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Bericht 12-06

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Mo., 20.03.2006, Limmer:
  26. Sitzung der Kommission Sanierung Limmer

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Nach dem ersten Beitrag wird ein Diskussionsforum eingerichtet.

Gemeindehaus St. Nikolai - Auf der Tagesordnung standen nach der Eröffnung und der Genehmigung der Niederschriften über die 22., 23. und 24. Sitzung folgende Punkte:

  • Vorstellung der Gewerbebeauftragten/-berater
  • Wasserstadt Limmer
  • Hochwasserschutz, Auswirkungen im Sanierungsgebiet Limmer
  • Eingangsbereich von Limmer/Wunstorfer Str./Zimmermannstr. - Verfahren zur städtebaulichen Begutachtung
  • Kinder- und Jugendforum Limmer
  • Verschiedenes.

Zu Beginn der Sitzung beantragten die Vertreter von SPD und Grünen die Antragsentwürfe für ein Grünkonzept und ein Verkehrskonzept zur Tagesordnung hinzuzufügen, was jedoch daran scheiterte, dass sie nicht die erforderliche Stimmenanzahl für eine Änderung der Tagesordnung erhielten.

Die Verwaltung teilte mit, sie habe nach Ausscheiden eines bisher für das Gewerbe zuständigen Mitarbeiters externe Fachleute beauftragt, welche auch bei den Stadtteilen Hainholz und Vahrenheide beauftragt wurden und zurzeit tätig sind. Die Vertragsdauer für Limmer beträgt ein Jahr mit einer Option auf Verlängerung. Einer der beiden Gewerbeberater, Herr Jarnoth, war auch anwesend und stellte die bereits getätigte und die noch geplante Vorgehensweise vor. Eine Bestandsaufnahme zur Gewerbesituation in Limmer sei inzwischen erfolgt und habe eine relativ schlechte Situation zum Resultat gehabt, was sich vorwiegend auf derzeitiges Gewerbe bezog, das in Stadtteilmitte an der Wunstorfer Straße angesiedelt ist, sowie auf Gewerbemöglichkeiten an den Stadtteilrändern an der Wunstorfer Straße. Ziel sei es, die Gewerbesituation zu verbessern. Dazu beitragen könnten eventuell Existenzgründungsberatungen und Gespräche mit Gewerbebetrieben über die Möglichkeiten von Arbeitsplatzschaffung.
Zur Erörterung weiterer Strategien sei eine Veranstaltung am 26. April 2006 um 19 Uhr im Lindenkrug in der Harenberger Straße 46 in Limmer geplant.

Herr Römer vom Fachbereich Planen und Stadtentwicklung der Stadt Hannover stellte zum Thema Wasserstadt Limmer den Sachstand zu den Gebäuden 5, 6, 16 und 23 vor. Demnach seien alle vier Gebäude so stark mit Nitrosaminen belastet, dass keine sensible Nutzung in Frage komme, sodass die Gebäude 5, 6, 16 und 23 zum Abbruch freigegeben werden sollen. Die bei der vorigen Sitzung für die Gebäude 5 und 6 angekündigten bautechnischen Gutachten für Möglichkeiten einer sensiblen Nutzung sollen nun entfallen, um die belasteten Gebäude abbrechen lassen zu können, bevor die Wohnbebauung und ihre Nutzung in unmittelbarer Nähe im ersten Bauabschnitt erfolge. Die Möglichkeit einer nicht-sensiblen Nutzung und damit den Erhalt des Gebäudes 5 wollte die Verwaltung nicht in Betracht ziehen wegen der schwer einschätzbaren Risiken für Kinder und Jugendliche aus der zukünftigen Nachbarschaft. In diesem Zusammenhang verwies Herr Dr. Sass darauf, dass bei Nitrosaminen und Krebsrisiko das Minimierungsgebot gelte. Herr Römer führte weiter aus, dass für die denkmalgeschützten Gebäude 44 und 51, die am Stichkanal liegen, ein Forschungsvorhaben in Erwägung gezogen werde, um Haus-in-Haus-Lösungen und andere Möglichkeiten zu prüfen.
Für weitere Abbruchmaßnahmen sei eine 5. Ordnungsmaßnahme geplant, die mit Restmitteln aus vorherigen Ordnungsmaßnahmen finanziert werden könnte, weil bei diesen Maßnahmen weniger Kosten entstanden seien als ursprünglich kalkuliert worden waren.
Mit der HRG (Hannoversche Region Gesellschaft), die von der Stadt Grundstücke im Planungsgebiet erworben hatte, seien Verhandlungen nötig, weil die Grundstücksgrenzen der HRG-Grundstücke an die jetzige Bebauungsplanung angepasst werden müssten.
Limmeraner beklagten eine übermäßige Staubentwicklung durch die Baumaßnahmen für die Wasserstadt.
Herr Kiekenap, Geschäftsführer der Wasserstadt GmbH & Co. KG, äußerte sich zu Vorwürfen bezüglich unerlaubt gefällter Bäume und bezüglich LKW-Verkehr, der entgegen getroffenen Vereinbarungen Limmer belaste. Demnach seien nur 4 Bäume unrechtmäßig gefällt worden, weil man eine vorhandene Abbruchgenehmigung auch für diese erhaltenswerten Bäume als gültig angesehen habe - obwohl es sich bei diesen Bäumen nicht um bauliche Maßnahmen im Sinne des Baugesetzes handelte. Im Übrigen werde noch geprüft, von wem Bäume unerlaubt gefällt worden seien. Die Nutzung der Wunstorfer Straße statt der Carlo-Schmid-Allee durch LKW des Investors Papenburg sei eine Ausnahme gewesen, da man zwischenzeitlich ortsunkundige Fahrer eingesetzt gehabt habe – die wohl die extra für das Bauvorhaben Wasserstadt aufgestellten Schilder nicht lesen konnten.
Die Asphaltdecke der Parkplatzfläche bei der Steinfeldstraße soll nach Aussage von Herrn Kiekenap so lange erhalten bleiben, bis eine Nutzung für die Fläche feststehe und entsprechende Baumaßnahmen eingeleitet würden.

