Bericht 6-05

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Archiv 2005

Die., 22.02.2005, Reiseeindrücke :
Peking im Aufbruch
- von Linden nach Peking und wieder zurück in sechs Tagen -

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Peking 15.-21.02.2005 - Eigentlich hatten wir gar nicht vor eine weite Reise zu unternehmen. Doch als wir dieses günstige Angebot sahen, schlugen wir gleich zu. Für 580 €/Person nach Peking* für sechs Tage incl. fast alles im Vier-Sterne-Hotel. Das war total verlockend. Wir haben es nicht bereut und sind sogar begeistert. Wir, das sind meine Frau Sabine und ich.
Hier nun im Folgenden eine Auswahl unserer Eindrücke und Gedanken.

In Peking wird überall gebaut : Geschäftszentren, Wohnblöcke, Straßen, U-Bahnen. Die Stadt wirkt wie ein Wesen, welches sich häutet. Alte “Haut” wird abgesprengt, neue “Haut” tritt an deren Stelle. Vieles ist nicht perfekt. Überall sind die kleinen Mängel eines rasanten Wachstums zu sehen. Stromkabel führen hässlich und schlecht montiert durch die Luft. Türen schließen nicht richtig. Löcher in Straßen und Wegen zwingen zum Aufpassen.
Jedoch erlebt die Pekinger Bevölkerung heute wahrscheinlich die beste Zeit ihrer langen Geschichte.

Die Stadt hat 14 Millionen Einwohner und 3 Millionen Autos, davon sind 90% in privater Hand. Und es werden immer mehr. Bei fünf Millionen will die Stadtverwaltung die Notbremse ziehen und die Anzahl begrenzen.

Seitdem 1979 der Reformkurs im Lande ausgerufen wurde, ist ein großes Maß an wirtschaftlicher Freiheit eingekehrt. Vieles, was vorher nach sozialistischer Lehrmeinung verboten war, ist jetzt erlaubt und wird gefördert. In den alten Häusern wurden im Erdgeschoss viele Läden eingerichtet, die von den Anwohnern betrieben werden. Ein Dienstleistungsnetzwerk ist entstanden.
Die Stadt ist voller Restaurants und Imbissangeboten, die zahlreich angenommen werden. Dieses spricht für eine Entwicklung der Kaufkraft.

Auf der anderen Seite erscheint die Entwicklung der geistigen Freiheit zurückgeblieben zu sein.
Wir haben kein funktionierendes Internetcafe gesehen. Sie wurden in letzter Zeit geschlossen. Das Internet in China ist im Übrigen gefiltert. Der TV-Sender CNN in unserem Hotelzimmer wurde mehrmals unterbrochen, wenn anscheinend etwas über China berichtet wurde. Private Satellitenschüsseln waren im Stadtgebiet nicht zusehen. Unsere chinesische Reisebegleiterin erzählte uns, dass sie CNN über ihr Hausnetz nicht empfangen könne.
Immerhin werden auch negative Dinge in der Presse berichtet. So konnten wir einiges davon in der englischsprachigen China Daily lesen (siehe Kasten).

2008 soll in Peking die Olympiade stattfinden. Derzeit gehört die Stadt noch zu denen mit der weltweit stärksten Luftverschmutzung. Bis 2008 wird sich das vermutlich  geändert haben. Die Chinesen werden der Welt eine Stadt nach Weltstandard präsentieren wollen. Vielleicht schaffen sie es.

Klaus Öllerer
letzte Änderung: 27.02.2005

* www.tchibo.de


Sabine auf der Großen Mauer mit fantastischem Ausblick Richtung Peking (ca. 50 Km).

China Daily v. 21.02.2005

Früherer Lehrer unterstützt arme Kinder
Ein alter Mann aus der Provinz Hubei legte in den letzten 13 Jahren 280.000 km zurück und fotografierte arme Kinder, die Hilfe benötigen.
Er stellte die Bilder aus und erhielt Geld von Leuten, die mit der Not der Kinder mitfühlten.
Ursprünglich wollte Jiang, 70, ein pensionierter Lehrer, nur die Wandlungen im ländlichen Raum dokumentieren. Dann wurde er jedoch von der Armut in manchen Gebieten tief betroffen.
Es gelang ihm 2.164 Kinder wieder zu ermöglichen in die Schule zu gehen.
So berichtet es die Bauernzeitung.


Kombinierter Spiel- und Fitnessplatz für die Anwohner. Es waren wenig Kinder im Stadtbild zu sehen. China betreibt seit längerem eine anscheinend wirkungsvolle Einkindpolitik.


Eine typische Straßenkreuzung im heutigen Peking - hier mit wenig Verkehr. Grund: Allgemeiner Urlaub aufgrund des Neujahrsfestes.


Die Shopping Malls werden von vielen Einwohnern offensichtlich gut angenommen. Starbucks Coffee (unten) haben wir genossen, weil es uns vertraut war und ausgezeichneten Kaffee hat.


Schöne neue Wohnhochhäuser


Ein Bagger reist Altbauten ein. Die Zuschauer links schauen eher kritisch zu.


Altes Stadtviertel: meistens sehr beengt und im Verfall. Einige der Hutongviertel stehen allerdings unter Denkmalschutz und werden restauriert.


Eine Nachbarschaftstoilette für die Bewohner der alten Stadtviertel: Plumpsklo ohne Wasser, Papier und Heizung. Bei unserem Aufenthalt sanken die Temperaturen bis -18 C - ein ungewöhnlich kalter Februar.


Ich-AG auf chinesisch ?


Capital Patrol Police im VW-Santana

Zwei- und Dreiräder in Peking


Mülldienst mit Behälter, Besen und Schaufel


Kein Fahrrad hat Licht.


Eine “fliegende” Fahrradwerkstatt mit Kunde bei Minustemperaturen.

Sehenswürdigkeiten


Klaus am Platz des Himmlischen Friedens. Im Hintergrund der Eingang zum Kaiserpalast und der Verbotenen Stadt


Volkskongress am Platz des Himmlischen Friedens.


Kaiserpalast: Ein Mönch lässt sich freundlicherweise von Touristen fotografieren.


Klaus und Sabine bei den Ming-Gräbern.

 

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