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Bericht 26-06

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Mi., 31.05.2006, Freizeitheim Linden - Podiumsdiskussion:
Sprachförderung gehört in die Kindertagesstätten !

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Nach dem ersten Beitrag wird ein Diskussionsforum eingerichtet.

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Veranstaltungseröffnung im Foyer des Freizeitheims Linden. Mitarbeiterinnen der Kindertagesstätten zeigen in einer Ausstellung wie Sprachförderung bei ihnen gestaltet wird.
Foto: die Trommelgrupe der AWO - Kita Kirchstraße.

Das Pädagogische Forum Linden lud in Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten, der AG Sprachförderkräfte, der GTS Albert-Schweitzer-Schule und Eltern zu einer Podiumsdiskussion in das Freizeitheim Linden ein. Die Erfahrungsberichte aus dem Schulalltag zeigten auf, wo Sprachförderung beginnen muss: bereits im Kindergarten und nicht erst in der Schule.

Kinder aus Einwandererfamilien und sozial benachteiligte deutsche Kinder aus Problem-Familien haben oft gravierende Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache. Die Chancen für einen Schulabschluss verschlechtern sich dadurch erheblich.
"Sprachförderung in der Familie ist gerade in Linden-Limmer sehr wichtig," Bezirksbürgermeisterin Barbara Knoke (SPD) eröffnete die Veranstaltung im Foyer des Freizeitheims „doch die Förderung durch Eltern ist leider nicht immer gewährleistet." Beim täglichen Tun und Handeln lernten die Kinder am meisten, wenn die Eltern sich in deutscher Sprache unterhielten. Erst ein halbes Jahr vor der Einschulung die sprachliche Entwicklung des Kindes zu testen sei zu spät und falsch, so Knoke.

In Linden–Limmer bekommen 48% der Kinder eine Empfehlung für die Hauptschule, stadtweit sind es 29%.
Bei den Empfehlungen für das Gymnasium verhält es sich beinah umgekehrt: 29% der Kinder bekommen in Linden–Limmer eine Empfehlung für das Gymnasium, stadtweit sind es 43%.

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Das Plenum war mit dem Publikum einer Meinung: v.l. Stephan Rauhaus (Amt für Jugend und Familie der LH Hannover), Renate Dierker-Ochs (Landesschulbehörde Nds., Landesjugendamt), Botho Wartze (Sozialcenter Linden, Diakonisches Werk Hannover), Barbara Mann (Pädagogischens Forum Linden, Sozial-Center Linden), Beatrix Albrecht (Rektorin Albert-Schweitzer-Schule) und
Rainer Langner (Landesschulbehörde Nds.)

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Bei der anschließenden Diskussion kamen Menschen aus der Praxis zu Wort. "Durch die Sprachförderung während der Schulzeit werden die Kinder aus ihrem Alltag gerissen," schilderte Beatrix Albrecht die Situation an den Schulen. Auch andere, anwesende Rektorinnen beschrieben den enormen Organisationsaufwand und die viele Unruhe, die entstünde, wenn die Kinder zum Förderunterricht aus der Klasse genommen würden.

Diese Maßnahme ist einfach nicht sinnvoll. Viele Kinder können, wenn sie in den Kindergarten kommen, kein Wort Deutsch sprechen. Es ist wichtig, dann sofort mit Sprachfördermaßnahmen zu beginnen.
Lediglich 4% der Kinder in Hannover besuchen keine Kita.

Am Ende der Veranstaltung war für Barbara Knoke klar: „Ich habe deutlich gehört, wo Sprachförderung hingehört: in die Kindergärten!" Sprachförderung sei Bildung und Bildung eine Präventionsmaßnahme.

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Fotos/Text: Evi Schaefer
Aktualisiert: 3.06.2006


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