Bericht 63-06

 

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Sa., 11.11. 2006, Weg frei! Und Licht an?
"Karl-Laue-Weg" eröffnet

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Nach dem ersten Beitrag wird ein Diskussionsforum eingerichtet.

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Waren das Zeiten! Die alten Fußball-Kumpels von Karl Laue waren bei der Feier im Vereinshaus vom TSV Limmer natürlich dabei: v.l. "Lobe" Müller, "Matze" Here, "Kalle" Blume, Erich Werner.

Karl Laue war ein waschechter Limmeraner. Man erinnert sich an ihn als herausragendste Persönlichkeit des S.V. 1910 Limmer und des Niedersächsischen Fußballbundes. Nun wurde der Verbindungsweg zwischen der „Holzrehre" (Parkplatz TSV Limmer) und der Straße „Am Schleusengrund" nach Karl Laue ( 1906-1968) benannt.

„Karl sagte nur: du machst das!", Werner Müller, ehemaliger Vorsitzender des TSV Limmer, erinnert sich daran, dass er einmal eine Trauerrede halten sollte, obwohl er das noch nie gemacht hatte. Widerworte hatte niemand, wenn er von Laue aufgefordert wurde, etwas zu tun. „Karl konnte die Leute mitnehmen", sagte Müller in seiner Ansprache, „er fasste viel an und er brachte alles zu Ende, was er begonnen hatte."
Nach dem Laue 1946 den Niedersächsischen Fußball- Verband, NFV, gegründet hatte, sorgte er 1948 durch Einführung des Niedersächsischen Fußball-Totos für Einnahmen, die dem Sport zu Gute kamen. Am Bau des Niedersachsenstadions im Jahr 1954 war Laue maßgeblich beteiligt und er stand als Präsident des NFV mit vielen prominenten Sportlern in Kontakt. Wen wundert's, dass Laue weit über die Grenzen Limmers und Deutschlands hinaus als „Kaiser Karl" bekannt wurde.

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Schnipp der "Karl-Laue-Weg" wurde von der Bezirksbürgermeisterin Barbara Knoke und Helmut Laue eingeweiht. Anschließend gab es im Vereinshaus vom TSV Limmer  eine kleine Gedenkfeier für "Kaiser Karl".

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 Ob es von der Stadt eine Straßenbeleuchtung gibt? Immerhin hat der Weg am Limmerbrunnen jetzt einen offiziellen Namen, der im Stadtplan steht. Der Bezirksrat Linden/Limmer beantragte die Straßenbenennung und hofft nun gemeinsam mit der Schützengesellschaft von 1894 und dem TSV Limmer auf neue Straßenlaternen.

Es gab schon einmal eine Beleuchtung entlang des Weges, der ein ziemlich großes Stück durch ein Wäldchen führt. 2001 wurden die Lampen vom Tiefbauamt ohne Vorwarnung abgebaut. Beleuchtete Wege durch öffentliche Grünflächen werden in Hannover abgeschafft. Grund: zuviel Vandalismus mit hohen Reparaturkosten. Schluss und Aus. Es soll dunkel bleiben, sagt die Stadt. Aber der Weg entlang des Fußballplatzes ist die kürzeste Verbindung von der Straßenbahnhaltestelle zu den Vereinen TSV Limmer und der Schützengesellschaft. Die dunkle Jahreszeit beginnt und mit ihr wächst das ungute Gefühl, dieses einsame Wäldchen zu durchqueren.

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Der unbeleuchtete "Karl-Laue-Weg". Der TSV Limmer will weiter für neue Straßenlateren kämpfen.

Fotos/Text: Evi Schaefer
Letzte Aktualisierung: 19.11.2006