Bericht 57-08

 

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So., 5.10.2008, KC Limmer e.V.
Willkommen, Fuchur
Drachenboottaufe und FunFunFun-Regatta

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Nach dem ersten Beitrag wird ein Diskussionsforum eingerichtet.

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Begrüßung der Gäste und Drachenboottaufe: Joachim Rademann (li.) hält die Ansprache

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Weckt den rasenden Drachen im Boot: Wolfgang Rogall mit seiner Trommelpercussion

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Die Drachenbootwartin Ingrid Lemke (neben Fuchur) übernimmt die Taufe und verpasst dem Bootsveteran bei der Gelegenheit eine Sehhilfe.

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Fuchur macht auch von achtern eine gute Figur.

Am 5. Oktober trafen sich mehr als 60 Drachenbootpaddler beim Kanu Club Limmer e. V. Es galt, das von den Hannodraxx (Drachenbootrennverein Hannover) erworbene Boot zu taufen und zusammen mit dem bereits im Kanu Club vorhandenen Drachenboot ein Wettrennen auszufahren.

Um die beiden Boote so richtig in Schwung zu bringen, wurden Gastmannschaften eingeladen: Drachenpöter, E.on Red Dragons, Konica Minolta Blue Bulls, MGI Dragons und die Staatsdrachen, sowie einige Paddler von dem Hannodraxx am Maschsee. Durch ein Losverfahren wurde aus den Gästen vier Mannschaften gebildet. Bunt gemischt gingen die Teams ins Rennen. Die jeweils Ersten und die Zweiten der beiden Durchgänge fuhren erneut gegeneinander. In beiden Endläufen entschieden weniger als 30 Zentimeter Sieg oder Niederlage.
Nach dem Rennen saßen die Mannschaften noch gemütlich mit Gegrilltem, Salaten und anschließend bei Kaffee und Kuchen beisammen. So können Traditionen beginnen.

Fotos/Text: KC Limmer/esch
Letzte Änderung: 16.10.2008

Guten Morgen liebe Freundinnen und Freunde des Drachenbootsports

Ich freue mich sehr euch so zahlreich hier beim Kanu-Club Limmer begrüßen zu dürfen. Ganz besonders möchte ich mich bei Ingrid Lemke – unserer Drachenbootwartin – bedanken, die hier alles  organisiert hat.

Sicher hat Ingrid gewusst oder geahnt, dass ich in einem meiner ersten Leben auf einer Werft gearbeitet habe und dabei Zeuge zahlreicher Taufen war. Und der der Weg von Massengutfrachtern und Passagierschiffen zum Drachenboot ist ja eher fließend.

Das Drachenboot das heute getauft bzw. umgetauft werden soll ist das zweite beim Kanu-Club Limmer. Sein bisheriger Name Hannodraxx deutet darauf hin, das es kein Neubau, sondern bis vor kurzem Eigentum des gleichnamigen befreundeten Teams vom Maschsee war.

Die Fortbewegung von Booten mit Hilfe von Stechpaddeln hat sich in mehreren Kulturen unabhängig voneinander entwickelt. Typisch für die aus Asien stammenden Paddelboote ist jedoch die stilisierte Darstellung der Boote als Drache durch Kopf und Schwanz.
Ursprung des Drachenbootes
Vor ca. 2500 Jahren dienten Drachenboote als Fortbewegungsmittel. 
Die bekannteste Geschichte zum Ursprung der Drachenbootrennen ist ca. 2300 Jahre alt. Sie erzählt  von der misslungenen Rettung des chinesischen Nationaldichters Qu Yuan vor dem Ertrinken. Dabei lieferten sie sich ein Wettrennen mit ihren drachenbootähnlichen Kanus und versuchten, mit lautem Trommeln die gefährlichen Fische zu vertreiben.
Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich die Form und die Furcht erregenden Drachenköpfe kamen hinzu, um böse Wassergeister fern zu halten.

Das ist jedoch nur eine von zahlreichen Erklärungen des Ursprungs der Drachenbootrennen.
Von all diesen "Ursprungstheorien" bleibt die Legende von der missglückten Rettung in China die populärste.

Aus dem Ritual wurde ein Wettkampf der inzwischen in über 40 Ländern ausgeübt wird.

