Bericht 46-08

 

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Sa., 23.08.2008, 100 Jahre Haasemannstr.
Nass, aber gut gelaunt!

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So feiert die Haasemannstraße und trotzt dem Regen

Die Haasemannstraße in Linden-Mitte glich am vergangenen Sonnabend (23. August) einer bunten Feiermeile. Kinder liefen umher, es roch nach frischen Waffeln und die Clowns Felino und Barbarlotta sorgten für gute Laune bei Groß und Klein.  Für Autos war die Straße mittags gesperrt worden, die Bewohner der Straße hatten Pavillons vor ihren Häusern errichtet und Tische und Stühle aufgestellt. Anlass war der 100jährige Geburtstag des Hauses mit der Nummer 4, das 1908 gebaut worden war. Auch die anderen Häuser nullen in den kommenden Jahren. Und weil ein 100-Jahre-Jubiläum ein guter Grund zum Feiern ist, dachte sich Elke Lammert-Oehlerking aus Stockwerk 4 des Geburtstagshauses, dass man das nicht nur mit der gesamten Straße, sondern auch mit allen Lindenern feiern sollte. Schon bald kamen viele Ideen zusammen und ein abwechslungsreiches Programm entstand.

Um 15 Uhr eröffnete die Bezirksbürgermeisterin Barbara Knoke das Straßenfest: „Ich freue mich über soviel Engagement im Stadtteil und wünsche uns allen ein schönes Fest." Zuvor hatte der Pianist Dominik Hügen auf dem extra bereit gestellten Flügel vor Haus Nummer 2 mit Klängen von Yann Tiersen die Feier stimmungsvoll eingeleitet. Es gab Kaffee und Kuchen vor Haus Nummer 6, einen Kinderflohmarkt vor Nummer 7 und Robert Wicke (Nummer 9) ging mit den Besuchern auf eine Reise durch 100 Jahre Straßenspielkultur mit Seilspringen, Tauziehen und um die Wette hüpfen. Marianne Hau ludt zum Töpfern ein und der älteste Straßenbewohner Armin Schlote (87 Jahre), der früher eine Bäckerei in Haus Nummer 10 betrieben hatte, erzählte von seinen Erlebnissen. „Ein alter Haase erzählt" nannte sich das Erzählcafé, das mit großem Interesse besucht wurde. Susanne Baldermann fertigte Gipsmasken an und außerdem sorgten Christa Bille mit ihrem Marionetten-Ensemble und die Rappergruppe „Die Spotlight-Records" für Unterhaltung der geladenen Gäste sowie neugierig gewordener Passanten. Auch der Regen konnte der Stimmung keinen Abbruch tun. Mit Humor sprach man vom „feucht-fröhlichen Fest". Eine spannende Abwechslung für die Kinder war das „exrem schwierige Haasemann-Rätsel", das von Bernd Oehlerking eigens ausgedacht war und dessen Lösung mit einem 10-Euro-Schatz belohnt wurde, der in der Straße versteckt war und den es zu suchen galt. Außerdem hatte Bernd Oehlerking für die Erwachsenen noch etwas Besonderes vorbereitet: Für 7 Euro konnte das Kochbuch „So is(s)t die Haasemannstraße" erstanden werden, das mit Rezepten und Fotos von der Haasemannstraße aus alter und neuer Zeit gestaltet wurde.  Das Tanzpaar Karin André und Erwin Bagusch aus Linden begeisterte mit einer leidenschaftlichen Tangoeinlage auf dem Asphalt und der Posaunenchor der St. Martinsgemeinde brachte ein Geburtstagsständchen.

Und nachdem die meisten Gäste schon weg waren, ließen es sich die Haasemänner und -frauen nicht nehmen, trotz des anhaltenden Regens mitten auf der Straße zusammen zu kommen. Unter einer Reihe von Pavillons wurde an einer langen Tafel noch bis in die Nacht gespeist. „Letztlich hat uns der viele Regen sogar noch mehr zusammen geschweißt", resümierte Elke Lammert-Oehlerking. Bleibt zu hoffen, dass die kommenden 100-Jahre-Geburtstag ebenso bunt und engagiert gefeiert werden.

Zu danken hat die Haasemannstraße allen Sponsoren des Festes der Linden-Limmer-Stiftung, der Genossenschaft „Heimkehr", dem Bezirksrat Linden-Limmer, der Bewohnerschaft selbst sowie allen anderen Spendern, die zum Gelingen dieses Festes beigetragen haben.

Für die geschichtlichen Hintergründe zur Haasemannstraße sorgten Stelltafeln und v.a. ein Pavillon vom Verein Quartier mit Informationen zum Küchengarten und eine Bildergalerie am Haus Nummer 12. Danke sagen wir daher auch Johnny Peter von "Quartier" und Joachim Brandau von www.linden-entdecken.de*.

von Rike Oehlerking

* Schöne Bilder gibt es auch bei www.linden-entdecken.de.

Fotos: Oehlerking/Öllerer
Letzte Aktualisierung: 26.08.2008
 

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