Bericht 41-06

 

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So., 23.07.2006, Deisterplatz :
Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person

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Nach dem ersten Beitrag wird ein Diskussionsforum eingerichtet.

Am frühen Vormittag des 23. Juli 2006 wurde die Regionsleitstelle der Feuerwehr Hannover von mehreren Anrufern auf einen Verkehrsunfall mit einer schwerverletzten eingeklemmten Person am Deisterplatz informiert. Bereits während der telefonischen Annahme des Notrufs wurde durch den Disponenten, der dort zuständige Löschzug der Feuer- und Rettugnswache 4, sowie die Freiwillige Feuerwehr Linden alarmiert. Die Alarmierung lief gegen 07:49 Uhr auf unseren Funkmeldeempfängern auf und alle Kameraden machten sich auf den Weg zum Feuerwehrgerätehaus. Bereits nach 3 Minuten rückte das LF 20/16, und nach einer weiteren Minute unser LF 8/6 aus.

Die Einsatzlage stellte sich so dar, daß ein einzelnes Fahrzeug (ein außereuropäischer Van) auf dem Deisterplatz entgegen der Fahrtrichtung auf einer der rechten Spuren total zertrümmert und demoliert stand. Der Fahrer des Van saß eingeklemmt auf dem Fahrersitz und konnte sich nicht eigenständig befreien. Im Zuge des Unfalls wurde ein großes Verkehrsschild durch das Fahrzeug niedergedrückt und diverse Betriebsmittel liefen auf die Straße - bedingt durch den großen Verformungsschaden am Fahrzeug, konnte die Spannungsversorgung des Fahrzeugs erst relativ spät getrennt werden.

Unsere Fahrzeuge trafen kurz nach dem Löschzug der Feuer- und Rettungswache 4 ein und übernahmen in Absprache mit dem Einsatzleiter des vierten Zuges den Brandschutz (Bereitstellung Schnellangriff) und diverse andere Tätigkeiten (Absperrmaßnahmen / leichte techn. Hilfe).

Die Kameraden stabilisierten zuerst die Vitalfunktionen des Verunfallten, um ihn dann relativ schnell und schonend aus dem verunfallten Fahrzeug per Rettungsschere und Spreizer zu befreien. Der Rettungsdienst betreute den Verletzten während der gesamten Rettungsaktion und transportierte ihn nach seiner Befreiung mit Sonder- und Wegerechten in ein naheliegendes Krankenhaus.

Nachdem die verletzte Person aus dem Auto befreit worden war, wurden die Überreste des Fahrzeugs durch ein Abschleppunternehmen abtransportiert und die ausgelaufenen Betriebsmittel wurden per Bindemittel gebunden. Die Fahrbahn wurde anschließend mittels Besen gereinigt und die Einsatzstelle der Polizei übergeben. Die betrieb dann Ursachenforschung und ermittelte, wie es zu diesem Unfall kommen konnte, da nur ein einzelnes Fahrzeug augenscheinlich am Unfall beteiligt gewesen war.

Wir wurden durch den Einsatzleiter nach dem Einsatz über alle vorgenommenen Maßnahmen am und im Fahrzeug des Betroffenen umfassend informiert und anschließend verabschiedet.

Im Einsatz befanden sich der Löschzug der Feuer- und Rettungswache 4, die Freiwillige Feuerwehr Linden, ein Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug und 5 Fahrzeuge der Polizei. Insgesamt waren rund 32 Einsatzkräfte vor Ort.

-> mehr bei der Freiwilligen Feuerwehr Linden
© 2006 MR

Text/Fotos: Marco Radtke
Letzte Aktualisierung: 25.07.2006

Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung
 

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