„Der Verein bleibt in Bewegung" – so lautete die Überschrift auf dem kleinen Zettel, den jeder am Ende der Veranstaltung in einem kleinen Reagenzglas mitnehmen konnte. Auch dieses mal hatte der Verein „Lebendiges Linden e.V." zum Jahresbeginnn eingeladen. Gefeiert wurde in der Calenberger Neustadt, in der „Galerie Bongartz", deren schönes Ambiente sehr gut für ein Fest zum Jahresbeginn passte.
Zunächst
bedankte sich der 1.Vorsitzende des Vereins, Hans-Jürgen Giesecke, bei den vielen ehrenamtlichen Helfern, die dieses fröhliche Fest überhaupt möglich gemacht hatten. Weinhändler Bernhard Hasselbring beispielsweise stiftete den Begrüßungsdrink und verkaufte seinen Wein an den Verein zum Selbstkostenpreis. Was übrig blieb wurde dem Verein gestiftet. Aber auch die vielen Helfer, die die Organisation, das Aufbauen und Dekorieren übernahmen, sind nicht zu vergessen. Ein Verein wie „Lebendiges
Linden" lebt schließlich durch seine Mitglieder und Ehernamtlichen, die es sich zum Ziel gemacht haben, Öffentlichkeitsarbeit für Linden zu leisten, die Stadtteilkultur in Linden zu prägen und anderen zu helfen – damit das Leben in Linden lebens- und liebenswert wird (und bleibt). Dadurch ist Linden über seine Grenzen hinaus als multikultureller, bunter und vor allem aktiver Stadtteil bekannt geworden, woran der Verein einen großen Verdienst hat. Auch Bürgermeister Bernd Strauch
betonte noch einmal, wie wichtig es ist, sich für andere im eigenen Stadtteil einzusetzen und aktiv zu werden. Der Verein gehe hier mit gutem Beispiel voran und leiste so einen großen Beitrag zur Lebenskultur in Linden.
Selbst der eigens aus Berlin angereiste engagierte Kabarettist Volker Surmann musste zugeben, dass Linden die Stadt Hannover mehr als andere Stadtteile prägt. Während seiner Show berichtete er über seine Kindheit auf dem Dorf und dass er nicht das Glück gehabt hatte
wie andere Kinder (beispielsweise Lindener Kids) mit Skateboard ausgestattet zu sein sondern, da es ja sonst nichts auf dem Dorf gab, sich anders helfen musste, rodeln im Winter war schon „das höchste der Gefühle". Witzig waren auch die Episoden mit der „Strandumkleide" – ein sackartiges Kleidungsstück das sich der Kabarettist zur Freude aller noch einmal überzog. Einzig die Szenen über ältere Menschen waren geschmacklos, wurden aber durch zahlreiche andere komische Alltagserlebnisse
und auch Musikeinlagen über das Verhältnis zum Körper kompensiert.
Um die Veranstaltung ein richtiges Fest werden zu lassen, hatte der Verein unter anderem auch die Jazzgruppe „Solid Jazz" eingeladen, die für die richtige und stimmungsvolle Hintergrundmusik sorgte. Sowohl Gitarrist als auch Bassist trafen im wahrsten Sinne des Wortes die richtigen Töne und harmonierten perfekt.
Im Anschluss folgte die Eröffnung des Buffets, das die Lindener Unternehmen Fleischerei Gothe und
Fisch Hampe kreiert hatten. Bei gutem Essen, Wein und Musik konnte man nun fröhlich plaudern und das Fest ausklingen lassen. Text: Tamara Laake Fotos: Tamara Laake, Evi Schaefer, Klaus Öllerer Letzte Aktualisierung: 20.01.2007 |