Die Traditionen und Bräuche, die zu den Drachenboot-Rennen gehören, sind im modernen China lebendiger denn je.  Seit über 2000 Jahren wird zu den Drachenbootrennen traditionell Klöße aus Klebreis mit verschiedenen Füllungen, die in Bambusblätter eingewickelt sind gegessen. Sie sollen an die Reisklöße erinnern, die man damals in den Fluss geworfen haben soll, damit die Fische nicht den Leichnam von Qu Yuan fressen.

Feste Bestandteile der Tradition sind auch das Opfern von Geldscheinen, Wein und Schnaps, das Abbrennen von Feuerwerkskrachern, dem chinesischen Glückssymbol, und natürlich die "Erweckung des Drachens", sowie Drachen - und Löwentänze.
Drachenboottaufe
Ein bis zum heutigen Tage ausgeübtes Ritual ist die Erweckung des Drachen durch das Ausmalen des Auges.

Die Erweckung des Drachens
Vor dem Rennen halten Priester eine Zeremonie ab. Ein Priester sticht den Säbel in einen Geldschein, der mit mystischen Schriftzeichen verziert ist. Dann werden Kopf, Schwanz, Rumpf und Trommel mit dem Säbel berührt, begleitet vom Klingen einer Glocke und magischem Sprechgesang. Anschließend wird das Papiergeld verbrannt und der magische Sand auf den Drachenkopf gestreut. Eine hohe Persönlichkeit darf die Stellen kennzeichnen, an denen sich die Augen des Drachen befinden sollen.  Diese werden dann mit roter Farbe ausgemalt. Dafür ist ein Priester oder Pate zuständig, dessen Aufgabe es ist, die „blinden" Augen der Drachen mit Farbe und Pinsel zu öffnen und anschließend mit Handauflegung auf den Kopf und lauter Stimme "Drache erwache" zu rufen.

Der Drache ist jetzt erweckt und kann sehen!
Dann begibt sich der Zug mit dem Drachen mit lauten Trommel - und Zimbelschlägen zum Wasser. Die Priester streuen zur Besänftigung der Flussgeister Reis, Blumen und Räucherstäbchen ins Wasser. Wie das so üblich ist bei den Drachenbooten werden die Drachen mit Gemüse gefüttert, damit die Drachen Vegetarier bleiben und nicht ihre eigene Mannschaft verzehren.
Das Boot wird mit den Worten; "flieg von Sieg zu Sieg", ins Wasser gelassen.
Dieses Ritual soll Erfolg und Glück bei den bevorstehenden Wettkämpfen bringen.
Was für ein Glück das der Drache nur umgetauft wird und dieser Teil der Zeremonie mit Priester und verbrennen von Geldscheinen nicht  wiederholt werden muss.
Das Boot muss ein wahres Glücksdrachenboot sein. Nicht nur, dass es mit den Hannodraxx nette und freundliche Vorbesitzer hatte, sondern auch weil es hier im Kanu-Club gleich von fünf Teams
der Drachenpöter, Eon Red Dragons, Konica Minolta Blue Bulls, MGI Dragons und den  Staatsdrachen regelmäßig bewegt werden wird.

Glücksdrachen sind nicht nur genial haben immer gute Laune. Sie sind auch knuddelig und knuffig und haben Glück, nein sie bringen auch Glück.

"Glücksdrachen sind Geschöpfe der Luft und der Wärme, Geschöpfe unbändiger Freude und trotz ihrer Körperfülle so leicht wie eine Sommerwolke. Darum brauchen sie keine Flügel zum Fliegen. Sie schwimmen in den Lüften des Himmels wie ein Fisch im Wasser."

Glücksdrachen sind nicht nur das Herz und die Liebe einer Phantasiewelt .  Sie motivieren ihre Freunde immer wieder.

Und das soll das Drachenboot auch uns. Mit ihm als Team Spaß und den Erfolg haben den wir uns wünschen.

Ingrid  wird den Drachen symbolisch mit einer Brille versehen – es ist ja ein alter, erfahrener Drache – um seine Sehkraft zu erhöhen und Wolfgang Rogall wird mit einer Trommel Percussion dem Drachenboot neues Leben einhauchen.
Ingrid

Hiermit taufe ich das Boot auf den einzig waren Namen den Glücksdrachen nun einmal tragen:

 Fuchur

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