Zum Thema Hochwasserschutz führte Herr Dr. Sass vom Sanierungsbüro aus, dass zukünftig die gesetzlich festgelegten Überschwemmungsgebiete mit den natürlichen gleichzustellen seien (HQ-100-Grenze für Jahrhunderthochwasser).
Zurzeit liege der Verwaltung eine Karte mit Daten vor, die auf Satelliten-Höhenaufnahmen mit einer Ungenauigkeit von bis zu 30 cm in der Höhe beruhe und äußerst fragwürdige Resultate liefere. So seien einige Standorte vom Hochwasser bedroht, obwohl sie höher liegen als Standorte, die nicht vom Hochwasser bedroht seien. Darum soll ein Gutachten beauftragt werden, um genauere Ergebnisse zu erhalten.
Der anwesende Vertreter des Stadtanzeigers verwies darauf, dass mögliche Änderungen, die den Wasserstand im Flusslauf oberhalb Limmers beeinflussen (Ricklingen und Ihme), für das Gutachten berücksichtigt werden müssten, wenn es nicht wertlos sein solle.
Alteingesessene Limmeraner gaben zu bedenken, dass nach den Erfahrungen mit dem Hochwasser von 1946 ebenfalls von Bedeutung sei, ob sich die Flächen auf ein geöffnetes oder geschlossenes Wehr bezögen und ob der Überlauf berücksichtigt werde.

Die Verwaltung stellte für das Gebiet um die Stadtbahnhaltestelle Wunstorfer Straße die Rahmenbedingungen der Ausschreibung für das Verfahren zur städtebaulichen Begutachtung (städtebaulicher Wettbewerb), das bei der vorigen Sitzung der Sanierungskommission angekündigt worden war, vor. Überzeugende Wettbewerbsergebnisse sollen bei einer Änderung des Bebauungsplans (B-Plans) Nr. 0172 einfließen.
Von den Wettbewerbsteilnehmern zu berücksichtigen sind:
Aspekte des Hochwasserschutzes, die Planung der Manus AG beim Uni-Parkplatz, ein Hochbahnsteig für die Stadtbahnhaltestelle, eine Grünverbindung von der Fritz-Nause-Straße nach Norden in Richtung Fösse/Leine, eine Umgestaltung des Grundstücks der Union Boden mit dem so genannten Einkaufszentrum (Videothek, Bäckerei, Kiosk, Imbiss, Musik-Kneipe, Sparkasse u. Ä.), möglicher Rückzug des Penny-Marktes an der Weidestraße wegen Flächenmehrbedarfs, Ende der bisherigen Nutzung des Uni-Gebäudes.
Die Vorstellung eines Konzeptes hat die Verwaltung für kurz vor oder nach den Sommerferien vorgesehen.

Eine Mitarbeiterin des Kinder- und Jugendforums Limmer bot Informationen zum Sachstand und Ergebnisse der Zukunftswerkstatt mit Jugendlichen. Nach anfänglich geringem Interesse bei den Jugendlichen, trotz guter Unterstützung durch die Schulleitungen, habe man mit wenigen Jugendlichen eine Befragung ausgearbeitet, um mehr über die Wünsche der Jugendlichen zu erfahren. Von den 100 Befragten seien 75% aus dem Stadtteil gekommen und wünschten sich zum Beispiel bessere Einkaufsmöglichkeiten, Fitness- und Sportmöglichkeiten ohne Vereinszugehörigkeit sowie Treffpunkte für 11- bis 14-Jährige.
Zudem seien mehrere Projekte initiiert worden, für die Patenschaften geplant und gefunden worden seien. Ein Treffen der Schülerinnen und Schüler mit ihren Projekt-Paten ist nach den Osterferien geplant.
Ein Projekt bemühe sich beispielsweise um „gesunde" Kioske, damit eine gesunde Ernährung erleichtert werde, wobei die Schülerinnen und Schüler Zertifikate an die Kioske vergeben wollen.
Das Kinder- und Jugendforum wünsche sich bei der Planung im Sanierungsgebiet eine Berücksichtigung der bei der Befragung geäußerten Wünsche.

Unter dem letzten Tagesordnungspunkt - Verschiedenes - wurde von der Verwaltung für Ende Mai/Anfang Juni eine Sanierungszeitung angekündigt. Nach Anregungen bei der vorigen Sitzung sei zudem eine extra Veranstaltung zum Thema Modernisierung in der 20. Kalenderwoche (ca. 15. Mai) geplant. Außerdem wolle die Verwaltung Terminvereinbarungen und Rundgänge anbieten. Außerdem wurde die Einweihung des Twedenwegs, der als Schulweg sowie von Kindern der Kindertagesstätte genutzt werde, erwähnt.

Text: Gunnar Werner
Bilder: Klaus Öllerer
Letzte Aktualisierung: 22.03.2006

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Herr Römer vom Fachbereich Planen und Stadtentwicklung der Stadt Hannover stellte zum Thema Wasserstadt Limmer den Sachstand zu den Gebäuden 5, 6, 16 und 23 vor. Demnach seien alle vier Gebäude stark mit Nitrosaminen belastet.
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Dr. Sass vom Sanierungsbüro erläutert den Planungsstand zum Hochwasserschutz.
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Eingangsbereich von Limmer/Wunstorfer Str./Zimmermannstr. - Verfahren zur städtebaulichen Begutachtung
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