Am 4. Mai wurde der letzte Teil des Stadtplatzes eingeweiht. Wie hier von Oberbürgermeister Stephan Weil und Bezirksbürgermeisterin Barbara Knoke locker demonstriert, kann Boulespielen durchaus zu einem bevorzugten Freizeitvergnügen auf dem neuen Stadtplatz werden. Der helle Bodenbelag ist aus verdichtetem Sand. Das Wasser kann ablaufen, aber der Sand ist so fest, dass er nicht matscht. Auch als Hundeklo ist er ungeeignet. Schade für die Kids, eine Sandkiste gibt es
nicht, aber einige „5-Minuten-Spiel-Geräte". Jetzt kann richtig losgetobt werden! Doch Vorsicht ist geboten: kein Zaun versperrt den Zugang zur vielbefahrenen Fössestraße. Nebenan haben die Skater schon vor Wochen den Platz vor dem Theater am Küchegarten zum Szenetreff erklärt. Es macht Spaß, sie bei ihren spektakulären Kunststücken zu beobachten,
aber die Boards machen auf dem Granit einen Mordslärm. Gemeinsam mit den Anwohnern und Vermittlern aus dem Bezirksrat wurden Ruhezeiten ausgehandelt und auf einem Schild festgehalten. Die Probezeit für die Skater läuft noch. Drei Gastronomiebetriebe mit individueller Außengastronomie und freier Sicht auf den Platz, sorgen bestimmt auch
dafür, dass man sich hier gerne aufhält. Für einen Blick hinter die historischen Kulissen dieses Ortes ist auch gesorgt: der Verein „Quartier e.V." stellte eine Informationstafel auf. Der Stadtplatz „Am Küchengarten" wurde im Rahmen des Programms „Hannover schafft Platz" vom Planungsbüro „foundation+5" nach den Ideen einer Bürgerbeteiligung für 125 000 Euro umgestaltet. Wer alles über den Küchengarten erfahren möchte: Quartier e.V. engagiert sich für Stadtteilgeschichtsarbeit und hat
seinen Sitz im Küchengartenpavillon (!) auf dem Lindener Bergfriedhof. Geöffnet ist dort am Dienstag, Donnerstag und Freitag, 15-17 Uhr und Sonntag 14-17Uhr.
Fotos/Text: Evi Schaefer (esch) Aktualisiert 11.05. 2007 |