Bericht 71-09

 

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Mi.11.11.2009, Vom Teilen
St. Martinsumzug

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„... Ein Lichtermeer zu Martins Ehr'! Rabimmel, rabammel, rabumm!"
Ein Laternenumzug zieht singend von der St. Martinskirche zu St. Godehard. Der Posaunenchor spielt dazu. Bis auf die buntbaumelnden Laternenlichter und die Stirnlampen der Musiker ist es ziemlich finster im Von-Alten-Garten.
Bald taucht schemenhaft beleuchtet die historische Terassenanlage auf. Zwischen den Säulen der Balustrade reihen sich  flackernde Windlichter über die ganze Breite der Anlage, ein Fackelstrauß  beleuchtet den Treppenaufgang. Der Scheinwerfer auf der gegenüberliegenden Seite taucht den Platz in nassgraues Licht. Das Martinsspiel beginnt.
Aufgeregt drängen die Kleinen mit ihren Laternen nach vorn. Ist das ein großes Pferd! „Dorian", ein urgemütliches Schleswiger Kaltblut, hat schon öfter an St. Martin Bühnenluft geschnuppert. Seelenruhig nimmt er die baumelnden Lichter vor seiner Nase in Kauf.  Der St. Martin auf seinem Rücken heißt eigentlich Martina, der rote Mantel ist weit genug, das fällt nicht auf. Mike, der den frierenden Bettler spielt, kniet bibbernd vor St. Martin und seinem Ross. Kurzentschlossen teilt St. Martin den roten Mantel mit dem Schwert und schenkt die Hälfte seines Gewandes an den frierenden Mitmenschen weiter.
Gebannt haben die Kinder das Schauspiel verfolgt. Nun zieht die singende Laternenschar weiter zur Godehardikirche. Vorneweg stapft Dorian und am hinteren Ende des Zuges stimmt der Posaunenchor das Martinslied an. Am Ziel teilen sich die kleinen und großen Menschen leckere Hedwige, die an diesem Tag traditionell von der Gemeinde gespendet werden.
Die Kirchengemeinden St. Godehard und St. Martin machten ihren Laternenumzug an einem sehr traurigen Tag. An diesem 11. November nahmen in Hannover zehntausende Menschen an einem Trauerzug teil, um miteinander das Leid um das Schicksal von Robert Enke zu teilen.

Text/Fotos: Evi Schaefer
Letzte Aktualisierung: 16.11.2009

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Der Posaunenchor der St. Martinsgemeinde sorgt für den richtigen Ton.

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Für das Martinsspiel wird die Terasse im Von-Alten-Garten zur Bühne.

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„Da oben leuchten die Sterne und unten leuchten wir..."