Bericht 60-06

 

ARCHIV 2006
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DressUp Deisterstraße
Mi., 25.10.2006, Workshop Erscheinungsbild Deisterstraße

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Nach dem ersten Beitrag wird ein Diskussionsforum eingerichtet.

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Die Deisterstraße
Der Arbeitskreis „DressUp Deisterstraße" bringt junge, hochpreisige Mode in die Deisterstraße. Ab Mai 2007 werden die ersten 5 Geschäfte entlang der Deisterstraße von ExistenzgründerInnen aus der Mode- und Designbranche betrieben, in Zukunft sollen insgesamt 10% der Geschäfte auf der Deisterstraße aus dem Branchenschwerpunkt „Mode" kommen.

Fotos/Text: Evi Schaefer
Letzte Aktualisierung: 29.10.2006

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Der Workshop
Welchen Eindruck macht die Deisterstraße heute? Unter Moderation der PlanKom wurde am vergangen Mittwoch im AWO Tagungszentrum der Workshop „zur Verbesserung des Erscheinungsbildes der Deisterstraße" abgehalten. Derzeitige und zukünftige Ladenbetreiber, Kneipiers, Anwohner und Immobilienbesitzer der Deisterstraße, Vertreter aus der Stadtverwaltung, dem Bezirksrat Linden/Limmer, der Wirtschaftsförderung Hannover und dem Quartiersmanagement Linden Süd, machten sich, als Experten vor Ort, Gedanken über die Zukunft der Einkaufsstraße.

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Das Konsumverhalten der Bevölkerung hat sich verändert.
Der Einzelhandel konzentriert sich heute auf Großmärkte und Discounter. Kleine Geschäfte des täglichen Bedarfs, die früher an der Deisterstraße zu finden waren, werden heute nicht mehr gebraucht

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Eingebettet zwischen Billigwaren-Geschäften, türkischen Männervereinen und leerstehenden Läden fallen alteingesessene Traditionsunternehmen und liebevoll herausgeputzte, neue Szeneläden zwischen dem Schwarzen Bären und dem Deisterkreisel auf.
Etwas entwickelt sich in dieser Straße. Die Teilnehmer des Workshops sind an dem Erscheinungsbild und der Entwicklung "ihrer" Straße interessiert, sonst wären sie nicht hier. Doch wie erreicht man die Gewerbetreibenden und Vermieter, denen egal ist, was hier in Zukunft passiert? Einen Stammtisch und ein Logo für die Deisterstraße sind geplant, in regelmäßigen Treffen werden dann hoffentlich alle Anlieger der Straße motiviert, sich für den populären Einkaufs- und Szenetreff in Linden - Süd einzusetzen.

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Die Deisterstraße krankt an ihrem Schmuddel - Image. Sie wirkt heute eher wie
 "eine Armeleute-Einkaufsstraße ohne Charme", wie ein Teilnehmer des Workshops bemerkte. Als besonders störend wird der Müll empfunden, gelbe Säcke und Altpapier liegen die ganze Woche über auf den Baumscheiben und auf dem Bürgersteig herum. Dadurch sinkt natürlich die Hemmschwelle, einfach weiteren Abfall dazu zuwerfen. Das Verkehrsaufkommen sei enorm hoch, bemerkten die Anwesenden, eine Fußgängerzone, die alle anlielegenden Geschäfte in den Ruin triebe käme aber nicht in Frage, so die einstimmige Meinung des Forums. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung wurde als gute Lösung empfunden. Die schönen, historischen Fassaden wirken Teilweise heruntergekommen, der Putz blättert ab und die Fassadenfarbe ist vergilbt. Wenigstens bis auf Ladenhöhe sollte für eine ansprechende Optik gesorgt werden. Mit Pflanzkübeln, Fassadenbegrünungen und Sitzmöglichkeiten im Außenbereich der Geschäfte würde die Deisterstraße einen einladenden Gesamteindruck vermitteln. Ein Schaufensterwettbewerb entlang der Bummelmeile wäre eine gute Möglickeit, auch die Dekorationsmuffel aus der Reserve zu locken.