Vor ziemlich genau 200 Jahren, am 15. Juni 1808 passierte es: Gegen 1:30 Uhr brach das Feuer aus. Das Strohdach des Kötners* Goslar qualmte bereits und die ersten Flammen begannen zu züngeln. Schnell waren alle Nachbarn herbeigeeilt
und bildeten Eimerketten zum Löschen. Doch bald einsetzender Gewittersturm trieb die Flammen über die Straße von Dach zu Dach. Von weit her eilten nun die Helfer herbei. Aus Herrenhausen und der hannoverschen Neustadt kamen Mannschaften mit Spritzen heran. Schließlich machte einsetzender Regen dem Zerstörungswerk der Flammen ein Ende. 15 Häuser und 5 Scheunen waren vernichtet. Sogar das Blei der Kirchenfenster war angeschmolzen worden. Etwa die Hälfte von Limmer war noch stehen geblieben.
Heute zeugen nur noch die geschwärzten Steine der Kirche von der damaligen Katastrophe. Zum diesjährigen Gemeindefest hatte Pastor Schweingel die Idee das Feuer nachzuspielen. Frau Gucia übernahm die Inzenierung und viele
spontane Laienschauspieler bereiteten sich ein halbes Jahr lang vor.
* Kötner = Bauer mit wenig oder ohne eigenes Land Text/Fotos: Öl Letzte Änderung: 22.06.2008 |