Mi., 24.05.2006, Arbeitsgemeinschaft Lindener Vereine (AGLV) "Schwarze Kunst" bei Bratwurst und Bier
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Wer hätte das gedacht?
Mitten in Linden gibt es ein Buchdrucker-Museum. Zu Gast waren dort Mitglieder der AGLV, die durch das Museum geführt wurden. Auf dem Hof gabs Gegrilltes und Neuigkeiten aus dem Vereinsleben.
Zwischen flatternden Zeltplanen. Bei Regen und Sturm begrüßte Jürgen Saalfeld vom "Freundeskreis schwarze Kunst e.V." den Vorsitzenden der AGLV, Rolf Harre, (li.). Ein kühler Abend. Gut für das Bier, nicht so für die warme Wurst. Aber Lindener sind ja hart im nehmen.
Alle Maschinen
in der Werkstatt sind selbst repariert worden und einsatzbereit. In den oberen Räumen befindet sich ein kleines Museum rund um das Druckerhandwerk.
Der Schriftsetzer bei der Arbeit. Bis zu 1500 Buchstaben pro Stunde kann ein Geselle in den Druckstock setzen. Und das alles Spiegelverkehrt herum. Dieses Museum ist lebendig, hier wird noch gearbeitet, es
gibt Kurse und Lesungen in diesen Räumen.
Manfred Hübners Berufszweig gibt es nicht mehr: Buchdruck läuft heute computergesteuert ab. Im
Köthnerholzweg 5 wird das ehrenwerte Handwerk, mit dem Gutenberg vor 500 Jahren den seriellen Buchruck startete, aufrecht gehalten.
Ilse Wilkening ließ hier vor 50 Jahren
ihre Hochzeitseinladungen drucken. Ein paar davon hat sie noch zu Hause, die werden jetzt für die Ausstellung gestiftet.
Jannes durfte eigenhändig die große Druckmaschine anwerfen und seinen Namen in das Dokument drucken.
Cool: für Kids werden Kindergeburstage im Buchdruck-Museum angeboten
Fotos: Evi Schaefer/ Hagen Busch, Text:Evi Schaefer Letzte Änderung: 26.05.2006