Beim 18. Wirtschaftsforum waren mit über 45 Personen wieder sehr viele Teilnehmer anwesend. Es erschienen wie bei den letzten Veranstaltungen auch überwiegend Geschäftsleute aus Linden. Bedauerlicherweise fand gleichzeitig
ein Fußballspiel Deutschland-England statt, wodurch einige potenzielle Teilnehmer sicher verhindert waren. Durch das Treffen führte wie immer Herr Fuchs aus dem Vorstand der Hannoverschen Volksbank. TOP Bauliche Veränderungen in Linden (Linden-Park) Herr Gerrit Haaß (Centermager) löste eine gewisse Erleichterung bei den übrigen Teilnehmern aus, als er mitteilte, dass der Linden-Park kein Interesse an einer Bevorzugung bei der Auswahl von Haltestellenstandorten der Stadtbahn am
Küchengarten oder am Schwarzen Bär hat. Geschäftsleute hatten Bedenken angemeldet, dass bei der Auswahl zukünftiger Standorte die Interessen des Linden-Park besondere Berücksichtigung finden würde. Bei der Präsentation des Konzeptes Linden-Park legte Herr Haaß besonderen Wert auf die zu erwartenden Vorteile für die umliegenden Geschäfte und Stadtteile. Durch den großen Einzugsbereich der Linden-Park Besucher ist mit höherem Besucheraufkommen zu rechnen. Gegenüber dem ECE in der
Innenstadt nannte er besonders die reichlich vorhandenen und kostenlosen 2.000 Parkplätze als Standortvorteil. Der Linden-Park will nicht als Konkurrenz auftreten, sondern gemeinsam mit den Lindenern den Stadtteil entwickeln. Lindener fahren dann vielleicht weniger in die Innenstadt. Der Linden-Park soll auch zu einem Treffpunkt der Region und des Stadtteils werden, der von Aktionen lebt und dessen öffentlichen Raum die Bevölkerung nutzen kann. Die Mietverträge mit den Mietern sind
auf zehn Jahre abgeschlossen. Dadurch soll auch der Branchenmix gesichert werden. Der Einzugsbereich erstreckt sich bogenförmig von Garbsen bis Laatzen. Es wird überregional geworben. Herr Haaß widersprach den geäußerten Befürchtungen, dass bei den Baumaßnahmen Geringwertiges entstehen würde. Die Materialien und Konzepte seien höherwertig und der Wohlfühlcharakter sei wichtig. Es soll zum Verweilen einladen und nicht nur zum Konsumieren. Betteln und Hausieren werde nicht erlaubt
werden. TOP Stadtmobil und CarSharing Frau Judith Siano von Stadtmobil berichtete über die Angebote Firmenwagen für jeden Anlass zu buchen und dabei auf den eigenen PKW-Besitz zu verzichten. Die Schweiz sei in diesem Sinne vorbildlich. Allein dort gäbe es so viele Kunden wie im großen Deutschland insgesamt. Der Vorteil liegt im hohen Einsparpotenzial, wenn Autos nur dann gebucht werden müssen, wenn sie auch gebraucht werden. Dabei kann der Autotyp nach Verwendungszweck
ausgesucht werden. Bis zu einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 km lohne sich Carsharing, erläuterte Frau Siano. Auf Gasautos hat man inzwischen verzichtet, da sie von den Kunden nur ungenügend nachgefragt würden. Man bemühe sich immer um die jeweils neuesten, sowie verbrauchs- und umweltgünstigsten Modelle. Etwa 150 Firmen nutzen diese Möglichkeit derzeit und es stehen Modelle vom Kleinstwagen bis zum Transporter zur Verfügung. Einige Teilnehmer berichteten von außerordentlich guten
Erfahrungen mit Carsharing, sowohl was die Verfügbarkeit angeht als auch das wirtschaftliche Einsparpotential. Beim Standardbeispiel von 500 km monatlich ergeben sich 150 € an Einsparung. Es werden in einigen Bereichen in Linden dringend Stellplätze gesucht, da die Nachfrage das Angebot übersteigt. Im Durchschnitt erspart ein Teilauto etwa 10 andere. TOP Entdeckertouren in Linden Als "beste neue Idee" erhielt das Wirtschaftsforum für die "Entdeckertouren in Linden"
