Bericht 36-08

 

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Sa, 31.05.2008., lebendige Geschichte
125 Jahre Bürgerverein und die "Bundeslade von Linden"

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Grußwort des 1. Vorsitzenden Horst Knoke

Vor 125 Jahren, im Januar 1883, wurde der Lindener Bürgerverein gegründet. Nach der Satzung hatte er sich das Ziel gesetzt, aktiv an der Gestaltung Lindens mitzuwirken, sich zu aktuellen Problemen kritisch zu äußern, Heimatkunde zu pflegen und damit letztendlich das Gemeinschaftsgefühl seiner Mitglieder und aller Lindener Bürger zu stärken. Auch heute noch fühlt sich der Lindener Bürgerverein diesen Zielen seiner Gründer verpflichtet.

Seit seiner Gründung versuchte der Lindener Bürgerverein über Eingaben und aktives Handeln seine Ziele zu erreichen. So beantragte er  im Februar 1883  die Errichtung eines Wochenmarktes. Dieser wird seit August 1883 zunächst am Schwarzen Bären, ab 1886 auf dem Lindener Markt Platz abgehalten. 1908 wurde vom Lindener Bürgerverein  die „Lindener Bürgerstiftung" mit 19.000 Mark ins Leben gerufen, um für in Not geratene Lindener Bürger ein Altersheim zu bauen. Die Liste der vom Verein initiierten bzw. selbst durchgeführten Aktivitäten in Linden ließ sich erheblich erweitern. Dem Lindener Bürgerverein war es, auch unter dem gesellschaftlichen Wandel, immer wichtig, sich für die Lindener und Linden einzusetzen. In den letzten Jahren waren die Schwerpunkte die Restaurierung der Eingangstore des Lindener Bergfriedhofs, des Lindener Stadtwappens am neuen Lindener Rathaus und vieles mehr. Zuletzt wurde im Jahre 2007 die Gründung der Linden-Limmer-Stiftung unterstützt. Der Lindener Bürgerverein ist in die Jahre gekommen, aber immer auf der Höhe der Zeit geblieben. Auch in Zukunft möchte der Lindener Bürgerverein sich einmischen und mitgestalten.

Mein Dank gilt allen, die sich an der Gestaltung der Festlichkeiten und der Festschrift beteiligt haben.

Horst Knoke

Fotos/Text: Horst Knoke, Manfred Wiesig / Klaus Öllerer
Letzte Änderung: 29.06.2008

* Bundeslade: Als Bundeslade wird ein Kultgegenstand des Volkes Israel bezeichnet. Sie enthielt nach Darstellung der Tora die Steintafeln mit den Zehn Geboten, die Moses von Gott erhielt. Die Bundeslade galt demnach beim Auszug Israels aus Ägypten unter Mose als Garant für Gottes Gegenwart inmitten des Volkes. Sie ist bis heute Symbol für den Bund Gottes mit dem Volk Israel (daher der Name „Bundeslade").
Quelle: WIKIPEDIA

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Im Gegensatz zu Indiana Jones und seiner legendären Jagd nach der Bundeslade* ist die Geschichte um die Geschenkschatulle des Bürgervereins doch etwas weniger spektakulär. Die Schatulle war in den letzten Jahrzehnten einfach verschwunden. Sie enthielt zwei Bücher. Eines davon enthielt Sinnsprüche und das andere die Namen von 2500 Kriegstoten der ehemaligen Stadt Linden. Heute sind beide Bücher immer noch verschollen, während die Schatulle vor Jahren einem Mitglied des Bürgervereins übergeben wurde. Lange wußte niemand etwas damit anzufangen. Bei dieser 125-Jahrfeier wurde die Schatulle zum Verbleib an Bürgermeister Bernd Strauch übergeben.
V.l.n.r.: Jonny Peter (Quartier e.V.), Bernd Strauch (Bürgermeister Stadt Hannover), Manfred Wiesig, Horst Knoke (1. Vorsitzender Bürgerverein)

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