Bericht 69-08

 

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So.,28.12.2008, Limmer
Neues vom Kanalausbau – doch kein Hausabriss?

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Nach dem ersten Beitrag wird ein Diskussionsforum eingerichtet.

Eine der größten Befürchtungen von Anliegern des geplanten Kanalausbaus ist der Abriss von Häusern, um der neuen Schleuse Platz zu machen.

Thilo Wachholz, Dezernatsleiter Neubau bei der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Mitte, hat nun viele Beteiligte und Interessierte überrascht. Er besuchte Anlieger und legte eine neue Zeichnung vor. Danach können alle Häuser stehen bleiben. Es handelt sich hier um eine „Untersuchung der Variante IV", so äußerte sich Herr Wachholz am Telefon. Entschieden sei damit noch nichts.

Anwohner äußern sich jedoch skeptisch und sehen hierin nur einen neuerlichen Versuch ihren Widerstand zu unterminieren. Bei einer Anhörung am 05. November lag diese Variantenbetrachtung noch nicht vor. Alle Betroffenen konnten bei diesem Termin ihre Sicht der Dinge darstellen. Auch die Firmen auf dem Hafengelände, für die der Wasserweg und sein Ausbau entscheidend wichtig ist, gehörten zu den Vortragenden. Im öffentlichen Eindruck konnte die BI „Limmer für Immer" eindrucksvoll punkten. Sie kritisierte die bisherigen Gutachten als unzutreffend und irreführend. Vor allem den volkswirtschaftlichen Nutzen dieser riesigen Investitionssumme von über 200 Millionen Euro bezweifeln sie vehement.

Inzwischen haben die von der BI kritisierten Gutachter ihre Antwort abgegeben. Für den unbefangenen Leser ist durch das detaillierte Für und Wider die Lage etwas unübersichtlich geworden. Das Thema ist eben komplex.

Nach wie vor fordert die BI ein unabhängiges Fachgutachten, um die offenen Fragen und Kritikpunkte beantworten zu können. Weiter findet sie, dass die Entscheidung über den weiteren Ablauf des Prozesses zwischen allen betroffenen Parteien einvernehmlich getroffen werden sollte.

Gegenwärtig bereitet die Verwaltung eine Drucksache vor, die als Entscheidungsgrundlage für die Politik dienen soll. Man darf gespannt sein.

Imzwischen schickte die BI "Linden für Immer" einen offenen Brief an den Oberbürgermeister Stephan Weil.
Homepage der BI: www.Schleusenskeptiker.de 

Text/Fotos: Klaus Öllerer
Letzte Aktualisierung: 28.12.2008

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Nach diesem Entwurf können alle Häuser stehen bleiben. Die BI bleibt skeptisch. Großes Bild
Bild: Wasser- und Schifffahrtsdirektion Mitte

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Zahlreich war ein interessiertes Publikum zur Anhörung am 05. November 2008 in das Haus der Jugend erschienen.

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Dr. Josef Hinken trug für die BI "Linden für Immer" zum Thema Wirtschaftlichkeit vor und beeindruckte die Zuhörer.

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Dipl.-Volkswirt Stefanos Kotzagiorgis von PLANCO Consulting GmbH erläutert und verteidigt das Hafengutachten.