der Initiatoren Michael Jürging und Manfred Wassmann den Preis "Hier ist was los" vom Einzelhandelsverband Hannover-Hildesheim. Es gab 20 Mitbewerber. Anwesend waren auch die Gewinner für den "Preis für den besten ganzheitlichen Ansatz" aus Hainholz für das Konzept des "Kultursommers Hainholz" Manfred Gutzmer und Frank Kudlinski. Der Preis ist mit 10.000 € als Barleistung und 5.000 € als Werbeleistung des Madsack Verlages (HAZ, NP) ausgestattet. siehe
auch -> "Hier ist was los!" - Preisträger geehrt! Die Sieger aus diesem Jahr müssen bei der Preisverleihung im nächsten Jahr berichten, was sie aus dem Geld gemacht haben. "Es mangelt nicht an Ideen", bemerkte Michael Jürging zum Geldsegen
und kündigte eine Weiterentwicklung "Erlebte Geschichte" zusammen mit einem Internetportal mit dem Amt für Landesvermessung Niedersachsen oder der Stadt Hannover an. Die beiden Initiatoren dankten besonders der Firma Decius für den hohen Absatz an Sammelalben. TOP Verschiedenes Erscheinungsbild Schwarzer Bär (Kiosk) Der unbenutzte und zusehends immer mehr verfallende Kiosk am Schwarzen Bär wird zunehmend als Schandfleck empfunden. Herr Wolfgang Wescher
(Stadtbezirksmanagement Linden-Limmer) informierte über die Einleitung von rechtlichen Schritten. Dieses Jahr wird es mit finanzieller Unterstützung des Bezirksrates einen Weihnachtsbaum geben. Lindenpol Die Werbemaßnahmen in den Medien werden zu Ende November beendet. Die angestrebte Teilnehmerzahl vom 100 wurde mit jetzt 97 fast erreicht, wobei man bereits von 98 ausgehen kann, da noch ein Interessent "abgearbeitet" werden muss. Koordinierung übergreifender
Marketingaktivitäten Eine Arbeitsgruppe entwickelte die Idee zur Bildung einer übergreifenden Aktionsgemeinschaft, die ein- bis zweimal im Jahr aktiv wird, um verkaufsoffene Sonntage, Weihnachtsbeleuchtung etc. zu organisieren. IG Limmerstraße Herr Pfautsch berichtete vom erfolgreichen Limmerstraßenfest und informierte über das nächste Treffen der Aktion Limmerstraße. Die Weihnachtsbeleuchtung wird zum 1. Advent eingeschaltet. LINDENGUT e.V. Herr
Kriewitz berichtete über die Aktivitäten "Himmlisches Vergnügen" am 06. Dezember und die Aufstellung eines Weihnachtsbaumes am Schwarzen Bär. Am 27. November wird die Beleuchtung mit Ansingen vom Chor Teutonia eingeschaltet. Herr Kriewitz bedankte sich warmherzig für die Unterstützung durch die Wirtschaftsförderung und dort besonders für das Engagemant von Herrn Wittek. -> Ein himmlisches Vergnügen in Linden-Mitte
Deisterkiez Herr Töpelmann berichtete von großem Erfolg der Aktion "HerbstlichT". Siebzig selbst gebastelte Lampions, teilweise wahre Kunstwerke, wurden eingereicht. Am 15./16. Januar 2009 erhält der Deisterkiez e.V. in Berlin die Anerkennung als "Soziale Stadt". -> www.sozialestadt.de Stadtbezirksmanagement Linden-Limmer Herr Wolfgang Wescher stellte sich und seine
Aufgaben als Bezirksmanager für den Stadtbezirk Linden-Limmer vor. Er ist das Bindeglied von Verwaltung und Akteuren. Dadurch sollen Problemstellungen besser erkannt und behandelt werden. Herr Fuchs würdigte Frau Lingenfelder, die sich jetzt in den Ruhestand verabschieden wird, und überreichte ihr einen Blumenstrauß. Man würde sich freuen, wenn sie das Wirtschaftsforum weiterhin besuchen würde. Achim Brandau informierte über das Aktionsbündnis "Linden gegen Nazis" und dessen
Aktivitäten. Herr Giesecke wies auf den neuen Folder des Lebendigen Linden hin und kündigte den Neujahrsempfang für Sonntag, 18.01.2009, 11:00 in der Gastwirtschaft Rackebrandt an. Zum Ende der Veranstaltung lud die Hannoversche Volksbank alle Teilnehmer zum Grünkohlessen ein. Das 19. Wirtschaftsforum wird am 04. März 2009, 19:00 wieder in der Gaststätte Rackebrandt stattfinden. Fotos/Text: Klaus Öllerer Letzte Aktualisierung: 24.11.2008 |