus den verschiedensten Ecken der Welt zählt zu den größten in Deutschland. Dabei hat alles einmal aus einer kleinen Marotte heraus angefangen. Anstatt kaputte Hämmer seiner Autowerkstatt zu entsorgen, wurden sie über Jahre hinweg immer nur auf einen Haufen geworfen. Irgendwann kam dann Anfang der 1980er die Idee: "Mensch, da kannst'de auch eine Hammersammlung daraus machen.", wie Georg Peters mit gewitztem
Gesichtsausdruck erzählt.. Seitdem wird jede eigene Urlaubsreise auch zu einer Entdeckungsfahrt nach neuen Hämmern. Freunde und Bekannte kommen immer wieder mit Tipps oder schleppen gleich etwas Neues an. Als Anfang der 90er die Stückzahl von 5-600 Exemplaren erreicht wurde, begann Peters mit dem Sortieren und baute Regale
auf. Der Quartiersfond Limmer unterstützte vorletztes Jahr die Anschaffung von Vitrinen mit 2.500 €. Seitdem sind die Hämmer dort auch gegen die allgegenwärtige Verstaubung geschützt. Inzwischen ist das Internetauktionshaus Ebay eine wichtige Quelle für neue Hämmer geworden. Immer wieder werden dort besondere Exemplare angeboten und manchmal auch zu überhöhten Preisen, wie Peters sofort mit Kennerblick erkennt. Eine Führung durch ihn macht Spaß, da er ein humoriger Mensch
ist und einen Sinn für das Besondere hat. So ist der kleinste Hammer mit 29 Milligramm gerade noch gut auf einer 1-Pfennigmünze zu erkennen. Demgegenüber nehmen sich Uhrmacherhämmer geradezu riesig aus. Der mit 18 kg schwerste Hammer ist aus Holz. Er wurde in den Osten nach Dresden ausgeliehen und kommt im nächsten
April wieder. Wer die Hämmer besichtigen möchte, braucht sich nur vorher anzumelden. Das Hammermuseum zu Hannover Weidestr. 22/24 in Limmer Tel. 0511 / 210 20 25 www.hammermuseum.de Fotos/Text: Klaus Öllerer Letzte Aktualisierung: 21.11.2009 |