Bericht 63-09

 

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Die, 29.09.2009, Prävention bei Senioren
Es war mein Opa, ich hab ihn mir geschnappt...

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Es war mein Opa, ich hab ihn mir geschnappt...

Mit diesen Worten hat mich vor einiger Zeit eine Schülerin in einer hannoverschen Grundschule begrüßt.

Anlaß hierfür war ein Präventionsunterricht der Polizei zum Thema „ Anschnallen im Auto".
Ihr Opa gehörte zu dem Kreis der Senioren, die glauben, dass langjährige Erfahrung und vorsichtiges Fahren allein das Anschnallen entbehrlich machen.
Seine Enkelin hat ihr gelerntes Wissen anschaulich und eindringlich  weitergegeben, der Opa  hat ( sichtlich gerührt )  seiner Enkelin Besserung gelobt.

Gehören Sie vielleicht auch zu den Seniorinnen und Senioren, die im täglichen Leben, aber insbesondere in Ihrer Wohnung, Fremden gegenüber nett und freundlich sind, da Sie sich allein auf Ihre allgemeine Lebenserfahrung verlassen ?

Grundsätzlich soll man ja auch nett und freundlich sein, aber zeitweise ist auch Skepsis angebracht, denn Trickdieben steht ihre Absicht  nicht auf der Stirn geschrieben. Sie treten nett und freundlich auf und versuchen, Sie mit großem schauspielerischen Talent zu überrumpeln, um so in Ihre Wohnung und somit an Ihren Schmuck und Ihr Geld zu gelangen.

Daher unser dringender Tip: Lassen Sie keine fremden Personen in Ihre Wohnung. Verhandeln Sie mit Personen an der Wohnungstür nur mit vorgelegter Sperrkette oder besser noch, einem Sperrbügel. 
Seien Sie mißtrauisch und nicht gutgläubig.

Die ehemalige Leiterin meiner limmerschen Seniorengruppe hat es nach einer meiner Senioren – Präventionsveranstaltungen einmal so zusammengefasst: „ Wenn ich Sie richtig verstanden habe, soll ich gegenüber fremden Personen an der Wohnungstür nicht nett und freundlich, sondern vielmehr „ stachelig" wie ein Kaktus sein.

Treffender kann man es meines Erachtens nicht beschreiben.

Auch bedrückt alleinstehende Seniorinnen und Senioren oft die Sorge, dass eine plötzlich eintretende Hilflosigkeit  zu spät bemerkt werden könnte.

Über ältere Menschen, die aus verschiedenen Gründen in ihrer Wohnung lagen, ohne sich bemerkbar machen zu können,  hört man immer wieder.
Oft kam dann jede Hilfe leider zu spät.

Hier bieten Notrufdienste und Telefonketten Hilfe und Sicherheit.

Bei den Telefonketten verabreden sich eine Reihe von Senioren, sich zu einem vereinbarten Zeitraum täglich nacheinander anzurufen. Sie bilden dadurch eine Kette, die beim ersten Anrufer wieder geschlossen wird.
Nimmt ein Teilnehmer der Kette den Anruf nicht an, so wird der Leiter dieser Kette informiert,  der dann, wie verabredet, tätig werden und Hilfe schicken wird.
Außer einem kurzen Ortsgespräch täglich  entstehen keine weiteren Kosten.

Uwe Leistner
Kontaktbeamter für den Stadtteil Limmer.

Dienststelle: Polizeistation Ahlem, 30453 Hannover, Wunstorfer Landstr. 59, Tel.: 0511 / 1093483.
Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 07:00 Uhr bis 18:00 Uhr.
 

Letzte Änderung: 29.09.2009

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Uwe Leistner, Kontaktbeamter