Bericht 06-09

 

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So., 18.01.2009, Lebendiges Linden e.V., Gaststätte Rackebrandt
 Neujahrsbegnung

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Nach dem ersten Beitrag wird ein Diskussionsforum eingerichtet.

„Der Erfolg in 2008 hatte viele Mütter und Väter". Hans-Jürgen Giesecke stellte bei seiner Ansprache noch einmal die drei Projektgruppen des „Lebendigen Linden e.V." hervor. Das Kulturforum kann mit seinen aufwändigen Kunstausstellungen in der Volksbank bereits mit dem KUBUS in einem Atemzug genannt werden, das Wirtschaftsforum, ein Verbund Lindener Geschäftsleute, hat sich zu einem Erfolgsmodell entwickelt und erfreut sich wachsender Teilnehmerzahlen. Die Projektgruppe Veranstaltungen hat u.a. mit dem Jazzfrühschoppen im Von-Alten-Garten unter spitzenmäßiger Mitarbeit des Freizeitheim Linden ein kulturelles Sommerhighlight geschaffen. „Alle meckern über Linden, aber wir tun was!", so Giesecke.

Es gab nicht nur gute Nachrichten in 2008. Manfred Wiesig, Schatzmeister des Lebendigen Linden e.V., ist im vergangen Dezember gestorben. Für eine Minute hielt die Festgesellschaft inne und gedachte ihrem Freund und Weggefährten.

"Die lokale Wirtschaft, die Stadt und die Kommunalpolitiker: in Linden ziehen alle an einem Strick. Und das auch noch in die gleiche Richtung!". Bezirksbürgermeisterin Barbara Knoke lobte die großen und kleinen Erfolge, die das Wohnumfeld in Linden und Limmer immer mehr verbessern.

Als Gastredner wurde Prof. Dr. Joachim Wolschke-Bulmahn, Leibniz Uni Hannover, begrüßt. Er hielt quasi die familiäre Fahne hoch, Gattin Edelgard Bulmahn war in Sachen Wahlkampf unterwegs.Das Vortagsthema lautete:

120 Jahre kommunale Gartenkultur in Hannover - Von der Stadtgärtnerei zum Fachbereich Umwelt und Stadtgrün. Kurz Grünflächenamt. Was für uns selbstverständlich ist, nämlich einen Park wie den Von-Alten-Garten zu betreten, oder die Kinder auf einen Spielplatz zu schicken, war nicht immer selbstverständlich.

Vor der vorletzten Jahrhundertwende waren Spielplätze noch nicht erfunden und Parkanlagen oder Stadtplätze ("Schmuckplätze") dienten repräsentativen Zwecken und waren nur für die Oberschicht zugänglich. Das Proletariat lebte in miserabeln  Wohnsituationen.
Gartendirektor Julius Trip gründete 1897 die erste selbstständige Gartenverwaltung in Hannover. Er entwarf unter anderem Spielplätze und Konzepte für Arbeiterwohnviertel.

Mit dem Aufkommen der Schrebergartenbewegung  verbesserte sich auch die Lage der einkommensschwachen Bürger. Eine soziale Umorientierung begann. Öffentliche Plätze und Parkanlagen wurden  für alle Bürger zugänglich.

Noch einmal, in der Zeit der Nazidiktatur, wurde Mitbürgern das Betreten öffentlicher Grünanlagen untersagt. In vielen Spielplätzen und in Parks wurden Juden nicht geduldet, ihnen war der Zutritt gegen Strafe  verwehrt. Kleingartenvereine wurden ebenfalls verboten.

1951 fand die "1. Bundes-Gartenschau" in Hannover statt. Der Blumenkorso durch die Stadt wurde jahrelang bei anderen Gartenschauen kopiert.

Heute ist Hannover als "Stadt im Grünen" bekannt. 750 MitarbeiterInnen arbeiten im Grünflächenamt. Die Grünflächen machen 50% der Stadtfläche aus.

Die Neujahrsbegegnung fand am 18.01.2009 im großen Saal der Gaststätte Rackebrandt statt. Die Vereinsmitglieder Fisch Hampe und Fleischerei Gothe sorgten für ein leckeres Büfett.

www.lebendigeslinden.de 

 

Text: Evi Schaefer/Fotos Schaefer/Klaus Öllerer,
Letzte Aktualisierung: 23.01.2009

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Prosit auf 2009: Natürlich mit einem Gläschen Sekt, Marke „Lebendiges Linden" vom Weinhandelshaus Hasselbring...

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... so Leute, nun wird's erstmal offziell. Hans-Jürgen Giesecke bittet in den Saal.

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Der erste Vorsitzende des "Lebendigen Linden" moderierte das Neujahrstreffen.

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Bezirksbürgermeisterin Barbara Knoke bei der Neujahrsansprache...

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... Prof.Dr. Wolschke-Bulmahn hält seinen Vortrag, Wolfgang Jüttner, SPD, am rechten Bildrand, hört zu.

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Nach den Ansprachen konnte endlich das kalte Büfett gestürmt werden

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Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung vom Hajo-Hoffmann-Trio.