Bericht 68-06

 

ARCHIV 2006
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Sa, 9.12. 2006, Hand - Arbeit
Weihnachtsbazar  in der "Lindener Freiheit"

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Nach dem ersten Beitrag wird ein Diskussionsforum eingerichtet.

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Hand – Arbeit. Handarbeit. Basteln. Familientradition. Die Initiatoren des „Weihnachts – Bazars" wollten gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit zeigen, was kleine und große Menschen mit den eigenen Händen, viel Fantasie und etwas Geduld herstellen können.
Zwanzig Aussteller zeigten Kunst, Handwerkliches und weihnachtliche Basteleien und am Stand der „Aktion Kindertraum" konnten Kinder nach Herzenslust gemeinsam mit Unterstützung vom Weihnachtsmann basteln.
 
Die Ausstellung in den Räumen des historischen Rathauses soll zu einer jährlich wiederkehrenden Veranstaltung werden. Leider ist der Veranstaltungssaal nur über mehrere Treppen zu erreichen. Mobilitätseingeschränkten Menschen blieb der Zugang zum „Advents – Bazar" verwehrt.


Fotos/Text: Evi Schaefer
letzte Aktualisierung: 10.12.2006

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Was ist Basteln überhaupt? Andrea Roye kann es erklären :

Der Begriff des Bastelns leitet sich von dem bayrischen Wort pästeln ab und bezeichnete  die Verrichtung eines Handwerks ohne Zunftzugehörigkeit.
Der moderne Sinn des Bastelns ist die Herstellung von Dekorationselementen, Praktischem aber auch Phantasievollem.
Heute wird es nicht mehr nur als Freizeitbeschäftigung für kalte Winterabende genutzt, sondern ist zu einem Hobby für Jedermann geworden.
Es werden keine Grenzen gesetzt in Alter, Geschlecht oder Material.  Allein die Kreativität, Individualität und der Spaß stehen im Vordergrund. Die entstanden Ergebnisse sind alle Unikate.

Die beliebtesten Bastelformen sind die Serviettentechnik, Window Color und Origami.
Entgegen der ersten Vermutung bezieht sich die Serviettentechnik nicht auf das Falten solcher, sondern auf die Verzierung der unterschiedlichsten Materialien mit Hilfe von Servietten.
Abgeleitet wird die Technik von der französischen Kunstform Decoupage (Ausschneiden), bei der zunächst Oblaten auf die verschiedensten Oberflächen geklebt wurden, bevor man Servietten dafür benutzte.

Einer großen Beliebtheit erfreut sich Window Color, kurz WiCo genannt. Auf eine Folie wird mit transparenten Farben ein Motiv aufgemalt, das nach dem Trocknen auf Fenster oder andere glatte Oberflächen angebracht werden kann.
Mit dieser Methode lassen sich alte hässliche Fenster schnell  in etwas neues Schönes verwandeln.
Die dritte Form, das Origami, stammt aus dem Japanischen und leitet seine Bedeutung von den Wörtern ori (falten) und kami (Papier) ab. In der langen Tradition dieser Kunst werden Figuren aus einem quadratischem Stück Papier gestaltet. Dabei sind Hilfsmittel wie Schere und Kleber tabu.
Origami zeigt besonders deutlich, dass Basteln mehr sein kann, als eine Möglichkeit der Dekoration oder Freizeitgestaltung. Friedrich Fröbel (1782- 1852) setzte die Falttechnik im 19. Jahrhundert als pädagogisches Lehrmittel ein.
Mathematik, Architektur und geometrische Sachverhalte sind Bestandteile der Faltkunst.

Dennoch sollte das Basteln in erster Linie ein Ausdruck der Liebe zum Gestalten sein.


Text: Andrea Roye