Bericht 39-09

 

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Sa., 6.06.2009, Erster betreuter interkultureller Spielplatz eröffnet
KinderSpielWelten in Linden-Nord

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Wenn's zwischendurch mal sommerlich ist: die nachmittägliche Buddelsession am Sandbrunnen.

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Die Holzlok wurde quer durch Linden transportiert und von den Kindern in wochenlanger Arbeit selbst bemalt.

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Die Eröffnungs-Bühne auf dem Spielplatz.Laut und lustig gegen den Dauerregen tönt Ulli Meinholz' Trommelgruppe an, hier mit den jüngsten Ensemblemitgliedern.

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Dieser Podest besteht aus Granitsteinen, die aus aller Welt  zusammen getragen wurden. Die Azubis von Galabau haben ihn, wie auch die fünf Kopfskulpturen, in einem workshop unter künslerischer Anleitung hergestellt. Foto: Öllerer

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Auch das gut beschirmte Henna-open-air-Malstudio hält sich wacker im Regen.Viele Aktionstische bleiben allerdings leer.

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Ob Malgruppe oder Teekränzchen, die Sitzecken von dem Spielplatz sind auch ein Treffpunkt für die Großen.

Wir in Linden. Über ethnische Grenzen hinweg ein respektvolles Miteinander leben. Ein gemeinsames Werk schaffen. „LindenVision", das Stadtteilprojekt von Faust/Kargah, initiierte die KinderSpielWelten zwischen Stärke- und Albertstraße. Mehr als 200 Schulkinder, Jugendliche, LehrerInnen, und KünstlerInnen aus über 30 verschiedenen Kulturen arbeiteten gemeinsam mit dem städtischen Gartenbaubetrieb Galabau am Bau des Spielplatzes. Den technischen Teil der Arbeiten übernahmen die Gartenbau-Azubis, während Kargah die künstlerischen Beiträge lieferte. Alle Projektbeteiligten waren mit Begeisterung am Werk. Von den Stadtteilpolitikern wohlwollend begleitet, wurde die einzigartige Idee innerhalb eines Jahres verwirklicht.
Am 6.06.2009 wurden die KinderSpielWelten mit einem Fest eingeweiht.Der Spielplatz ist so farbenfroh, dass an diesem Tag nicht einmal der Regen auffiel. Vor der Szenerie einer Wasserwelt an der Hausfassade wirkte ein Regenschirm nicht mal fehl am Platze. Auf der Wandmalerei tummeln sich fabelhafte Wesen in allen Größen, die blaue Kulisse wurde von 10 verschiedenen Graffiti-Künstlern in ehrenamtlicher Arbeit gestaltet. Iranische Künstlerinnen bemalten und beschrifteten Mosaiksteine, die als Geschenk aus der Stadt Isfahan nach Linden geschickt wurden. Kita- und Schulkinder gestalteten mit ihren Eltern und mit  Unterstützung Künstlern daraus die Bildtafeln, die überall auf dem Spielplatz aufgestellt sind. Farbtupfer liefern  auch die Spieltische, bei denen Keramikkacheln das jeweilige Spielbrett darstellen. Darauf kann Backgammon, Schach oder Pachisi gespielt werden. Die Spieltische sind eine Gemeinschaftsidee von vielen Menschen, die Gestaltung wurde von Anatoli Tscherepanov übernommen.„Hier wurde mit Herzblut gearbeitet und eine Zauberwelt geschaffen!" Bürgermeisterin Ingrid Lange ist begeistert von der Vielfalt des Platzes. Die Grußworte der Gäste wurden von einem multikulturellen Musikprogramm aufgelockert.
Die Eröffnung gilt gleichzeitig als Auftakt für ein reichhaltiges pädagogisches Begleitprogramm, das zukünftig auf dem Platz und in den angrenzenden Räumlichkeiten angeboten wird.

 

Fotos/Text: Evi Schaefer,
Letzte Aktualisierung: 21.06.2009

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Zweitklässler der Salzmannschule haben mit ihrem Lehrer diese Sitzkombination von insgesamt 5 Weltkugeln geformt. Alle Objekte auf dem Spielplatz wurden von Künsltern entworfen und in Gemeinschaftsarbeit mit Kargah fertiggestellt.

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Natürlich darf auch ein schönes Klettergerüst nicht fehlen.
Foto: Öllerer

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Die Köpfe nehmen Bezug auf die fünf Weltkugeln in der Mitte des Spielplatzes. Sie sollen Kulturen aus fünf Kontinenten präsentieren. Foto:Öllerer

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Die künstlerisch verfremdete Kachelbotschaft auf dem interkulturellen Spielplatz zwischen Stärke- und Albertstraße.